Richtiges und sicheres Verhalten im Stau

Stau

Sommerzeit ist leider auch immer Stauzeit. Ein überhöhtes Verkehrsaufkommen, Unfälle und Baustellen sind oft die Verursacher langer Staus. So manches Mal führt aber auch das Fehlverhalten von uns Autofahrern zu dem nervigen Feststecken auf der Autobahn.

Die ADAC Staubilanz 2012 macht es deutlich: 2012 gab es fast 600.000 Kilometer Stau auf deutschen Straßen. Auf den Autobahnen waren es insgesamt 285.000 Staus mit einer Gesamtdauer von 230.000 Stunden.

Wir haben mal ein paar Tipps für das richtige und sicher Verhalten im Nervmoment Stau zusammengestellt:

  • Auf Staumeldungen achten und aufmerksam sein

Wenn ihr Warnungen vor einem Stau im Radio oder Navi hört, dann nehmt sie ernst! Bereitet euch auf das Stauende vor, indem ihr die Geschwindigkeit verringert und besonders auf den nötigen Sicherheitsabstand achtet.

Stauenden lauern oft hinter Kurven und Hügeln. Wenn ihr den Stau zu spät erkennt, gefährdet ihr euch und alle anderen! Sobald ihr das Stauende seht, heißt es Warnblinkanlage an und die Geschwindigkeit gleichmäßig verringern. Legt bitte keine abrupte Vollbremsung hin, denn dann ist der nächste Auffahrunfall oft schon vorprogrammiert.

  • Ein Hoch auf das Reißverschlussverfahren

Wie bereits erwähnt, ist ein möglichst gleichmäßiger Verkehrsfluss das Allheilmittel gegen Stau. Doch auf vielen Autobahnen lauern so manche Tücken wie ein Spurwegfall: Von zweien auf eine Spur, da staut es sich oft!

Hier hilft das Reißverschlussverfahren. Also nicht hektisch zwischen den Spuren wechseln, um vermeintlich schneller voran zu kommen. Hier gilt es, entspannt auf seiner Spur zu bleiben und die Linksfahrer nicht als rücksichtlose Raser und Überholer abzustempeln – auch wenn das schwierig ist! 😉

  • Überholverbot für Motorradfahrer

Auch wenn Zweiradfahrer im Stau einigen Problemen wie der erhöhten Gefahr des Übersehenwerdens oder auch gesundheitlichen Belastungen durch das Einatmen der Abgase ausgesetzt sind, gilt für sie das Überholverbot. Das Durchfahren des Staus gilt als Rechtsüberholen und wird dementsprechend hart mit Bußgeld und Punkten in Flensburg geahndet.

Natürlich gibt es immer wieder Motorradfahrer, die das Verbot nicht so genau nehmen und dennoch zwischen den stehenden Autos hindurchfahren. Daher immer besonders aufmerksam beim Spurwechsel sein!

  • Rettungsgasse bilden

Letztens haben wir bei einer tollen Aktion von Automobilbloggern mitgemacht und auf die Wichtigkeit der Rettungsgasse hingewiesen. Nur wenn sie richtig und schnell gebildet wird, kommen die Rettungsfahrzeuge flott durch und können helfen! In diesem Video wird nochmal anschaulich erklärt, wie ihr euch am besten verhaltet:

  • Entspannt bleiben

Ich weiß, das klingt nach einem blöden Tipp. Aber ehrlich: Was könnt ihr daran ändern, wenn ihr im Stau steckt? Nichts! Daher nicht aufregen und sich im schlimmsten Fall mit dem Mitfahrern oder den quengelnden Kindern streiten. Das zehrt nur an den Nerven und an der Aufmerksamkeit.

Glück im Unglück ist der nahegelegen Rastplatz – da bin ich schon so manches Mal hingerollt und hab die Zeit verbracht.

  • Bitte nicht gaffen!

Auch dies eigentlich ein Tipp, den man nicht extra erwähnen muss. Doch wie oft höre ich im Radio, dass auf der gegenüberliegenden Strecke plötzlich auch ein Stau ist, da viele Leute sich den Unfall nicht entgehen lassen konnten und gaffen mussten…

Also: Nicht sensationsgierig rüberlinsen und sich ablenken lassen, sondern die volle Aufmerksamkeit auf die eigene Autobahnrichtung legen!

Und falls es euch doch mal erwischt und ihr im Stau feststeckt: Gebt euch der Situation hin und bleibt da. Tests von Zeitung und Radio zeigen, dass es sich nur selten lohnt, von der Autobahn abzufahren. Tatsächlich ist man meistens schneller, wenn man den Stau einfach aussitzt.

Außerdem kann es ziemlich unterhaltsam sein, sich seine Leidensgenossen im Stau mal näher anzuschauen! 🙂

 

Fotoquelle:
alexandragl1/iStock/Thinkstock

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