Autofahren an Karneval: Vorsicht, Clown am Steuer!

HELAU und ALAAF liebe Närrinnen und Narrhalesen.

Am 11.11. um 11:11 Uhr hat sie wieder begonnen: die 5. Jahreszeit – für viele Bewohner der großen Narrenhochburgen wie Mainz, Koblenz, Köln oder Düsseldorf ist Karnveal die schönste Zeit im Jahr! Es wird ausgelassen gefeiert, gesungen, viel gelacht und häufig noch mehr getrunken.

Dann gilt: Auto stehen lassen!

Wer sich nach einer ausgelassenen Fastnachtssause dennoch ans Steuer setzt, geht ein großes Risiko ein: Selbst, wenn man sich nach ein, zwei Gläsern noch dazu in der Lage fühlt, sollte man lieber auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Zum Glück fahren in dieser Zeit meistens außerplanmäßig und in regelmäßigen Abständen Busse und Bahnen. Und im Zweifelsfall gibt es ja noch das Taxi. Kein Grund also, das Risiko einzugehen!

Denn bereits ab 0,3 Promille drohen Führerscheinentzug, Punkte in Flensburg und ein Bußgeld.

Wer mit 0,5 Promille hinterm Steuer angehalten wird, muss mindestens 500 Euro Strafe zahlen.

Zusätzlich drohen bis zu 3 Monaten Fahrverbot und mindestens 4 Punkte in Flensburg. Diese Strafen steigen noch drastisch an, sollte der angetrunkene Fahrer einen Unfall verursachen.

Für Fahranfänger sind die Regelungen noch strenger: Sie dürfen während der Probezeit gar keinen Alkohol trinken, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind.

Karneval

Auch Radfahrer sind nicht auf der sicheren Seite

Denn wer statt mit dem Auto lieber mit dem Rad nach einer durchzechten Karnevalsparty nach Hause fährt, gefährdet ebenfalls seinen Führerschein. Auch bei Radfahrern reichen 0,3 Promille schon aus.

Wer mit 1,6 Promille auf seinem Rad erwischt wird, muss mit einem Verfahren rechnen – egal, ob er einen Führerschein besitzt oder nicht.

Den Versicherungsschutz nicht auf´s Spiel setzen

Verursacht ein Fahrer alkoholbedingt einen Unfall, so kann sich das auch auf den Versicherungsschutz auswirken.

Bei der KFZ-Haftpflichtversicherung greift somit die Trunkenheitsklausel: Diese befreit den Versicherer von seiner Leistungspflicht. Zwar wird die Versicherung den Schaden regulieren, den Unfallverursacher aber in Regress nehmen und bis zu 5.000 Euro von ihm zurückfordern.

In der Kasko-Versicherung können die Folgen noch gravierender sein: Verursacht der Versicherte einen Unfall mit Alkohol im Blut, kann sich die Versicherung auf Leistungsfreiheit berufen.

Nicht verkleidet hinter´s Steuer

Vorsicht ist auch geboten, wenn man sich kostümiert hinter´s Steuer setzt:

Masken, große Hüte oder Brillen können das Sichtfeld und die Bewegungsfreiheit einschränken, was gefährliche Folgen haben kann: Gerät der Maskierte in eine Polizeikontrolle, droht auch hier ein Bußgeld.

Wird er geblitzt oder verursacht gar einen Unfall, sind die Folgen noch drastischer: Auch hier steht der Versicherungsschutz auf dem Spiel.

Alles viel zu anstrengend! Wer sich also diesen Ärger ersparen und die 5. Jahreszeit gebührend und ausgelassen feiern will, sollte sich eins merken:

Hände weg vom Steuer nach feuchtfröhlicher Fastnachstfeier liebe Clowns, Piraten und Prinzessinnen!

Rosenmontagsumzug

Fotoquelle:
Clown: trendobjects/iStock/Thinkstock

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