Live aus Detroit: Die Messe-Highlights der NAIAS 2014

In Detroit findet nun bereits zum 25. Mal die NAIAS – also die North American International Auto Show- statt. Neben dem Automobil-Salon in Genf gehört sie zu den wichtigsten Automobil-Messen der Welt. Über 5.000 Journalisten waren an den ersten beiden Tagen vor Ort und ca. 1/3 von diesen Journalisten kamen aus dem internationalen Ausland. Der Anteil an deutschen Journalisten war gefühlt etwas höher, denn an jeder Ecke hörte man die vertraute Sprache. Doch was haben die deutschen Automobilhersteller auf der NAIAS 2014 präsentiert? Ich nehme euch mit durch die Messe-Halle und zeige euch die Höhepunkte der deutschen Hersteller und natürlich auch ein paar weitere Messe-Highlights.

Audi

Audi zeigt mit dem Audi allroad Shooting Brake Quattro einen Ausblick auf den kommenden Audi TT, interessant könnte auch der Antrieb sein. Bei der Studie ist ein Plug-In Hybrid mit einer Leistung von insgesamt 408 PS verbaut. Dieser sorgt für eine Beschleunigung von 0-100 in 4,6 Sekunden. Dabei darf man nicht vergessen, dass dieses Concept-Fahrzeug 1,6 Tonnen wiegt. Laut NEFZ soll dieses Concept gerade mal 1,9 Liter Kraftstoff verbrauchen – der Elektrounterstützung sei Dank. Die Kraft gelangt, Quattro-typisch, an alle 4 Räder.

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Vier Räder hat auch die gepanzerte „Security“ Version vom Audi A8L. Von außen sind kaum Unterschiede zu erkennen und das unterstreicht die Sicherheit dieser Luxus-Limousine, denn welcher Star möchte schon bekannt geben, dass er „Angst“ hat?

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BMW

Während Audi sich zurückhaltend gibt und das aktuelle Produktportfolio und eine Studie zeigt, lässt BMW es so richtig krachen! Neben dem neuen BMW 2er Coupé feierten nun auch die BMW M3 Limousine und das BMW M4 Coupé ihre Premiere. Bei beiden letzteren Modellen arbeitet ein 4.0 Liter 6-Zylinder unter der Haube. Von 0 auf 100 km/h geht es innerhalb von 4,1-4,3 Sekunden. Wer vermisst denn da noch den schweren V8 unter der Motorhaube? Die Fahrzeuge wurden leichter, somit vermutlich spritziger und vor allem effizienter.

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Das BMW 2er Coupe ist länger als der Vorgänger (BMW 1er Coupe) und bietet Fahrer und Mitfahrer nun mehr Platz im Innen- sowie im Kofferraum.

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BMW Mini

Der neue Mini bekommt auch eine John Cooper Works Version. Hier in Detroit sieht man das Concept. Leistungsdaten sind noch nicht bekannt. Während hier in den USA die NAIAS stattfindet, finden auf ausgewählten Testrouten bereits die Abstimmungsfahrten statt. Man munkelt etwas von 220 PS, die der neue Mini John Cooper Works haben könnte.

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Natürlich wurde auch „nur“ der neue Mini präsentiert. Auch er ist etwas gewachsen und größer geworden. Genau gesagt: 10 cm länger und 5 cm breiter. Damit zeigt sich der neue Mini echt Maxi und überzeugte mich vor allem durch den neu gestalteten Innenraum.

Chevrolet

Chevrolet zieht sich aus Deutschland zurück, was uns bleibt ist der Camaro und die Corvette. Die neue Corvette Z06 bekommt nun mehr Druck. 6.2 Liter – 625 PS! Kein Geheimnis: Auch bei der Chevrolet Corvette kommt deutsche Technik zum Einsatz. ZF liefert beispielsweise zahlreiche Komponenten, auch wenn die zum Teil nun direkt in Amerika gefertigt werden. Das ist ökologisch sinnvoller; effizienter wurde die neue Corvette auch durch die Zylinderabschaltung, denn schließlich darf ein Sportwagen auch nicht mehr so viel verbrauchen.

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Ford

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Ford präsentierte den neuen F-150, einen Pick-Up für die USA. Für Deutschland vermutlich interessanter ist der Ford Fusion, der in Deutschland als Mondeo auf den Markt kommen wird. Ich habe nun zum ersten Mal den neuen Ford Mustang selbst gesehen und kann bestätigen, dass dieses „Muscle-Car“ eine gewisse Anziehungskraft versprüht. Egal ob nun als Cabrio oder als Coupe! Ich würde mich vermutlich für den 5.0 Liter V8 entscheiden… obwohl der 2.3 Liter EcoBoost für Europa die vermeintlich bessere und ökologisch sinnvollere Wahl wäre.

