Sieben dicke Schlitten – Gebrauchtwagen nicht nur für den Weihnachtsmann

Wusstet ihr eigentlich, dass der Weihnachtsmann echte Probleme mit einer Zulassung hätte? Alleine die rote Beleuchtung vom Rentier an der Front verstößt gegen §50 StVZO. Für die Beleuchtung der Fahrbahn darf nämlich nur weißes Licht verwendet werden und außerdem müssen es auch zwei Scheinwerfer sein. Rudolf ist als Lichtbringer also nicht gestattet, sehen wir uns also mal sieben andere dicke Schlitten an, die mal viel gekostet haben und nun als Schnäppchen zu bekommen sind.

Jeder Auto-Fan wird es tun, sich hin und wieder mal durch die Gebrauchtwagen-Börsen tummeln bzw. am Samstag einen Blick in den Gebrauchtwagenteil der Zeitung werfen. Natürlich schaut man dann auch mal die Gebrauchtwagen an, die man sich „eigentlich“ gar nicht leisten könnte. Manchmal wird man dort überrascht, denn manche Fahrzeuge haben einen sehr hohen Wertverlust, auch wenn die Hersteller das so natürlich nicht sehen wollen.

Bei Audi z.B. ist man stolz darauf, dass die „älteren Fahrzeuge“ nicht „alt“ aussehen, sondern immer noch ein Teil der Audi-Familie sind. Das Audi A5 Coupé ist ja nun schon ein paar Tage auf dem Markt und es gibt diesen Schlitten auch mit durchaus ansprechenden Antrieben. Wer einen 3.2 Liter V6 Benziner haben möchte, der kann ein nicht ganz 6 Jahre altes Fahrzeug mit einer Laufleistung von gerade mal 74.000 Kilometer für unter 20.000 Euro ergattern. Der Neupreis dürfte um die 45.000 Euro gelegen haben. Eines möchte ich nicht verschweigen: Der Kraftstoffverbrauch liegt im zweistelligen Bereich, das gilt übrigens für fast alle weiteren „dicken Schlitten“ in diesem Beitrag. So sind auch die Kosten für die Steuern, die Versicherung und die Preise für die Ersatzteile auf Luxus-Schlitten-Niveau.

audi-a5-coupe-foto-hersteller-drive-blogFoto: Audi

6-Zylinder sind zuwenig? Der Weihnachtsmann hat schließlich auch acht Rentiere? Kein Problem: Wie wäre es mit einem BMW? Einem BMW 650i? Der 5,0 Liter V8 verfügt über eine Leistung von 367 PS und beschleunigt dank eines Drehmoments von 490 Nm schneller auf Tempo 100 km/h als der Weihnachtsmann „Ho Ho Ho“ sagen kann. Gebraucht bekommt man den sportlichen Münchener (6-7 Jahre alt, ca. 110.000 km gelaufen) für ca. 25.000 Euro. Neu musste man ca. 78.000 Euro über die Ladentheke schieben, bekam dafür aber sogar ein ansprechendes Platzangebot in Fond, Heck und Kofferraum.

Es darf noch etwas sportlicher sein? Wie wäre es mit einer Chevrolet Corvette? Jetzt wo der Nachfolger schon auf dem Markt ist, gibt es den Vorgänger auch wieder etwas günstiger. Gemeint ist die Corvette C6. 6,0 Liter Hub(t)raum, 404 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Viele Geschenke passen allerdings nicht hinein, macht aber auch nichts, denn bei einem Verbrauch von ca. 14-15 Litern kann man ja auch häufiger mal an der Tankstelle shoppen gehen. Gebraucht bekommt man so eine Corvette C6 für ca. 24.000 Euro, neu hat sie ca. 65.000 Euro gekostet.

chevrolet-corvette-foto-hersteller-drive-blogFoto: GM

Der Schlitten vom Weihnachtsmann ist zwar schnell, aber auch offen? Wie wäre es mit einem Cabriolet? Einem mit Stern? Ein Mercedes-Benz Cabriolet? Den CLK gab es als 3.2 Liter Diesel neu ab 50.500 Euro. Gebraucht bekommt man gute Modelle schon für ca. 20.000 Euro. Der 3,0 Liter Diesel Motor bringt eine Leistung von 224 PS auf die Hinterachse. Platz bietet das Cabrio genug für den Weihnachtsmann, seiner Frau und zwei Elfen. In den Laderaum passen 390 Liter Geschenke, die müssen dann nicht einmal flüssig sein.

mercedes-clk-cabrio-foto-hersteller-drive-blogFoto: Mercedes-Benz

Der Weihnachtsmann reist gerne allein? Kein Problem! Wie wäre es mit einem Roadster? Bei Nissan findet man aktuell den 370Z im Sortiment. Den Vorgänger gibt es zu Preisen ab ca. 15.000 Euro zu kaufen. Dafür bekommt man einen kompakten Sportler mit langem Radstand und Stoffverdeck. Platz gibt es zwar in der kleinsten Hütte, aber nicht wirklich im 350Z. Dafür gibt es in der kleinsten Hütte aber auch nicht so viel Fahrspaß. Neu hat so ein 350Z Roadster mal ca. 40.000 Euro gekostet, der Wertverlust hält sich also im Vergleich zu den anderen Modellen noch in Grenzen. Grenzenlos ist manchmal der Durst, die Zylinderräume werden gerne mit Super+ durchspült.

nissan-350z-foto-hersteller-drive-blogFoto: Nissan

Super+ hätte auch gerne der V8-Benziner vom Porsche Cayenne S. Das Fahrzeug gab es zu einem Neupreis ab 66.000 Euro. Wer Glück hat, findet ein Modell für 25-26.000 Euro. Dafür bekommt man 385 PS, Allradantrieb, viel Kraft und einen Verbrauch, der fast ins zweistellige geht. Irgendwas ist halt immer…

…kommen wir zum siebten Streich, zu dem Fahrzeug mit dem höchsten Wertverlust. Dem Luxus-Fahrzeug, welches teilweise in Handarbeit hergestellt wird. Neu selten unter 60.000 Euro verkauft, bekommt man das Modell nun für ca. 16-17.000 Euro. Die Rede ist vom VW Phaeton. Dafür bekommt man dann z.B. einen 233 PS starken V6-Turbodiesel, der – wenn der Weihnachtsmann einen leichten Gasfuß hat – den Verbrauch sogar noch im knapp einstelligen Bereich belassen kann. Viel Platz und vor allem auch viel Luxus. Die Luftfederung gibt einem das Gefühl über die Straße zu schweben und tut das nicht auch der Weihnachtsmann?

vw-phaeton-foto-hersteller-drive-blogFoto: VW

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