QUANT e-Sportlimousine – mit Batterie zum Nachtanken

Pressefoto QUANT e-Sportlimousine

Entwickelt wurde dieser eindrucksvolle Prototyp von der nanoFLOWCELL AG.

Vorgestellt auf dem Genfer Autosalon (6.-16. März 2014), weiß die Sportlimousine mit beeindruckenden Eckdaten aufzuwarten:

  • In 5,25 Meter Sportlimousine arbeitet pro Rad ein Elektromotor mit einem Drehmoment von 2.900 Nm je Motor.
  • Die Durchschnittsleistung der Motoren beträgt in Summe 480 kW, wobei in Spitze auch 680 kW abgerufen werden können.
  • Diese beschleunigen den Wagen, laut Hersteller, in 2,8 Sekunden von 0 auf 100.
  • Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 380 km/h.
  • Die Reichweite beträgt, je nach Belastung, zwischen 400 und 600 Kilometern.

Sehr beeindruckende Werte – viel beeindruckender ist jedoch das Konzept der Energiegewinnung, das hinter diesen Werten steht.

Muss ein E-Mobil-Fahrer noch an die Steckdose und stundenlang den fahrbaren Untersatz für den nächsten Einsatz wieder aufladen, so kann die QUANT e-SPORTLIMOUSINE, ähnlich wie ein herkömmliches Auto, betankt werden.

Grundstoff ist jedoch kein Benzin/Diesel, sondern Elektrolyte, die in der Fluß-Zelle zur Erzeugung von elektrischem Strom benötigt werden. Hier gibts ein Erklärvideo.

Der Antrieb von nanoFlowCell® fußt auf der so genannten Redox-Flow-Batterie. Diese wurde eigentlich als Energiespeicher für erneuerbare Energien (Solar/Wind) entwickelt. Die Überproduktion während des Tages/bei Wind wird damit zwischengespeichert und dann gleichmäßig bei Flaute/Nacht wieder abgegeben.

Der Aufbau einer solchen Batterie ist vergleichsweise einfach.

Aufbau und Funktionweise der Redox-Flow-Batterie

Sie besteht aus zwei Tanks mit flüssigen Elektrolyten in denen als Ladungsträger Metall-Ionen gelöst sind. Diese Elektrolyte fließen – angetrieben durch einen Pumpmechanismus – durch Elektroden, die durch einen Membran getrennt sind.

Der beim Ladungsaustausch erzeugte Strom fließt über die Elektroden und lässt sich hier abnehmen. Sind die Elektrolyte entladen, lassen sie sich durch neue mit frischer Ladung, ähnlich dem normalen Tankvorgang, ersetzen.

Bei aller Begeisterung stellen sich jedoch auch ein paar Fragen, die sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig beantworten lassen.

Die erste wäre: „Sind die Elektrolyte ökologisch unbedenklich?“

Laut Hersteller sind sie das. Solange man allerdings keine tiefer gehenden Informationen bezüglich der Zusammensetzung hat, sind diese Gedanken berechtigt.

Die zweite Frage beschäftigt sich mit der Leistung der Batterie. Wie ist es physikalisch möglich eine derartige Leistung abzurufen?

Wenn alle Aussagen diesbezüglich geklärt sind, so wäre dieses System in der Zukunft eine echte Alternative für die Stromversorgung. In Kombination mit Konzepten zur alternativen Energiegewinnung wäre es möglich, einen einzelnen Haushalt autark mit Energie zu versorgen.

Und die letzte Frage, die sich mir persönlich stellt, ist: „Wann darf ich dieses Auto einmal fahren?“ 🙂

Bildquelle:
Pressefoto der QUANT e-Sportslimousine

GASTBEITRAG von Jörg Klunkert

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