Honda CR-V gebraucht kaufen? Fahrbericht, Test, Kaufberatung…

Gefahren bin ich einen Honda CR-V 2.2 i-DTEC Lifestyle 4WD. Was versteckt sich hinter der Bezeichnung? Ein 2.2 Liter Diesel-Motor, welcher über eine Leistung von 150 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Nm verfügt.

Der Crossover-SUV beschleunigt damit innerhalb von ca. 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h und läuft ca. 190 km/h schnell. Das 4WD steht für das Allrad-System. Im Honda CR-V ist kein permanenter Allradantrieb verbaut, hier werden in der Regel die Vorderräder angetrieben. Sollten die Räder an der Vorderachse sich allerdings schneller drehen als die hinteren Räder (die Räder würden in dem Fall durchdrehen) wird die Leistung auf die hinteren Räder gegeben.

Was kann ich an diesem Fahrzeug loben, was würde ich kritisieren und kann ich euch den Honda CR-V als Gebrauchtwagen empfehlen?

Kritisieren könnte man z.B. die Zuladung. Auch wenn das Kofferraumvolumen mit über 600 Litern lockt, liegt die Zuladung gerade mal bei 470 Litern. Da könnte es bei einer vollen Ausladung schon mal eng werden.

Eng wird es auch bei der Rundumsicht. Durch die doch sehr markanten und breiten C-Säulen sieht man nach hinten nicht wirklich viel. Gerade beim Einparken in der Stadt muss man sich dann doch auf die Spiegel oder auf die elektronischen Helferlein verlassen. Das Display der Rückfahrkamera (sofern verbaut) ist relativ klein und ziemlich weit weg vom Fahrer platziert. Ihr solltet drauf achten und entscheiden, ob euch das ausreicht.

Mir persönlich fehlen im Innenraum ein paar Ablageflächen, da dürfte es in so einem großem Fahrzeug doch noch „etwas mehr“ geben.  Bei den Sitzen fehlt es mir persönlich etwas an Seitenhalt, aber man darf nicht vergessen, dass man in einem SUV und nicht in einem sportlichen Wagen sitzt.

Das gleiche gilt natürlich auch für das Fahrwerk, welches durchaus komfortabel abgestimmt ist, den höheren Schwerpunkt aber auch nicht immer ausgleichen kann.

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Loben möchte ich die Geräuschentwicklung. Selbst auf der Autobahn bei 130-140 km/h ist es im Innenraum angenehm leise.

4 Personen finden ohne weitere Probleme Platz im Honda CR-V und dank dem 2.2 Liter Diesel Antrieb ist man damit auch nicht untermotorisiert.

Loben möchte ich außerdem, da es immer noch nicht Standard ist, dass die hinteren Fenster über einen Einklemmschutz verfügen. Fahren die Scheiben hoch, können sich Kinder oder unbeholfene Erwachsene so nicht die Finger verletzen bzw. sich wehtun. Die elektrischen Fensterheber hinten sind auch von vorne „sperrbar“ und natürlich gibt es für die beiden hinteren Türen auch den „Kinderschutz“, so dass die Kinder die Türen nicht von innen öffnen können. Hinten gibt es eine Innenraumbeleuchtung und die Kindersitze lassen sich ohne Probleme entweder über ISO-FIX oder über den normalen Gurt befestigen.

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Ich hatte es in der Einleitung schon geschrieben, das Fahrzeug verfügt über einen Allradantrieb. Doch jetzt mal unter uns, wann hat denn so ein SUV das letzte Mal wirklich unbefestigten Boden gesehen? Mal über einen Waldweg, mal über eine Sandpiste, mal zum Baggersee? Ansonsten stehen diese Fahrzeuge doch vor Kindergärten, Schulen und das ist auch gut so.

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Dank dem intelligenten Allradsystem fällt der Honda CR-V nicht einmal negativ beim Kraftstoffverbrauch auf. Wir konnten ihn damals mit einem Durchschnittsverbrauch von 8 Litern auf 100 km bewegen. Gefahren sind wir den Schalter, der sich durchaus schaltfaul hat fahren lassen. Die Position des Gangwahlhebel ist dabei ideal gewählt. Die Fahrzeuge mit Schaltgetriebe verfügen außerdem noch über die Start-Stop Funktion, die ebenfalls Kraftstoff einspart.

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Ziehen darf der Honda CR-V 2.2 DTEC 1.7 Tonnen, der Kofferraum ist wie oben schon angedeutet sehr groß und vor allem gut nutzbar. 2 Jumbo und 4 Kabinen-Trolley passen ohne Probleme hinein. Klappt man die Rücksitze um hat man ein Volumen von 1.650 Litern und eine fast 1,75 Meter lange Fläche zur Verfügung.

Wer auf der Suche nach einem SUV ist, der darf sich den 4,57 Meter langen und 2,09 Meter breiten Honda CR-V durchaus mal genauer ansehen. Wer keinen Diesel möchte, darf den 2.0 Liter Benziner wählen. Den gibt es dann auch als reinen Fronttriebler für diejenigen, die keinen Allradantrieb benötigen.

Der Diesel kommt mit einem 58 Liter Tank um die Kurve, welcher eine Reichweite von 1.000 km ermöglichen könnte, wenn man den NEFZ-Verbrauch von 5,6 Litern schafft.

Neu gab es den Honda CR-V zu Preisen um die 30.000-35.000 Euro, inzwischen gibt es Jahreswagen mit geringer Laufleistung für 20.000-22.000 Euro. Fahrzeuge mit höheren Laufleistungen, die entsprechend auch etwas älter sind, sogar weit unter 20.000 Euro.

Ansehen sollte man sich die Kunstoffe im Innenraum, die sind nämlich recht anfällig für Kratzer. Sagt einem die Haptik zu, dann sollte man auch eine Gebrauchtwagengarantie in Anspruch nehmen bzw. die – wenn möglich – verlängern. Bei der Probefahrt auf Geräuschentwicklungen achten und vor allem alle technischen Funktionen überprüfen (auch die Klimaanlage).

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