Mein erstes Auto: Anka – Fiat Panda – Der süße, kleine Italiener

Endlich 18! Ist das nicht der Wunsch jedes Teenagers? Ganz alleine am Steuer sitzen und sich endlich frei bewegen können.

Ich kann mich an meinen 18. Geburtstag noch gut erinnern. Alle meine Freunde hatten schon den Führerschein und manche hatten sogar ein eigenes Auto: gebraucht, farblich eher ein Dorn im Auge – aber immerhin ein eigenes Auto, mit dem man überall hinfahren konnte.

Hoffen auf einen Fiat Uno oder 3er Golf

Insgeheim habe ich ja darauf spekuliert, ein Auto zum Geburtstag geschenkt zu bekommen. Meine Wünsche gingen in Richtung Fiat Uno oder 3er Golf. Und da ich das so oft bei meinen Eltern platziert habe, habe ich im tiefsten Inneren gehofft, dass sie mir diesen Wunsch erfüllen. In Gesprächen hatte ich sogar meinen Farbwunsch immer mal wieder erwähnt.

Dann kam mein großer Tag: Mein 18. Geburtstag! Kurz nach dem Aufstehen wurden mir die Augen zugebunden und meine Eltern führten mich auf den Hof. Ich spürte wie die Aufregung und Freude in mir emporstiegen und mir wurde schon ganz warm ums Herz. Im Hof angekommen, durfte ich die Augenbinde abnehmen. Ich kann mich heute noch daran erinnern, wie mir alle Gesichtszüge entglitten. Ein schwarzes Gefährt auf vier Rädern, verpackt mit einer roten Schleife. Es war ein funkelnagelneuer FIAT – sogar mit passendem Blümchendekor an der Seite.

Fiat Panda

Meinen Eltern waren ganz aufgeregt, meine Reaktion endlich sehen zu können. Ich stand da und hätte losheulen können. Ein FIAT PANDA mit 34 PS sollte mich nun von A nach B bringen. Es war ein Alptraum. Statt Dankbarkeit konnte ich nur tiefste Enttäuschung zeigen. Und für dieses Verhalten schäme ich mich heute noch.

Gesagt getan – ich habe ich mich mit meinem neuen Gefährt angefreundet. Der kleine italienische Traum begleitete mich fünf Jahre lang und brachte mich überall hin. Auch mit fünf Personen beladen, schafften wir jeden Berg. Die Angst am Berg eher zurückzurollen stand uns allen ins Gesicht geschrieben. Wir haben gelacht und geschrien, aber wir kamen immer an. So viel Spaß hatte ich mit keinem anderen Auto!

Auch die Überholmanöver mit ganzen 34 PS waren jedes Mal eine wagemutige Angelegenheit. Ich musste das Gaspedal durchdrücken, aber bei 34 PS ist die Beschleunigung eher zäh. Lichthupen von den großen Flitzern, die sie ja für mich alle waren, waren keine Seltenheit. Aber als junges Mädchen habe ich mich davon nicht großartig beirren lassen, sondern hielt mich ordnungsgemäß an das Tempo und fuhr immer schön langsam.

Im Winter war ich wahrscheinlich die Einzige, die Ihre Scheibe auch von innen freikratzen musste. Leider war die Dichtung an den Lüftungsschlitzen eine Fehlkonstruktion beim Fiat Panda.

Eine richtige tolle Erfindung war das Handschuhfach. Es handelte sich dabei um eine offene Ablage, wo wirklich ganz viel reinpasste – im Gegensatz zu den heutigen Klapphandschuhfächern, wo manches Servicebuch schon das Handschuhfach mehr oder weniger ausfüllt.

Zurückblickend war mein Panda ein wirklich tolles Auto, mit dem ich ganz viele schöne Erinnerungen verbinde.

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