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Honda

Honda feierte mit dem Honda Jazz, Verzeihung Honda Fit seine Premiere in Detroit. Bei uns wird der Honda Fit, den einige als erstes GranTursimo6 Pflichtauto kennen dürften, als Honda Jazz auf den Markt kommen.

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Hyundai

Hyundai zeigt nun endlich den Genesis. Inzwischen weiß aber fast jeder, wie dieses Modell aussieht, denn schließlich gab es ja bereits zahlreiche Studien und Concept-Fahrzeuge. Das Modell soll in geringer Stückzahl auch nach Europa kommen und damit das auch mit der Fahrwerksabstimmung funktioniert, wurde der Hyundai Genesis durchaus auch auf dem Nürburgring getestet.

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KIA

Zeit für eine schöne Studie, oder? Der KIA GT4 Stinger wird so niemals auf die Straße kommen, das ist leider schon bestätigt worden. Eigentlich schade, hätte man doch damit durchaus den Markt der günstigen Sportwagen beleben können.

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Mercedes-Benz

Genauso wie BMW hat auch Mercedes-Benz einen großen Auftritt. Vergleicht man die Weltpremieren, dann gewinnt Mercedes-Benz in Detroit ganz knapp nach Punkten, denn hier steht die neue Mercedes-Benz C-Klasse! Das Volumen-Modell von Mercedes-Benz, welches sich nicht nur in den USA hervorragend verkaufen lässt. Über die neue C-Klasse berichte ich morgen noch mal detailliert.

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Neben der neuen Mercedes-Benz C-Klasse gab es auch noch die Premiere des Mercedes-Benz GLA 45 AMG. Ein kompakter SUV mit 360 PS? Macht das Sinn? Vermutlich nicht – aber viel Spaß!

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Dazu kommt dann noch die Mercedes-Benz S-Klasse als S600. Der nur in der langen Version erhältliche V12 ist nun die Sperrspitze der S-Klasse. Mehr geht nun wirklich nicht!

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Mehr geht nicht? Mercedes legt noch einen drauf und zeigt ganz „nebenbei“ auch noch das Mercedes-Benz S-Class Coupé Concept in den USA und führt die elektrisch angetrieben B-Klasse ein, die es früher oder später auch auf unsere Straßen schaffen wird.

Nissan

Bei Nissan steht ein Concept im Vordergrund. Es soll den Ausblick auf die zukünftige Formsprache und eine Limousine geben. Mir bleibt nur zu hoffen, dass diese Limousine dann auch in Deutschland angeboten wird, denn irgendwie fehlt diese doch im aktuellen Produktportfolio von Nissan, oder?

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Porsche

Legenden sterben nie. Porsche hat den Targa neu erfunden! Musste man damals das Dach noch von Hand entfernen und verstauen, wird dieser Vorgang nun komplett automatisch übernommen. Automatisch an den Vorgänger musste ich denken, als ich den angedeuteten Sicherheitsbügel sah. Liebe auf den ersten Blick, sorry so emotional muss ich nun einfach mal sein! Leider dürften die Preise, je nach optionaler Ausstattung und Motorisierung, später zwischen 110.000 und 150.000 Euro liegen. Aber träumen darf man auch weiterhin kostenlos!

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Toyota

Mit dem Toyota FT-1 zeigt der japanische Hersteller das vermutlich extremste Concept-Car der NAIAS 2014. Auch wenn man nicht weiß, was für ein Antrieb sich unter der Glashaube versteckt, spürt man irgendwie, dass dieses Geschoss nicht langsam sein kann. Inspiriert wurde das Design-Team durch den legendären Toyota 2000 GT, der auch schon beim Toyota GT86 Pate war. Platz für Spekulationen? Sehen wir hier einen Ausblick auf einen möglichen neuen Toyota Supra? Ich fände das super!

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Volkswagen

Tja, Volkswagen? Was soll ich sagen? Ich war schwer enttäuscht! Der Stand war riesig, richtig luftig und was wurde gezeigt? Ein VW Beetle! Als Studie! Dune genannt und mit ein paar netten Gimmicks versehen! War das schon alles Wolfsburg? Okay, in Amerika feierte dann auch noch der VW Golf R seine US-Premiere, man brachte den E-Golf mit und eine Studie von einem effizienten VW Passat – aber wo ist der Knaller? Da geht doch mehr! Da ist doch die werkseigene Currywurst heißer…

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Volvo

Last but not least! Volvo zeigt mit dem Volvo XC Concept einen Ausblick auf den kommenden XC90. Bei den Fachjournalisten kommt dieses Design besonders gut an, denn das Fahrzeug wurde zum besten Concept-Car der Show gewählt!

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So, das war mein persönlicher Rundgang durch die Messe. Mir ist durchaus bewusst, dass es dort noch mehr Premieren und Fahrzeuge gab, doch diese haben mich entweder nicht so angesprochen oder wurden leider zu spät präsentiert. In den USA mag man „Enthüllungen“ und so fanden einige Enthüllungen leider erst – für mich – zu spät statt.

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