Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe W140 kaufen

Helmut Kohl fuhr einen, Angela Merkel fuhr einen und zwischen den Jahren 1990 und 1998 sind 65.063 weitere Fahrzeuge vom S500 gefertigt worden. Damals hat das Fahrzeug bis zu 149.292 DM in der Basis-Ausstattung gekostet, heute gibt es die S-Klasse der Baureihe W140 viel günstiger. Viel Luxus zum „kleinen Preis“? Lasst euch nicht täuschen, wenn auch heute noch etwas auf S-Klasse Niveau ist, dann sind es die Ersatzteilpreise.

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Unter der Motorhaube vom S500 steckt z.B. ein V8-Otto-Motor mit 320 PS. Unter der Karosserie verstecken sich Meilensteine der automobilen Entwicklung. So verfügt jede S-Klasse der Baureihe W140 z.B. über ein Antiblockiersystem, elektrische Fensterheber vorne und hinten und auch eine Zentralverriegelung gehört zum serienmäßigen Zustand. Der Fahrersitz verfügt über Sitzkissen, die Kopfstützen im Fond sind pneumatisch umlegbar und natürlich spielt auch das Wort Luxus eine übergeordnete Rolle in der S-Klasse. Etwas später wurde das ESP, also das Elektronisches Stabilitätsprogramm, welches heute in fast allen neuen Fahrzeuge zu finden ist, zuerst in der S-Klasse präsentiert und verbaut. Die S-Klasse Käufer der ersten Stunde haben definitiv dazu beigetragen, dass die automobile Welt immer etwas sicherer wurde.

Bei einer Kaufabsicht sollte man allerdings sämtliche Features überprüfen, so z.B. auch die Funktion der elektrisch einstellbaren und anklappbaren Außenspiegel, die verstellbare Sicherheitslenksäule, sämtliche Schalter und Funktionen. Die S-Klasse ist kein Leichtgewicht, somit muss man definitiv das Fahrwerk überprüfen. Viele S-Klassen wurden früher umgebaut, man sollte also darauf achten, ob das Serienfahrwerk verbaut ist. Bei der Fahrt sollte man auf Geräusche achten, die Traggelenke der S-Klasse knarzen beim Lenken oder Einfedern, wenn diese verschlissen sind. Gerade die großen Modelle der W140er Baureihe haben auch Probleme mit gebrochenen Federn. Das klingt nun allerdings alles dramatischer als es eigentlich ist. Rostprobleme z.B. gibt es kaum und wenn, dann fast nur an folgenden Stellen die man auch sehr gut bei einer Kaufabsicht begutachten kann: Beplankung, Heckdeckel, Unterboden und da die Aufnahmen für den Wagenheber besonders gut ansehen.

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Die S-Klasse wurde schon in den 90er Jahren besonders hochwertig hergestellt, Spaltmaße waren schon damals ein großes Qualitäts-Siegel. Stimmen die Spaltmaße also nicht, sind ungleichmäßig oder „gefühlt“ übermäßig groß, kann dieses ein Indiz für einen Unfallwagen sein. Verschleiss an den Bremsscheiben und Bremsbelägen ist bei einem Fahrzeug dieser Gewichtsklasse vollkommen normal. Beim Kauf sollte man also auf den Zustand der Reifen und der Bremsen achten, schließlich kann der S 500 bis zu 250 km/h schnell sein.

Schaut auch mal in den Kofferraum, gerne auch unter den Teppich. Die Limousine glänzt mit einem Kofferraumvolumen von über 500 Liter, bei einem Heckschaden sieht man diesen recht schnell unter der Verkleidung.

Wie oben schon erwähnt, sind die Ersatzteile recht teuer, die pneumatische Pumpe (für die Zentralverriegelung usw.) kostet fast 1.200 Euro (ohne Einbau), also fast 10% vom vermutlichen Kaufpreis. 12.000 Euro muss man für einen guten W140 mindestens investieren, für 15.000 Euro bekommt man schon ein Schmuckstück. Die S-Klasse ist (und bleibt) ein Fahrzeug der Luxus-Klasse und das zeigt sich auch im Youngtimer-Alter vor allem bei der Unterhaltung von so einem Fahrzeug.

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Das Fahrzeug hier auf den Fotos verfügt über AMG-Felgen und eine US-Export-Ausstattung. Das sieht man z.B. an den Scheinwerfern, den Blinkern und den Rückleuchten. Der 5,0 V8 hat laut Tacho gerade einmal 91.500 km gelaufen. Neu verbaut wurden Stabilisatoren vorne und hinten, die Stoßdämpfer an der Hinterachse, der Nockenwellenversteller und die Unterdruckpumpe für die Fensterheber vorne und hinten. Also wurden eigentlich sämtliche bekannte W140 Fehlerquellen beseitigt. Das Türfangband links (was hin und wieder zu Knackgeräuschen führen kann) wurde ebenfalls erneuert. Was hindert noch? Ist es eventuell die Euro1-Einstufung oder der Verbrauch, der sich bei entsprechender Fahrweise zwischen 18-20 Litern bewegen könnte?

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten rund um die alte S-Klasse! Zunächst möchte ich Euch den S-Klasse-Club ans Herz legen und auf der anderen Seite die Fanseite „fünfkommasechs„.

Falls ihr euch für die Mercedes Benz S-Klasse interessiert, könnt ihr hier schauen, wie hoch der Versicherungsbeitrag ist.

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