Mercedes-Benz B-Klasse im Gebrauchtwagen Check! Mängel? Kritik? Schwachstellen?

Die aktuelle Mercedes-Benz B-Klasse ist seit ca. zwei Jahren auf den Markt, davor gab es von 2005-2011 die erste Generation – intern auch W245 genannt. Nun, der Kompaktvan mit fünf Türen bot schon immer viel Platz und wird nicht nur deswegen von den Käufern sehr geschätzt. Nach dem Facelift ist die B-Klasse ein sportlich gezeichneter Kompaktvan mit fünf Türen und egal ob T245 oder W246 (so heißt offiziell der Nachfolger intern) – die B-Klasse kann mit dem Raumkonzept punkten.

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Wer nicht zu den Sternen greift, der wird inzwischen auch günstige Gebrauchtwagen finden. Dann sollte man sich allerdings von den Versionen B 200 (mit 193 PS) oder B 250 (mit 211 PS) verabschieden. Die sprinten zwar schnell von 0 auf 100 km/h und liefern auch Spitzenwerte, die keinen Vergleich scheuen müssen. Sind aber derzeitig noch nicht günstig zu haben. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt dreht sich die Preisspirale dann eher um den B 160 bzw. den B 180.

Wer die Vorzüge eines Diesel-Antriebes kennt, schätzt oder lieben gelernt hat, dem empfehle ich den B 200 CDI. Sparsam, flott und ausreichend Platz für Kind und Kegel! Noch sparsamer wäre der B 180 CDI und für Erdgasfans steht der B 180 NGT zur Verfügung. Sämtliche Modelle kamen nach 2009 auf den Markt, haben also schon die etwas neuere Technik an Bord.

Gerade die ersten Modelle zeigen nun, wenn sie in die Jahre kommen, etwas Rost! Bei der Begutachtung ist es also ratsam, sich auf die Suche nach der Verbindung zwischen „Wasser, Sauerstoff und Metall“ zu machen. Genau ansehen sollte man sich die Türen, die Türscharniere, den Tank, das Einfüllrohr vom Tank, die Federdome, die Aufhängung vom Motor und die Heckklappe. Gerne dürft ihr auch mal unter die Verkleidungen / Teppiche blicken.

Bei der Probefahrt mit dem kompakten Van, sollte man auf seinen „Popometer“ hören. Der Fronttriebler fährt sich gut, das ESP bekam die B-Klasse direkt nach dem „Elchtest“ der A-Klasse verabreicht und dank dem langen Radstand verfügt das Fahrzeug über einen ausreichenden Komfort. Bodenwellen überfährt die alte B-Klasse ruppig, aber nicht unbequem. Wer das richtige Mercedes-Benz Gefühlt haben möchte, der muss sich eine Klasse höher umsehen, vermutlich sogar zwei.

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Bei der ehemaligen Basisversion bekam man quasi ein leeres Fahrzeug. Elektrische Fensterheber hinten? Aufpreis! Radio? Aufpreis! Vier Airbags waren Serie, die Kopfairbags kosteten – Aufpreis! Was damals für die Neuwagenkäufer eher suboptimal war, ist heute für die Gebrauchtwagenkäufer vom Vorteil. Denn Spezifikationskäufe waren schon immer Luxus und selbst wenn der Käufer sich damals für die 18″ AMG Felgen entschieden hat, sind die heute nicht mehr den Neupreis wert. Die hohe Sitzposition und den großen Kofferraum gab es damals aber serienmäßig.

Kurz und knapp: Premium-Qualität zum günstigen Preis! Die B-Klasse könnte den Einstieg in die Welt der Sternenjünger werden. Fahrwerk, Lenkung und Bremsen funktionieren in der Regel tadellos. Scharfe Kritiker unterstellen der Lenkung, das diese nicht direkt genug arbeitet. Mir reicht die Rückmeldung, die B-Klasse ist schließlich kein SLS.

Typische B-Klasse Schwachstelle? Antriebswelle! Da hört man hin und wieder mal von Mängeln und halt der Rost. Viele Kunden haben noch zu Garantiezeiten den Rost bereits beseitigen lassen, einiges lief noch über Kulanz. Da sollte man bei einer Kaufabsicht durchaus den Verkäufer mal fragen, wenn er die B-Klasse denn überhaupt so lange hatte.

Bei den Diesel-Modellen sind es die Rußfilter. Die mögen keine Kurzstrecken, aber welches Fahrzeug mag die schon? Was gibt es zu tun? Auf Rostsuche gehen, gerne auch mit Taschenlampe! Hat der Verkäufer nichts zu verbergen, hat er auch nichts gegen eine Probefahrt zu einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder zu einer Mercedes-Benz Werkstatt. Würde ich mir eine B-Klasse gebraucht kaufen, ich würde diese begutachten lassen.

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Hier auf den Fotos ist übrigens das aktuelle Topmodell zu sehen: B 250 mit 211 PS! Ein Fahrzeug welches zwar nicht durch einen günstigen Verbrauch oder einem günstigen Anschaffungspreis punkten kann, aber durchaus Fahrspaß mit sich bringt.

Falls ihr euch für die B-Klasse von Mercedes-Benz interessiert, könnt ihr hier schauen, wie hoch der Versicherungsbeitrag ist.

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