Neuwagen der Woche: Der Nissan Juke Nismo! Fahrbericht und weitere Meinungen!

Er ist nicht mehr ganz taufrisch der Nissan Juke Nismo, wird aber nun trotzdem unser Neuwagen der Woche. Der Grund dafür? Der normale Nissan Juke ist mir nun fast täglich im Straßenverkehr aufgefallen. Fernab von der eigentlich angedachten Zielgruppe von Nissan, es sei denn bei Nissan hatte man das Fahrzeug tatsächlich für meinen Vater gedacht.

Mein Vater ist 63 Jahre alt und würde sich wohlfühlen. Der Grund liegt auf der Hand: Je älter man wird, desto weniger Platz benötigt man (die Kinder sind aus dem Haus) und man hätte gerne eine erhöhte Sitzposition. Beides bietet der Nissan Juke – denn für eine Familie bietet der kleine Crossover eindeutig zu wenig Platz und die hohe Sitzposition ist unstrittig vorhanden.

Mein Vater fuhr stets sportliche Fahrzeuge, auch wenn er inzwischen einen kleinen Cityflitzer hat, kann er sich auch heute noch mit Fahrzeugen der 200 PS Klasse anfreunden. Genau in der Klasse spielt der Nissan Juke Nismo mit und wenn ich so meinen Blick schweifen lasse, dann sehe ich im Nissan Jule Nismo stets Menschen im Alter von meinem Vater – also nicht mehr ganz so jung, trotzdem noch sehr dynamisch und vor allem eins: modern! Der Nissan Juke gefällt auf Grund seiner Form sicherlich nicht jedermann, in der Juke Nismo Version wird er noch mehr polarisieren.

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Nissan hatte den Nissan Juke in diesem Jahr noch einmal nachgeschärft. Als „Nismo“ (steht für Nissan Motorsport) Version kommt er mit einer geänderten Aerodynamik, etwas mehr Leistung und einem verbesserten Fahrwerk um die Kurve. Im Innenraum dominieren die sportlichen Sitze und der Fahrer blickt auf eine sportliche Anzeige. Die Mittenzentrierung am Lenkrad lässt Rallye-Gene erahnen und ja, ich darf gestehen, mit dem Nissan Juke Nismo kann man auch „tief“ durch die Kurven fliegen.

Gefahren sind, wir im „Hinterland“ von Barcelona, den 1,6 Liter Juke mit Handschaltung und ohne Allrad. 200 PS schlummern unter der Haube, es sei denn der Fahrer drückt den Startknopf. Dann wird der kleine Motor geweckt und die Auspuffanlage quittiert das durch einen schönen sonoren, aber nicht aufdringlichen, Klang. Das Getriebe lässt sich gut schalten, die Schaltwege sind kurz und knackig.

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Ich hatte es gerade schon erwähnt: Der Kofferraum vom Nissan Juke (egal ob Nismo oder nicht) gehört nicht gerade zu seinen Stärken. Als Crossover wird er lanciert. Ins Gelände wagen würde ich mich mit dem Fahrzeug nicht, aber für den ein oder anderen Feldweg ist er dann doch ausreichend. Die 18″ Felgen und Reifen fühlen sich auf der Landstraße aber viel, viel wohler.

Das Fahrwerk ist sicherlich nicht für Rennsportler (oder diejenigen, die sich dafür halten) gedacht, aber Otto Normal und seine Gattin Berta werden es selbst bei flotterer Gangart kaum in die physikalischen Schranken weisen. Ist die Straße nass oder ist es etwas kälter und dementsprechend glatter, dann schiebt der Nissan Juke Nismo auch gerne mal etwas über die Vorderräder bevor die Elektronik das Fahrzeug wieder einbremst.

3.000 € kostet der Aufpreis für die Nissan Juke Nismo Version im Vergleich zum normalen Juke. Dafür bekommt man nicht nur geänderte Front- und Heckstoßstangen, nein auch die Seitenschweller, die anderen Felgen und das geänderte Interieur sind da schon inklusive. Nicht zu verschweigen die 10 PS Mehrleistung und das angepasste Fahrwerk, welches die Karosserie auch ca. 20 mm näher an die Fahrbahn bringt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h ist er übrigens nicht schneller als der „unsportlichere“ Bruder.

