1984-2014 – Diese Gebrauchtwagen sind nun bald alle über 30 Jahre alt!

Frohes Neues Jahr! Was für eine Ehre! Ich darf euch mit diesem Beitrag aber nicht nur Glück wünschen sondern euch auch in diesem Jahr Willkommen heißen. Das es im Jahr 2014 ein paar Veränderungen gibt, dass hatte Verena ja bereits beleuchtet und falls es gestern Nacht zu sehr geknallt hat, dann kann Ela euch vermutlich weiterhelfen. In diesem Beitrag geht es um ganz besondere Gebrauchtwagen, nämlich die – die in diesem Jahr schon mit einem H-Kennzeichen ausgestattet werden könnten. Einigen seht man es gar nicht an, doch es ist wirklich wahr – all die nachfolgenden Fahrzeuge werden 2014 bereits 30 Jahr!

Ein Fahrzeug ist neu oft ziemlich teuer, mit 10 Jahren ist man dann ein guter Gebrauchtwagen, wird mit 20 zu einem Youngtimer und mit 30 dann wieder richtig wertvoll, denn dann ist ein Automobil ein historisches Fahrzeug und auf die Geschichte ist man ja besonders stolz. Geschichtlich betrachtet ist 1984 auch ein wichtiges Jahr gewesen für den Automobilbau, denn in den ersten Großserien wurde der G-Kat eingesetzt. Wisst ihr eigentlich wie so ein Katalysator funktioniert bzw. was er macht? Kurzer Technik-Exkurs gefällig? Gerne:

Der Katalysator dient dazu die Schadstoffe, die bei der Verbrennung im Motorraum entstehen, in unschädliche Stoffe umzuwandeln. Das funktioniert bei einigen Schadstoffen ganz, bei anderen zum Teil. Fakt ist: Die Abgase die durch einen Katalysator „veredelt“ wurden, sind besser für die Umwelt. Veredelung ist auch schon der richtige Begriff, denn der Katalysator macht nichts anders. Die Abgase durchströmen ein warbenartiges Geflecht. Dort befindet sich auch die katalytisch arbeitende Schicht (aus Platin, Rhodium und Palladium) die z.B. das Kohlenmonoxid (CO) und die Stickoxide in unschädlichere Stoffe umwandelt. Es gibt Katalysatoren mit Keramik bzw. Metallträger. Keramik ist zwar empfindlicher gegen Stöße, dafür lässt sich der KAT später auch besser recyclen. Im Motorsport werden in der Regel Metall-Kats eingesetzt. Die optimale Arbeitstemperatur von so einem KAT liegt zwischen 400 und 800°C, wird der Kat zu heiß, dann zerstört sich die eben vorgestellte katalytische Schicht.

Zurück zum eigentlichen Thema, welche Fahrzeuge gibt es denn nun schon seit fast 30 Jahren?  Da hätten wir z.B. aus Stuttgart den Mercedes 200 bis 300 E, aus Wolfsburg den VW Golf 2 als Diesel (GTD), aus Bochum den Opel Kadett E als sportlicher GSI. Im Jahr 1984 kam auch der Suzuki SJ 413 auf den Markt, das Gleiche gilt für den eckigen Renault Espace und den Saab 900 Turbo. Da gerade das letzte Modell oft serienmäßig geblieben ist, sehe ich hier noch eine gute Chance, auch demnächst welche mit H-Kennzeichen zu sehen. Bei den Opel Kadett E GSI Modellen sehe ich da eher schwarz, wobei zeitgenössisches Tuning ist ja auch bei den H-Kennzeichen gestattet. Ein Toyota MR2 wurde früher oft für sogenannte Kit-Cars benutzt, inzwischen werden die ersten Modelle auch schon 30 Jahre alt – wenn sie denn noch original geblieben sind. Mit dem Namen „MR2“ machte sich in Toyota nicht gerade einen guten Ruf in Frankreich, wird der Typ dort doch in etwa wie „merde“ ausgesprochen. Der erste SEAT Ibiza lief auch vor 30 Jahren vom Band. Wusstet ihr eigentlich, dass SEAT erst seit dem Jahr 1986 zum VW Konzern gehört? Vorher schlossen die beiden Unternehmen ein Produktions- und Wirtschaftsabkommen. Es ist übrigens auch kein Gerücht, dass Porsche Mitarbeiter und Ingenieure teilweise einige Teile vom SEAT Ibiza modifizierten, der kleine Teufel versteckt sich dort also im Detail.

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Eines haben fast alle Fahrzeuge aus der Epoche gemeinsam: Wenn sie rasten, dann rosten sie. Rost setzt sich allerdings auch bei den meisten Fahrzeugen durch wenn diese in Bewegung sind. Gerade der Opel Kadett E (egal ob GSI oder normales Modell) war bekannt für seine „stahlfreien Edelrost“ Ecken. Aus dem Grund sind inzwischen die meisten Modelle schon auf den Schrottplätzen des Landes verteilt und warten dort auf ihr bitteres automobiles Ende. Anders sieht es aus mit der alten E-Klasse, dort gibt es zwar auch die ungewollte Verbindung zwischen Metall, Sauerstoff und H2O, doch das Modell kann sich auch heute noch sehen lassen.

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Habt ihr eigentlich gute Vorsätze geschmiedet? Ich nicht, denn ich habe noch welche aus dem Jahr 2013 übrige die ich noch erfüllen muss, aber für euer eigenes Auto, da könnt ihr euch für dieses Jahr etwas vornehmen: Autopflege! Wie oben schon erwähnt, werden die Fahrzeuge ja später wieder richtig interessant und wertvoll, allerdings nur wenn der Pflegezustand stimmt. Einen abgerockten Gebrauchtwagen, den kauft man ja nicht einmal nach einer durchzechten Silvesternacht im Affekt, aber so eine richtige Perle, für die man in den Tiefen der Automobilbörsen tief tauchen musste, ja die entdeckt man doch wahrlich gerne und ist dann auch bereit einen höheren Preis zu bezahlen.

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Das wussten auch Opel Kadett E GSI Cabrio Besitzer, denn die hatten schon damals ein besonders schönes Fahrzeug und genau diese Modelle sind in der Regel besser gepflegt und dementsprechend auch selten und teurer. Gut gepflegter Lack, Leder auf den Sitzen, Stoff auf dem Dach! Der Opel Kadett E als Wertanlage? Vermutlich nicht! Aber wer ein „rostfreies“ Exemplar entdeckt freut sich über günstige Ersatzteilpreise. Das Cabrio wurde übrigens von Bertone entwickelt, aber auch da heißt es „genau hinsehen“, denn auch bei der Variante kann alles rosten was nicht gerade aus Kunststoff ist. Der Rost versteckt sich aber nicht nur in der letzten Ritze, sondern zeigt sich gerne an den hinteren Radläufen, hinter den Stossstangen, Kotflügel vorne, Türenkanten unten, direkt am  Querlenker Batterieaufnahme, Abgasanlage, ja sogar die Federaufnahme sollte man im Blick haben. Die gleichen Punkte muss man sich auch beim SEAT Ibiza ansehen und beim VW Golf 2 kommt noch die Heckklappe dazu. Auch beim VW Golf 2 gibt es viele günstige Ersatzteile. Beim ersten Renault Espace oder beim Toyota MR2 sehe ich da eher rot. Ganz und gar nicht rot sehe ich bei den Opel Motoren, die neigen zwar zum „ölen“, aber ein gut geölter Motor kann schließlich nicht rosten.

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