Hund im Auto? So nicht!

Tiere im Auto – Wie transportiert man Hund, Katze, Maus sicher im eigenen Auto?

Hund im Auto? So nicht!

Ein Hund gehört nicht auf den Fahrersitz

Zum 10. Geburtstag bekam mein Sohn seine heißersehnten Rennmäuse. Er durfte sie sich im Zoofachhandel selbst aussuchen und wir haben sie im durchlöcherten Pappkarton im Auto nach Hause gefahren. Die ersten 100 Meter waren ok, aber dann planten die kleinen flinken Nager den Ausbruch und vergrößerten die Löcher im Karton, um entwischen zu können. Das Gebrüll meines Sohnes wurde immer lauter, Mama wurde immer schneller – und die Radarfalle habe ich dann leider übersehen…

In der Regel ist es kein Problem, Kleintiere sicher zu transportieren. Der Pappkarton auf dem Schoß reicht ja normalerweise aus (bei Nagern ist eine Holzkiste zu bevorzugen!). Aber wie ist das mit Hund und Katze? Die wiegen ja schon etwas mehr und können sich im Notfall als Gefahr erweisen, wenn man mal scharf bremsen muss.

Gibt es gesetzliche Vorgaben zum Tiertransport im eigenen Pkw?

Es ist ein bisschen schwammig formuliert, aber der Fahrer ist gemäß §23 der StVO „dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden“. Das heißt, der Fahrer muss vor der Fahrt dafür sorgen, dass mitfahrende Tiere gesichert sind.

Warum ist das Verletzungsrisiko erhöht?

Bei einem Aufprall mit nur 50 km/h wirkt das 30fache des Gewichts auf den Körper. Das gilt sowohl für das Tier als auch für die menschlichen Insassen. Wenn man mal scharf bremsen muss, kann der Hund ganz schnell zum Geschoss werden, das ungebremst durchs Auto fliegt.

Gibt es Sicherungssysteme für Tiere?

Tiere im Auto sollten also gesichert werden – zu ihrem eigenen, aber auch zum Schutz der anderen Passagiere. Prüfvorschriften zu Sicherungssystemen für Tiere existieren leider nicht. Es ist aber bei der Auswahl von Produkten sinnvoll, zumindest auf Berichte zu Crashtests oder DIN-Prüfungen zu achten.

Hier ein abschreckendes Video vom ADAC, der verschiedene Sicherungssysteme für Tiere im Auto getestet hat:

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Folgende Sicherungssysteme für Tiere sind im Fachhandel erhältlich:

  • Hunde-Sicherheitsgurt: Vorteilhaft ist, dass der Hund nur so weit nach vorne geschleudert werden kann, wie die Gurtlänge es zulässt. Nachteil: bei schweren Unfällen besteht trotz Gurt eine Verletzungsgefahr für das Tier (und auch die Person auf dem Vordersitz, wenn das Tier auf die Vordersitzlehnen prallt).
  • Es gibt eine Sicherheitsabtrennung, die aus einem Geflecht flexibler Gurtbänder besteht. Sie wird hinter den Vordersitzen mit Hilfe der Sicherheitsgurte verankert. Nachteil ist hier, dass der Rücksitz für weitere Passagiere nicht mehr nutzbar ist.
  • In Kombis oder SUVs können Tiere hinter einer Laderaumbegrenzung (Gepäckgitter) platziert werden. Sofern die Rücksitzlehnen und das Gitter stabil genug sind, kann hier eine Gefährdung der menschlichen Passagiere ausgeschlossen werden. Die Verletzungsgefahr für das Tier bleibt allerdings bestehen.
  • Im Handel werden unterschiedlich große Transportboxen angeboten. Wichtig ist es, dass das Tier vor der Fahrt an die Box gewöhnt wird. Gut gesichert sind die Tiere damit, wenn die Box quer zur Fahrtrichtung hinter die Vordersitze geklemmt wird. Dies ist natürlich bei größeren Tieren nicht möglich!
  • Für kleine Hunde (bis 9 kg) gibt es einen crashtestgeprüften Tiersicherheitssitz, der mit dem Sicherheitsgurt oder an den Isofix-Verankerungen (sind eigentlich für Kindersitze gedacht) auf dem Rücksitz befestigt werden kann. Das Tier wird darauf durch ein Geschirr beidseitig gesichert. Sowohl für Tier als auch für die anderen Passagiere bietet der Sitz gute Sicherheit.

Unser Hund auf seinem Lieblingsplatz

Unser Hund sitzt immer gemütlich im Fußraum vor dem Beifahrer. Wie transportiert Ihr Eure Tiere?

Videoquelle: www.adac.de

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