Oldtimer

Wenn die Saison vorbei ist – Oldtimer für den Winter vorbereiten und einmotten

Der Winter steht vor der Tür und der Oldie soll die kalte Jahreszeit gut überstehen? Dann gehts euch wie mir und vielleicht könnt ihr mit meinen Tipps euer Schätzchen mit gutem Gewissen auf den Frost vorbereiten und einmotten. Ich bereite meinen 6er, da er Saisonkennzeichen hat, immer schon Mitte Oktober vor, wenn die Sonne nochmal scheint.

1. Sauber machen
Der Wagen wird von Hand (das Schiebedach ist nicht mehr dicht genug für die Waschanlage) komplett gewaschen und dann schön abgeledert. Nach der Reinigung von außen folgt die Reinigung von innen.

Mit dem Staubsauger in der Hand werden Sitze und Teppichboden (es lohnt auch mal ein Blick unter die Fußmatten) gesäubert. Das gilt natürlich auch für den Kofferraum. Damit ist die grobe Reinigung schon abgeschlossen. Jetzt werden die Scheiben noch mal von innen gesäubert, weil sich da immer ein leichter Schleier drauf bildet. Dann folgt die Chrom-Politur und schon bin ich fertig.

2. Tanken, Ölstand & Reifendruck prüfen
Da ich mein Auto an einer Tankstelle wasche (vor dem Haus ist es ja verboten), kann ich auch gleich tanken. Ich mach den Tank voll, wunder mich nochmal über heutige Benzinpreise und fahr dann zum Luftdruckmesser. Bei meiner Tankstelle kostet die Luft zum Glück noch nichts und so erhöhe ich den Druck für die Zeit, in der das Auto stehen muss, auf 3 Bar.

Anschließend kontrolliere ich den Ölstand (ja, er hat noch einen Peilstab) und fülle gegebenfalls auf. Dann überprüfe ich den Frostschutz in der Scheibenwaschanlage und im Kühler. Wenn alles passt, gehts auf zu einer schönen gemütlichen letzten Fahrt, die auch ein bisschen länger dauern darf.

3. Trocken fahren
So kann der Wagen schön trocknen, die Batterie wird geladen und ich kann ihn noch mal genießen. Manchmal bemerke ich auf so einer Fahrt auch noch ein Problemchen, das über Winter repariert werden will und dann hab ich ja wieder einen Grund zu schrauben…

Auto einmotten

4. Ab in die Garage
Wenn das Auto sauber ist, sollte auch die Garage sauber sein. Also Kehrblech zur Hand nehmen und Staub und Spinnen an die frische Luft setzen. Dann kann der Oldie hinein. Jetzt lege ich in den Kofferraum ein Trocknersäckchen, damit die Luftfeuchtigkeit gebunden wird und ich nächstes jahr keinen Schimmel bekämpfen muss. Das Schiebe-/Hebedach lasse ich einen Spalt weit offen. So kann die Luft zirkulieren. Manch einer stoppft noch einen öligen Lappen in den Auspuff, aber das spar ich mir.  Damit der Oldie nicht verstaubt, bekommt er ein luftdurchlässiges Deckchen.

5. Strom?
Bliebe noch die Batterie. Wer ein Ladegerät und einen Stromanschluß in der Garage hat, kann sich glücklich schätzen. Da ich diesen Luxus leider noch nicht habe, löse ich den Minuspol der Batterie und vertraue auf die Haltbarkeit von Blei und Säure. Bisher hats ja auch noch immer geklappt!

Tja, das wars. Jetzt heisst es: Tor zu und auf den Frühling warten. Der Winter kann ja nicht ewig dauern…

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