Neuwagen der Woche: Mazda3 Limousine 2014

Stufenheck oder Limousine? Man ist sich da ja nie so ganz sicher. Die einen beschreiben das Fahrzeug als Mazda3 Stufenheck / Sedan, Mazda selbst spricht von der Mazda3 Limousine. Deshalb bleibe auch ich bei der Namensgebung.

Das Design ist ansprechend, unter der Haube findet man die „SkyActiv-Technologien“ von Mazda. Hier muss man erwähnen, dass Mazda nicht auf Downsizing setzt, sondern auf die Erhöhung des Wirkungsgrad. Die Mazda3 Limousine kommt zum Einstieg mit zwei verschiedenen Motorisierungen zum Händler:

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Benziner oder Diesel?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich würde mich in dem Fall ganz klar für den Diesel aussprechen, der mich durch sein Drehmoment und die Leistungsabgabe beeindruckt und durch die leise Geräuschentwicklung überrascht hat. Der Innenraum vom Mazda3 ist sehr gut gedämmt.

Der Diesel hat eine Leistung von 150 PS / 380 Nm und soll mit einem NEFZ-Verbrauch von 3,9 Litern auskommen. Der Benziner ist mit 120 PS etwas schwächer auf der Brust und genehmigt sich moderate 5,1 Liter auf 100 km.

Womit überzeugt die neue Mazda3 Limousine, die seit heute beim Mazda-Händler steht?

Die neue Limousine ist 12 cm länger als das Schrägheck-Modell und verfügt damit über eine Länge von 4,58 Metern. Die zusätzliche Länge spürt man auch im Laderaum: 419 Liter Volumen und eine wirklich sehr gute Raumgestaltung. 3 Koffer? Kein Problem! Selbst eine Reisetasche bekommt man noch unter.

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Interessenten dürfte auf den ersten Blick auffallen, dass die neue Mazda3 Limousine teurer ist als das Stufenheck-Modell, welches wir hier übrigens schon vorgestellt hatten. Das liegt an der Tatsache, dass die Limousine mit der Ausstattungsvariante Center-Line angeboten wird.

Diese verfügt, neben den üblichen verdächtigen Features, auch über einen Notbremsassistenten für die Stadt, über eine Warnblinkautomatik bei einer Vollbremsung und über einen Berganfahrassistenten. Zu Preisen ab 20.790 Euro geht es los, doch was bekommt man dafür?

Hier seht ihr die Mazda3 Limousine im Bewegtbild. Auf den kurvigen, spanischen Straßen konnten wir uns von der Qualität und der Haptik der neuen Mazda Limousine überzeugen und haben auch einen Kritikpunkt nicht vergessen:

Mit einem Wendekreis von 11,4 Metern bleibt die Mazda3 Limousine auch in der Stadt ein gern gesehener Gast. Experten wissen nun: Der Wendekreis ist gleich geblieben, der zusätzliche Platz ist also dem Kofferraum zuzuschreiben

Die Sitze sind für längere Strecken geeignet und das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt. Sehr gut abgestuft ist auch das manuelle 6-Gang Getriebe. Die Lenkung könnte für mich persönlich ein wenig direkter sein, aber auch hier darf man nicht vergessen, dass die Mazda3 Limousine zwar sportlich gezeichnet ist, aber keinen Sportwagen darstellt.

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Über die Tasten am Lenkrad kann man das Infotainment System gut steuern, die Tasten und Wippen sind gut erreichbar. Vorne hat man ausreichend Platz und Kopffreiheit, eine geeignete Sitzposition ist schnell gefunden. Das Lenkrad lässt sich axial- und vertikal verstellen und auch über eine Gurthöhenverstellung verfügt der Mazda3 als Limousine.

