Neuwagen unter 10.000 Euro kaufen? Welche gibt es?

Heute sprechen wir mal über Neuwagen! Neuwagen unter 10.000 Euro und da gibt es mehr als man sich vorstellen mag. Vom Kleinwagen bis zum Kombi ist da nun wirklich fast alles dabei, okay – fast alles, denn ein neues Cabriolet für unter 10.000 Euro gibt es (noch) nicht:

Chevrolet Spark

Ab 8.990 Euro gibt es bei Chevrolet einen Chevrolet Spark 1.0 Liter mit 68 PS, Schaltgetriebe und (natürlich) Frontantrieb. Ganz klar gehört er mit einer Länge von 3,6 Metern und dem Wendekreis von 9,9 Meter zu den kleinen, agilen Stadtflitzern. Der Kofferraum schluckt 170 Liter und das Volumen kann man vergrößern wenn man die Rücksitzbank umklappt.

5 Sitzplätze bietet der Spark, wobei man ehrlich gesagt hinten auch nur zu viert über „längere Strecken“ sitzen möchte. Bei den Bremsvorgängen vertraut man vorne den Bremsscheiben und hinten wird noch getrommelt, doch ganz ehrlich? Das ging früher, das geht auch heute noch. Zu den serienmäßigen Ausstattungen gehören ABS, ESC und 6 Airbags. Der Beifahrerairbag lässt sich manuell abschalten. Der Fahrersitz ist in der Höhe einstellbar und anstatt einem Reserverad gibt es hier ein Reifenreparaturset.

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Citroen C1

Den Citroen C1 gibt es als „Attraction“ auch schon für 9.990 Euro, dann allerdings nur in Lipizan-Weiß. Andere Farben kosten 100 bzw. 420 Euro Aufpreis. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die den 68 PS starken 1.0 Liter 3-Zylinder noch etwas aufwerten möchten. Serienmäßig gibt es für den 5-Türer einen ganz kleinen Wendekreis! 9,5 Meter! Der Kofferraum fasst 139 Liter, die Rückbank kann man umlegen. Optional gibt es (gegen Aufpreis) einen Deckel für das Handschuhfach und weitere optische Veränderungen.

Bei den Sicherheitsfeatures spielt der Citroen C1 ebenfalls oben mit: Serienmäßig verbaut ist z.B. das ABS mit elektronischem Bremskraftverteiler, der Frontairbag für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags für Front- und Rücksitzpassagiere, ein Kurvenbremsstabilisator und die elektrische Servolenkung lässt sich leicht durch das höhenverstellbare Lenkrad bedienen. ESP mit ASR (Elektronisches Stabilitätsprogramm mit Antischlupfregelung) ist auch noch verbaut. Der 3,4 Meter lange Stadtflitzer hat ein Drehmoment von 95 Nm und damit das nicht überfordert wird, bietet er auch nur 4 Personen einen Sitzplatz. Das ist wenigstens ehrlich.

Dacia Logan, Dacia Lodgy, Dacia Sandero

Die Marke Dacia dürfte inzwischen bekannt sein, oder? Im Bereich der günstigen Neuwagen unter 10.000 Euro darf ich nun gleich drei Fahrzeuge präsentieren. Zum einen den Dacia Sandero den es ab 6.990 Euro gibt, dazu den Dacia Logan MCV der ab einen Preis von 7.990 Euro an den Start geht und selbst der Dacia Lodgy ist mit einem Startpreis von 9.990 Euro noch unter der magischen Grenze.

Schon bei der günstigsten Version vom Sandero sind nachfolgende Features serienmäßig verbaut: ABS mit EBV und Bremsassistent, Wegfahrsperre, ESP mit ASR, Frontairbag für Fahrer und Beifahrer, auch hier ist der Beifahrerairbag deaktivierbar, Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer und und und… das gilt übrigens auch für die anderen beiden Fahrzeuge.

