Bremen Classic Motorshow 2014

Wie jedes Jahr fängt meine Oldtimer-Saison mit der Bremen Classic Motorshow an. Der Weg in den hohen Norden ist zwar weit, aber er lohnt sich. Denn so kann ich die Winterzeit, in der mein Youngtimer abgemeldet in der Garage steht, überbrücken.

Eigentlich war alles wie immer: Ein eiskaltes Parkhaus, tolle Stände der Vereine, hochpreisige Händler und eine interessante Sonderausstellung. Warum nur eigentlich? Die Messe hat sich verändert. Eine zusätzliche Halle (8) ist dazugekommen und die anderen Hallen wurden teilweise neu belegt. In der Halle 8 – ein beheiztes Zelt – sind die Händler mit Gebrauchtteilen eingezogen. Die Nähe zum Eingang sorgt aber dafür, dass viele Besucher hier nur durchströmten, um in die übrigen Hallen zu gelangen. So richtig nach seltenen Ersatzteilen wurde hier wohl nicht gestöbert.

Aber es war voll. Obwohl sich die Besucher auf mehr Fläche verteilen konnten, kam es teilweise zu Gedränge in den Hallen und Restaurants. Natürlich auch im Parkhaus, dessen Treppenhaus jetzt Einbahnstraße ist. Die Veranstalter freut es bestimmt: die Messe entwickelt sich zum Treffpunkt nicht nur für den Norden Deutschlands. Viele Gäste aus Skandinavien besuchten die Bremen Classic Motorshow.

Meine Highlights: Die Sonderschau Wirtschaftswunder und der gemeinsame Stand von den Strich-Acht-Freunden und der Wartburg-Trabant-Barkas IG. Für die Sonderschau hatten die Messebauer eine täuschend echte Tankstelle, wie sie in den 60ern gebaut wurden, aus Sperrholz nachgebildet. Drumherum standen ein Kleinschnittger Spezial, ein Champion Ch-2, ein Messerschmidt Kabinenroller und ein Lloyd LS 300 Kombi. Auch ein seltener AWZ P70, ein Goggomobil und ein Wendax-Dreirad für Lieferanten parkten vor der Tanke.

Der Club-Stand mit dem Motto „Fahrschule“ passte hervorragend in die Wirtschaftswunder-Zeit. Außen standen jeweils ein West- und ein Ost-Fahrschulauto davor, ein roter /8 und ein grauer Wartburg. Im Inneren war der Stand diagonal in West- und Ost-Fahrschule geteilt, was allerdings gar nicht so sehr auffiel. Vielleicht habe ich mich aber auch nur vom Nierentisch mit Plaste-Blumen und den Technik-Modellen ablenken lassen. Wer wollte, konnte sich hier noch einmal prüfen lassen. Die theoretische Prüfung gab es im Osten und die praktische im Simulator im Westen.

Damit ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen könnt, gibt es ein paar Fotos:

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