Honda Jazz gebraucht kaufen – bekannte Mängel?

Der Honda Jazz kommt ja nun bald in der vierten Version auf den Markt. Grund genug, sich den dritten einmal genauer anzuschauen. Der Honda Jazz ist das beliebteste Modell von Honda hier in Deuschland. Das ist ganz und gar kein Zufall, denn der Honda Jazz gilt als kleines Raumwunder und ist darüber noch günstig im Unterhalt.

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Auf dem Gebrauchtwagenmarkt findet man mitunter auch aktuelle Modelle. Ich habe hier mal einen Honda Jazz 1.2 Trend Avantage gefunden.

Unter der Haube also der 90 PS starke Benziner, der aus dem Honda Jazz zwar keinen Sportwagen macht, aber für die Stadt ausreicht. Bei dem Blick unter die Motorhaube solltet ihr auch nach Inspektions-Nachweisen suchen. Sind dort keine angebracht, dann solltet ihr in das Inspektionsheft schauen. Der Motorraum von diesem Jazz zeigte sich in einem tadellosen Zustand. Nur derjenige, der Öl nachfüllen muss, sollte nicht zu sehr mit den Händen zittern, denn sonst darf er danach den Zwischenraum putzen.

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Der Jazz ist ein Straßenmusikant. Für die Stadt reicht auch der Komfort. Die Sitze sind bequem, die Haptik in Ordnung und Honda überzeugt durch viele Ablageflächen im Innenraum.

Das Lenkrad ist axial und vertikal verstellbar und auch auf eine Gurthöhenverstellung muss man hier nicht verzichten. Eine gute Sitzposition ist also schnell gefunden.

Die eigentliche Bedienung des Fahrzeugs lässt auch keine Fragen offen. Man muss also nicht erst das Handbuch lesen, um den Honda Jazz fahren zu können. Vorne gibt es ausreichend Platz und auch die Kopffreiheit geht in Ordnung. Der Beifahrer und die Passagiere im Fond freuen sich über Haltegriffe.

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Hinten sehe ich Platz für zwei Kindersitze. Die hinteren Türen schwenken weit auf, so kann man die Kinder gut hineinsetzen und anschnallen.

Positiv: Isofix-Halterungen und eine ausreichende Gurtlänge hinten, um Kindersitze anzuschnallen.

Negativ: Es fehlt eine ausreichende Innenraum- bzw. Lesebeleuchtung hinten.

Das Fahrzeug verfügte über manuelle Fensterheber im Fond, somit entfiel der Test des Einklemmschutzes.

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Mit einem Kofferaumvolumen von bis zu 1.341 Liter (umgeklappte Rücksitze) spielt der Honda Jazz seinen Trumpf aus. Der Benzintank sitzt nicht im Heck, sondern unter den Vordersitzen. Dadurch ist der Kofferraum groß und das Maximalvolumen quasi phänomenal und das, obwohl er mit einer Länge von gerade mal 3,9 Meter durchaus ein Stadtfahrzeug ist.

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Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, bei schnelleren Kurvendurchfahrten neigt sich der Honda Jazz gerne mal zur Seite, bringt den Fahrer aber nie in unfahrbare Situationen. Fährt man zu schnell in die Kurve, wird man vom ESP wieder eingebremst.

Die leichtgängige Lenkung könnte etwas mehr Rückmeldung geben. Der 1.2 Liter große und 90 PS starke 4-Zylinder braucht Drehzahl, um auf Touren zu kommen. Wer also häufiger Langstrecke fährt, der sollte zum stärkeren 1.4 Liter greifen, für den Stadtverkehr reicht der 1.2 Liter Antrieb vollkommen aus.

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Kritikpunkte: Rundumsicht! Ich würde einen Honda Jazz mit Einparksensoren empfehlen.

Darüber hinaus werden Stadtfahrzeuge häufiger mit Kurzstrecken gequält. Auspuffanlage, Bremsscheiben vorne und hinten und den Zustand der Batterie sollte man also checken.

Achten sollte man auch auf die Einhaltung der Inspektionsintervalle. Im Internet liest man häufiger von mangelhaften Kraftstoffanzeigen, die nicht immer den richtigen Wert angeben und von leichten Korrossionen. Hier sollte man ggf. noch mit Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz gegenwirken, vor allem im Bereich der hinteren Radläufe.

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Das heute gesehene Fahrzeug stand, bis auf ein, zwei Kratzer, perfekt auf den Rädern, auch wenn ich nicht verstehen kann, warum der Vorbesitzer die Sommer- und Winterreifen immer noch auf- und wieder abzieht. Winterreifen auf Stahlfelgen – als Komplettrad – das ist meine Empfehlung, denn auch beim Auf- und Abziehen der Reifen können Beschädigungen auftreten.

Der hier gezeigte Honda Jazz verfügt über die elektronische Einparkhilfe, die Klimaautomatik, ein Start-Stop-System und ein MP3-fähigem Radio mit CD-Spieler. Ein Navigations-System sucht man hier also vergebens, da muss man sich auf Nachrüstlösungen oder das Smartphone verlassen.

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Die jährliche KFZ Steuer beträgt gerade mal 81 Euro, das im August 2012 zum ersten Mal angemeldete Fahrzeug hat nun 15.500 Kilometer auf dem Tacho und wurde mit 9.850 Euro angeboten. Ich denke, für 9.500 Euro hätte ich es auch mitnehmen können.

Der NEFZ-Verbrauch wird mit 5,3 Liter auf 100 km angegeben. Ein Wert, den sparsame Honda Jazz Fahrer durchaus erreichen können, realistisch rechnet man noch einen Liter drauf und hat dennoch ein kleines, kompaktes Fahrzeug mit Nehmerqualitäten.

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