Bleiben wir beim Sandero. Mit dem 1.2 16V bringt er 75 PS auf die Straße und ist dabei etwas über 4 Meter lang. Die Zuladung beträgt 484 kg und wenn man ein paar Euro drauf legen mag, kann man sich den Kompaktwagen sogar noch richtig schön konfigurieren. Das gilt auch für den Dacia Logan MCV – dem vermutlich günstigsten Kombi, den man zur Zeit in Deutschland kaufen kann. Mit einem Gepäckvolumen von 573 bis zu 1.518 Litern muss er sich nicht wirklich verstecken. Verstecken muss sich auch nicht der Dacia Lodgy, auch wenn man ihn sehr schnell über die 10.000 € Marke bringen kann.

Dacia – eigentlich eine recht clevere Idee von Renault – denn bei den Preisen überlegt man sich wahrlich zweimal ob man sich anstatt eines Gebrauchtwagens nicht lieber doch einen Neuwagen gönnt.

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Fiat Panda

Ab 9.290 Euro bekommt man hier z.B. einen 1.2 Liter Fiat Panda mit 69 PS. Hier gibt es dann neben den Airbags (auch hier lässt sich der Beifahrerairbag deaktivieren) Kopfairbags vorne und hinten. Das Lenkrad ist in der Höhe verstellbar und hängt an der elektrischen Servolenkung. Auch der Fiat Panda zeigt sich mit Iso-Fix Befestigungen hinten.

Doch wenn ich euch einen Tipp geben darf? Gönnt euch eine Ausstattung über der Basis-Version, dann sieht der Fiat Panda gleich eine ganze Spur besser aus und preislich gesehen bleibt ihr auch noch unter 10.000 Euro. In der sogenannten „POP“ Version gibt es ab 9.890 Euro dann nämlich schon die manuelle Klimaanlage mit Pollenfilter, das Autoradio mit MP3-fähigem CD-Player, 6 Lautsprecher und einer Dachreling. In der Version bekommt die Zentralveriegelung dann auch die Funkfernbedienung.

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Ford Ka

Bei Ford lassen wir heute mal „nur“ den Ford Ka gelten, auch wenn es zur Zeit den Ford Fiesta, dank besonderen Angebotswochen, in der Basisversion für 8.990 Euro gibt. Der Ford Ka wird normalerweise ab 9.140 Euro angeboten, zur Zeit liegt er bei 7.990 Euro und ist damit wirklich einen Blick wert. Auch der Ford Ka wird von einem 1.2 Liter Motor befeuert, der 69 PS unweigerlich auf die Vorderachse transportieren will.

Der Kofferraum schluckt 224 Liter und der Innenraum? Der nimmt 4 Personen auf. Überzeugend ist der Wendekreis, der liegt bei 9,1 Metern. Der Preis gilt übrigens nur für die Farbe „Jump“ – Weiß oder Rot kosten 180 Euro Aufpreis und die Metallic-Lackierungen schlagen noch einmal mit 525 Euro zu Buche. Kritikpunkt? Das elektrische Sicherheits- und Stabilitätsprogramm (ESP) + ASR gibt es nur optional und gegen Aufpreis, die Seitenairbags und die Kopfairbags ebenfalls.

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Kia Picanto

Ist euch schon was aufgefallen? Viele der vorgestellte Fahrzeuge hatten 69 PS unter der Haube, das bleibt auch nun so, denn der Kia Picanto fährt ab 8.990 Euro mit einem 1.0 Liter 3-Zylinder mit genau dieser Leistung. Der reddot-Gewinner 2012 bietet serienmäßig ein höhenverstellbares Lenkrad, ein aktives Bremslicht (blinkt bei einer Vollbremsung), ABS mit Bremskraftverteilung, Gurtwarner, Front- und Seitenairbags und eine Wegfahrsperre.

An allen Sitzplätzen gibt es zudem noch höhenverstellbare Kopfstützen. Die Servolenkung wird elektrisch unterstützt und der Kia überzeugt durch kleine pfiffge Details wie z.B. dem Komfort-Blinker. Der Preis ist heiß, aber nur in weiß – mag man schwarz, zahlt man 460 Euro drauf.

Mitsubishi Space Star

5 Sitzplätze bietet der Mitsubishi Space Star, mit einem Kofferraumvolumen von 235 Litern bietet er für die Stadt ausreichend Platz und genau die Stadt ist auch sein Revier. Für den Basispreis von 8.990 Euro bekommt man den 71 PS starken 1.0 MIVEC – sprich den Benziner mit Schaltgetriebe. Aber auch hier gilt: Nur (Island)-Weiß ist heiß, also beim Preis. Alle anderen Farben kosten 450 Euro Aufpreis.