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Die Sitze – getestet habe ich die Ledersitze – bieten einen sehr guten Seitenhalt. Auch im Fond hat gibt es für Personen mit einer Größe von 1,75 ausreichend Platz. Es lassen sich zwei Kindersitze montieren, entweder per ISO-Fix oder über die Gurte die über eine ausreichende Länge verfügen. Hinten gibt es auch eine Mittelarmlehne mit zwei Getränkehalter.

Griffe! Die Mazda3 Limousine bietet dem Fahrer sowie den Mitfahrern Haltegriffe, die natürlich auch zum Ein- bzw. Aussteigen benutzt werden können. Auch vorne verfügt der Mazda3 über ausreichend Ablagemöglichkeiten.

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Nicht verschweigen möchte ich, dass man auch die Mazda3 Limousine optional aufwerten kann. Fernlichtassistent, Spurhalteassistent, Sport-Line-Ausstattung – es werden fast alle Wünsche erfüllt. Bis auf eine Rückfahrkamera – die gibt es noch nicht. Das wäre auch mein Kritikpunkt, denn das aufgebaute 7″ Display auf dem Armaturenbrett wäre ideal für so ein Feature. Das Display überzeugte mich durch seine gute Ablesbarkeit.

Das Infotainment-System selbst verfügt über zahlreiche Konnektivitätsmöglichkeiten, die man sich unbedingt mal beim freundlichen Mazda-Händler anschauen sollte. Anschauen kann man sich auch mal das Head-Up-Display, welches mich mehr überzeugt hätte, wenn es direkt auf die Scheibe und nicht auf eine Plastik-Abdeckung projizieren würde.

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Mazda selbst stapelt übrigens tief! Mazda selbst sieht eine Verteilung von 90% (Fließheck) und 10% (Stufenheck / Limousine) – ich sehe die Limousine da als ganz klaren Underdog, welche schon noch zeigen wird, was die Kunden wirklich wollen: Sportliche Formen, gute Haptik, tolle Optik und eine gute Verarbeitung. Da hat Mazda bei beiden Mazda3 Varianten definitiv nichts verkehrt gemacht.

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Was meinen die anderen Blogger?

Jan Gleitsmann gab uns für diesen Beitrag ein exklusives Statement: „Der Mazda3 als Fließheck hat mich schon durch seine Form und sein Interieur in seinen Bann gezogen – ein paar tausend Kilometer durch Russland und du weisst ein gutes Auto zu schätzen. Der 4-Türer gefällt mir optisch noch besser, ich mag den Trend zu coupé-artigen Limousinen.“ – Jan ist zusammen mit mir die Mazda Tour quer durch Russland gefahren. Von Vladivostok nach Blagoschensk ging es für uns über Straßen die diesen Namen nun wahrlich nicht verdient haben. Nach 15.000 km kam „unser“ Mazda3 rechzeitig zur Weltpremiere in Frankfurt an.

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Fabian Meßner hat die Gunst der Stunde genutzt und hat sich den 120 PS starken Benziner mit der Automatik geschnappt und wurde freudig überrascht: „Was auf den ersten Blick nicht weiter auffällt, erfreut das Herz erst später. Auch wenn ein Mazda3 nicht zum sportlichen Fahren in die Welt gesetzt wurde, so hat er doch ein ganz tragendes Attribut: Die Automatik ist im manuellen Modus “verkehrtherum”. Eigentlich genau richtig herum, aber fast jeder Hersteller macht es genau anders herum. Der Gangwechsel nach oben, welcher auch am Schaltpaddle am Lenkrad erfolgen kann, wird mit dem Wahlhebel durch ein Tippen nach HINTEN vollzogen. Heruntergeschaltet wird durch einen Druck nach VORNE! Genau so muss es sein!“ – weiterlesen: klick

Bei Thomas Gigold findet man eine sehr umfassende Linksammlung zu sämtlichen Mazda3 Berichten und ab heute steht die Mazda3 Limousine ja auch beim Mazda Händler und kann dort Probe gefahren werden.

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