Genf Highlights 2014 – Teil 2/2

…wie auch schon im ersten Teil gibt es heute weitere Neuigkeiten und Highlights aus Genf 2014.  Der Automobil-Salon hat inzwischen seine Tore für alle Besucher geöffnet und über 90 Premieren laden ein, entdeckt zu werden. Dieser Beitrag wird lang, gespickt mit einigen Informationen und vielen Bildern. Ich nehme euch quasi mit auf einen Rundgang durch die Messehallen.

Dort findet man z.B. den neuen Renault Twingo. Dieser kommt nun mit Faltdach, 75 bzw. 90 PS und stets mit fünf Türen. Der kleine Franzose, der auf der gleichen Basis wie der kommenden smart aufbaut, wird über die Hinterachse angetrieben.

Renault Twingo

Das macht ihn besonders wendig: Sein Wendekreis liegt bei unter 9 Metern. Vom Design her hat sich Renault in der eigenen Vergangenheit inspirieren lassen. Der neue Renault Twingo erinnert entfernt an den Renault R5.

Renault Twingo

Von ihm stammen wohl auch die Schließzylinder in den Türen und die Ausstellfenster hinten, die ich persönlich für wenig zeitgemäß halte.

Schließzylinder Renault Twingo

Ansonsten muss ich Renault ein Kompliment aussprechen! Meiner Meinung nach ist dieser Renault Twingo der schönste Twingo aller Zeiten und den ersten Renault Twingo gab es schließlich schon im Jahr 1992!

Ebenfalls französisch ist der Citroen C4 Cactus. Der C4 Cactus überzeugt mehr durch sein außergewöhnliches Design als mit den „AirBumps“. Diese Luftkissen an Front und Seite sollen das „Kontaktparken“ schadenfrei machen. Dafür sitzen die Luftkissen an Front und Heck allerdings etwas zu hoch, oder?

In Genf wird nicht nur das Serienmodell präsentiert, sondern auch diese Rallye-Version, die ohne Frage, die Blicke auf sich gezogen hat.

Citroen C4 Cactus Aventure

Sportlich ist der Audi S1! 231 PS und quattro Antrieb untergebracht in einem Kompaktwagen, besser gesagt in dem kompaktesten Fahrzeug in der Audi Familie. Der „kleine“ S1 trägt zwar einen großen Namen, doch ob er auch ein großer Erfolg wird? Das gilt abzuwarten!

Audi S1

Den normalen Audi A1 gibt es bereits seit 3 Jahren und so macht die Öffnung der Nische ja durchaus Sinn, vor allem wenn man überlegt, dass der limitierte Audi A1 quattro nach kurzer Zeit bereits ausverkauft war.

Der kleine Audi S1 beschleunigt innerhalb von 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und läuft 250 km/h Spitze. Realisiert wird dieses durch einen 2.0 Liter TFSI-Motor, der – das wissen wir inzwischen – auch noch mehr Leistungsreserven bietet.

Audi S1

Dass sich die Marke Chevrolet aus Deutschland (mehr oder weniger) zurückzieht, ist bekannt. Da schützt der Mutterkonzern nun Opel vor der Konkurrenz aus dem eigenen Hause. Dafür bekommen wir es nun mit Cadillac zu tun. Vorteil? Mehr Produktvielfalt und neue Fahrzeuge.

Cadillac ATS Coupe

So z.B. das Cadillac ATS Coupe, welches in Genf auch die Europa-Premiere feierte. Mit einem 2.0 Liter Turbomotor kommt es auf den Markt, 276 PS dürften ausreichen.

Der Antrieb? Entweder Heckantrieb oder Allrad, das bleibt dem Käufer überlassen.

Cadillac ATS Coupe

Premium geht immer? Wie wäre es denn mit einem sportlichen Kombi? Am Stand von Jaguar (übrigens, neuer Stand, dieses Mal sind alle Marken quasi unter einem Dach) findet man den Jaguar XFR-S Sportbrake.

Jaguar XFR-S Sportbrake

Unter der Haube? 5.0 Liter V8 mit 550 PS. Hinter der elektrischen Heckklappe? Viel Platz für Kind und Kegel. Luxuslaster!