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Mein Tipp: Wer sich für den 190 PS Nissan Juke interessiert, der sollte die 3.000 Euro anlegen und sich von der Masse abheben – wenn einem die Optik denn auch zusagt. Achtung: Den Nissan Juke Nismo gibt es in zwei Ausführungen: Frontantrieb mit 6-Gang Schaltgetriebe und Allradantrieb, dann aber nur in Verbindung mit dem CVT Getriebe welches man unbedingt vorher mal Probe fahren sollte.

Was sagen die anderen?

Jan Gleitsmann: „Ich persönlich finde den Nissan Juke nicht wirklich schön, muss aber dazusagen, dass er ein paar schöne Ansichten hat. Nun haben die Ingenieure aus dem Nismo-Team dem Nissan Juke eine Fronspoiler-Lippe, Seitenschweller und einen Spoiler und einen Diffusor am Heck spendiert. Und ich finde, dass diese Anbauteile dem Wagen gut stehen. Ich finde, dass er dadurch auf eine knuffige Art bullig wirkt. Auch die 18″ Felgen passen meines Erachtens besser zu dem Crossover als die 17″ Alus der “normalen” Serienversion.“

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Milos Willing: „Der Juke Nismo ist ein echter Kurvenflitzer. Trotz gestraffter Abstimmung ist er aber nicht weniger komfortabel und macht so Lust auf enge Kurven und schöne Strecken zum Gas geben. Dafür sorgt die in Japan populäre Motorsport-Tochter der Marke „Nismo“, was eigentlich lediglich für den „Nissan Motorsport“ steht. Der Juke wird als Nismo-Version dank der Überarbeitung des 1,6 Liter großen Turbo-Direkteinspritzers unter der Motorhaube mit nunmehr 250 Nm und einer Leistung von 147 kW/200 PS daher kommen. Die entsprechende Beschleunigung von ca. 7,8 Sekunden auf 100 km/h zeigt da schon was in dem kleinen Nismo so steckt.“

Mikhail Bievetskiy hat erklärt, warum Nissan eigentlich die Nismo Fahrzeuge anbietet: „Analog zu AMG von Daimler und M von BMW, hat man sich darauf verständigt, dass Autos im eigenen Hause auch veredelt werden sollen. Aber was charakterisiert einen typischen Nismo (Nissan+Motorsport)? Eine berechtigte Frage, die ich mir auch gestellt habe. Bei einem Fragen & Antworten-Gespräch mit einigen Nissan-Verantwortlichen hat sich eins herauskristallisiert: die Zugänglichkeit. Man argumentiert in Japan nämlich damit, dass der Preisunterschied zwischen bspw. einem Daimler E500 und E63 AMG zu groß sei.“

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Thomas Gigold: „Das trotzige Mini-SUV macht als Alltagssportler eine gute Figur. Das Nismo-Aeropackage (demnächst auch als Accessoire-Line für den normalen Juke separat zu kaufen) mit grauer Umrandung am Boden, roter Linie um das Fahrzeug, neuen 18-Zoll-Rädern und den roten Außenspiegeln, macht den Juke Nismo optisch aggressiver. Und darauf beschränkt sich die “Aufwertung” nicht.“

Thomas Imhof: „Der erste Aufschlag von Nismo kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Wer sich mit dem etwas halbstarken Outfit anfreunden kann, erhält ein preislich fair positioniertes Modell, das genau diese Extra-Dosis Kraft und diese Extra-Dosis Schärfe im Fahrwerk besitzt, um den Nismo vom Serien-Modell abzuheben. Erstaunlich kommod sind Abrollkomfort und Geräuschniveau, wodurch der Nismo in seiner Charakteristik einem S-Modell von Audi gleichkommt.“

Zu kaufen gibt es den Nissan Juke Nismo in den Farben schwarz, silber oder weiß – der Preis ist heiß, er startet ab 26.680 Euro und bietet dabei schon eine ausgesprochen gute Serienausstattung. Der Verbrauch wird mit kombinierten 7,4-6,9 Liter auf 100 km angegeben. Ich denke wir wissen alle, dass man diesen Wert toppen kann. Die KFZ-Steuern liegen bei günstigen 132 Euro im Jahr.

Geplant waren für den Deutschen Markt 210 Modelle, ob diese in diesem Jahr abgesetzt wurden? Das wurde mir leider nicht beantwortet!

Falls ihr euch für den Nissan Juke interessiert, könnt ihr hier schauen, wie hoch der Versicherungsbeitrag ist.

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