Bei den Sicherheitsfeatures kann der Space-Star allerdings glänzen: Dreipunkt-Automatikgurte vorn, mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer, hinten links und rechts ISOFIX-Befestigungen, ABS mit Bremskraftverteilung, Airbags vorne, Kopf, Seite, Komfortblinker, Bremsassistent, Wegfahrsperre, Servolenkung, Gurtwarner, elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle. Dazu kommt noch eine Wärmeschutzverglasung rundum zum Einsatz, die im Sommer die Hitze etwas besser draußen halten soll.

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Peugeot 107

In der Version Access (also der Einstiegsvariante) vom Peugeot 107 gibt es (auschließlich) den 3 Türer für 9.750 Euro. Dafür gibt es dann einen 1.0 Liter 3-Zylinder Benziner mit 68 PS, einem Kofferrraumvolumen von ca. 130 Liter und 4 Sitzplätzen. Das höhenverstellbare Lenkrad hängt an der elektrischen Servolenkung, die geschwindigkeitsabhängig unterstützt wird. Für die Sicherhiet gibt es 4 Airbags, das ABS mit einem elektronischen Bremskraftverteiler und der Peugeot 107 verfügt serienmäßig auch über das ESP mit ASR. Sonderfarben? Nur gegen Aufspreis!

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Renault Twingo

Vom Renault Twingo wird es bald einen Nachfolger geben, bis dahin gibt es den 1.2 LEV 16V mit 75 PS noch ab 9.990 Euro in der „Expression“ Ausstattung. ESP, ASR gibt es nur gegen Aufpreis und wer umklappbare und verschiebare Einzelsitze hinten haben möchte (die ich wirklich nur empfehlen kann) muss eine andere Ausstattungsvariante wählen und ist dann auch schon über 9.990 Euro.

Seat Mii, Skoda Citigo und VW up!

Mit diesen drei Fahrzeugen schließen wir diese Runde und das obwohl uns durchaus bewusst ist, dass es noch zwei, drei weitere Neuwagen unter 10.000 Euro gibt. Die glorreichen 3 aus dem VW-Konzern sind technisch baugleich und unterscheiden sich nur optisch, sowie vom Preis.

Der Citigo wirbt mit einem Laderaum zwischen 251 und 951 Litern und Platz für 4 Personen. Unter der Haube? In dem Fall der 1.0 Liter 60 PS Benziner. Egal ob 3 oder 5 Türer, unter der magischen 10.000 Euro Grenze kann man bleiben, wenn man sich nicht im Konfigurator verklickt.

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Kritikpunkt: Die elektrischen Fenster vom Beifahrer lassen sich nicht von der Fahrerseite aus verstellen. Den VW up! gibt es in der Liste auch ab 9.975 Euro, doch realistisch wird man hier nicht mit zu Recht kommen… ab 26.900 Euro gibt es den VW up! übrigens als rein elektrisch betriebenes Fahrzeug, aber das ist ein anderes Thema. Serienmäßig ist der VW up! mit einem elektronischen Stabilisierungsprogramm inkl. Berganfahrassistent, ABS mit Bremsassistent, ASR, EBV und MSR sowie mit Airbags für Fahrer und Beifahrer ausgestattet. Der Beifahrerairbag lässt sich deaktivieren und die Servolenkung funktioniert elektromechanisch.

Fazit: Ich mach es kurz, egal für welchen Kleinwagen ihr euch entscheidet, in der Preisklasse kann man fast keinen Fehler machen.

Von der Qualität her sind alle ihr Geld wert, jetzt entscheidet nur noch Optik, Haptik und vermutlich die Ausstattung. Da muss man dann halt sehen, was man unbedingt haben möchte und was noch ins Budget passt. Beim Dacia Kombi bekommt man vermutlich den größten Nutzwert vom Platz. Wer aber einen kleinen Cityflitzer sucht, ist mit dem vermutlich auch falsch beraten.

Neuwagen unter 10.000 Euro gibt es, nun müsst ihr euch nur noch für einen entscheiden 😉

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