Jaguar XFR-S Sportbrake

Innerhalb von 4,8 Sekunden beschleunigt der XFR-S von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h. Doch keine Angst, in Genf gibt es auch kleinere und vermutlich auch günstigere Fahrzeuge zu entdecken:

Da hätten wir zum Beispiel den Suzuki Celerio, das neue Stadtauto von Suzuki. Einfach, praktisch, gut? Der 1.0 Liter Motor leistet 67 PS. Das Drehmoment von maximal 90 Nm muss reichen. Der Celerio ersetzt den Suzuki Alto, der nun zum alten Eisen gehört.

Suzuki Celerio

Bei Nissan sah man nun zum ersten Mal den „neuen“ Nissan Juke. Es ist ein Facelift! Kein Frage, auf den ersten Blick wurde gar nicht viel verändert. Der neue Juke verfügt über innere Werte.

So z.B. über den 1.2 Liter Motor mit 115 PS oder über den Kofferraum, der nun 40 Liter mehr schluckt. Sparsamer sei er geworden der neue Nissan Juke, das gilt es in der Praxis zu erfahren. Ab Juli 2014 rollt der neue Juke zu den Nissan Händlern.

Nissan Juke

Neu sind auch Peugeot 108, Citroen C1 und Toyota Aygo. Die Fahrzeuge kommen nun in der zweiten Generation auf den Markt und dürften so um die 10.000 Euro liegen.

Technisch basierend auf der gleichen Plattform, unterscheiden sich die drei Modelle durch eine eigenständige Optik.

Hier sieht man z.B. den Toyota Aygo, der mit seinem Vorgänger den meisten Kunden gefallen hatte. Der Aygo wurde ungefähr so häufig verkauft wie C1 und Peugeot 107 (Vorgänger vom 108) zusammen.

Toyota Aygo

Unter der kurzen Haube werkelt ein 69 PS starker 3-Zylinder. Die Sitzprobe ergab: Ausreichend Platz vorne, etwas weniger Platz im Fond und der Kofferraum reicht für die kleine Shopping-Tour: 168 Liter stehen dort zur Verfügung.

Toyota Aygo

In Genf gab es natürlich auch Luxus-Sportwagen zu sehen, so z.B. der offene Ferrari California T. Das T steht für den Turbolader, der nun den 390 PS starken 3.8 Liter Motor zwangsbeatmet.

Das Resultat? Innerhalb von 3,6 Sekunden beschleunigt das sportliche Faltdachcabrio von 0 auf 100 km/h.

Ich darf aus eigener Erfahrung bestätigen, dass Fahrer und Beifahrer bei solchen Beschleunigungswerten „Schmetterlinge im Bauch“ spüren, deswegen warne ich vor jeder Probefahrt mit so einem Supersportwagen, denn man könnte sich direkt verlieben.

Ferrari California T

Verlieben könnte ich mich auch in die Carbon-Teile vom „one:1„. So wird der Koenigsegg genannt.

Unter der riesigen Heckklappe sitzt der 5,0 Liter V8. Dieser verfügt über zwei Turbolader und realisiert dank dieser Zwangsbeatmung eine Leistung von 1360 PS bzw. 1371 Nm. Dieses Drehmoment geht über die Hinterachse auf die Straße.

Höchstgeschwindigkeit? 440 km/h. Das wäre ein neuer Rekord. Wir werden es erleben!

Koenigsegg one:1

Das war natürlich nur ein kleiner Rundgang durch die Messehallen von Genf, natürlich wurden nicht alle Premieren berücksichtigt.

Weitere Fotos findet ihr z.B. auf unserer Facebook-Seite und weitere Messe-Infos auf unserem YouTube-Kanal.

Am kommenden Mittwoch gibt es hier noch einen ganz besonderen Automobil-Salon Genf Beitrag, lasst euch überraschen:

Es ist ja bekanntlich schwierig von Genf Highlights 2014 zu sprechen. Geschmack ist ja unterschiedlich und subjektiv betrachtet hat jeder einen anderen Fokus.

Am kommenden Mittwoch gibt es mal einen ganz anderen Genf-Rundgang und vor allem eine ganz persönliche Beschreibung der Arbeitsumstände dort vor Ort.

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