Opel – neu und anders?

Opel hat seit dem 01.08.2013 einen neuen Marketing-Vorstand, Frau Tina Müller – und sie hat seitdem einiges bewirkt.

Seit vielen Jahren zieht mein altes Opel-Werbequartett mit mir durch die Lande – bei Frau Müller sieht die Werbung anders aus:

Die letzten Tage gingen also die neuen Opel-Werbefilme bei uns durch die Firma:

Diese Filme wurden eifrig diskutiert. Nicht nur wie sie gemacht sind, sondern auch, welches Bild von Opel im Kreis der Kollegen bestand: Fast überwiegend keines, neutral, gleichgültig… und die Filme brachten die Kollegen ins Grübeln und uns ins Diskutieren: Offensichtlich ein guter, offensiver Marketingansatz.

Die einhellige Meinung: Es wirkt, großes Lob an Opel!

Na, mich musste man jedoch nicht überzeugen, ich bin ja schon immer Opel Fan… wie kommt das?

Opel war im 19. Jahrhundert einer der europaweit ganz großen Hersteller von Nähmaschinen, dann auch von Fahrrädern und 1899 wurde der erste Opel-Wagen ausgeliefert.

Bei Motorrädern stellte Opel gerade in den 20ern die absolute Avantgarde dar, die Opel Motoclub ist einen eigenen Artikel wert, versprochen, er kommt eines Tages!

Opel Motoclub – macht neugierig auf mehr...

Tolle Autos hatte Opel: Den Opel-Doktorwagen

Opel Quartettkarte Doktorwagen

und den Laubfrosch (in den 20 Jahren bis auf die letzte Schraube eine knallgrüne, exakte Kopie eines Citroens, der zunächst nur in Gelb zu kaufen war – daher kommt der Spruch: „das Gleiche in grün“…)

Außerdem sind natürlich Kurt Volkhart und Fritz von Opel zu erwähnen: 1928 kamen sie mit Autos mit Raketenantrieb auf Geschwindigkeiten bis knapp 240 km/h – mutig, die beiden!

Nach der Übernahme durch GM im Jahr 1929 kamen dann 1931 der erste deutsche Volkswagen „Opel 1,2 Liter“ und sein Nachfolger P4.

Opel Quartettkarte P4

 

Weiter ging es zum Beispiel mit Admiral

Opel Quartettkarte Admiral

und Kapitän vor dem 2. Weltkrieg, dann die Kapitäne nach dem 2. Weltkrieg:

Opel Quartettkarte Kapitän

Feine Wagen, für mich schöner, eleganter und moderner als der 220er von Mercedes oder der BMW Barockengel, später Kapitän, Admiral, Diplomat

Opel Quartettkarte Diplomat

– Sechs- und Achtzylinder-Oberklasse!

Werter Leser, ich ertappe mich beim Schwärmen…

Kommen wir zu normalen Autos: Vergleichen wir den B-Kadett mit dem uralten Käfer (wie konnte der damals eigentlich noch verkauft werden…?), schauen wir auf den schön gezeichneten Manta SR oder den Traum-Opel: GT.

Manta Werbefoto

Opel Quartettkarte GT 1900

1936 startetet Opel den Slogan „Opel, der Zuverlässige“: Kann ich bestätigen. Mit B-Kadett, C-Kadett (als Vauxhall Chevette), D- und E-Kadett war ich super zufrieden, mit dem folgenden Astra-F dann leider nicht .. aber mein Astra G war wieder richtig gut!

Ja, und jetzt habe ich leider derzeit gar keinen Opel, der Vectra wurde mir gerade weggeschnappt, da stand halt noch ein supergünstiger Mazda auf dem Hof…

Seit ich öfter im Insignia unterwegs bin, Adam und Ampera Probe gefahren habe, habe ich jedenfalls ein gutes Gefühl und hoffe, dass Opel jetzt auch in der öffentlichen Wahrnehmung die Kurve bekommen hat – und beim Anschauen meines alten Opel-Werbequartetts muss ich immer an die alte Familiengeschichte denken:

Weißt Du noch, als der Hirsch auf der Autobahn vor den Kapitän sprang: Der arme Hirsch war tot, der Kapitän hatte nur einen zersprungenen Scheinwerfer, sonst nicht mal eine Delle.

Übrigens: Hallo Frau Müller, hallo Opel! Auch wenn es derzeit keine übliche Marketinggeschichte ist: Wie wäre es mal mit einer Erweiterung des Quartetts, die letzten 40 Jahre fehlen!

Opel Quartettkarten

Fotoquellen:
Opel Motoclub: Screenshot von der Website motoclub.de
Opel Manta: Werbefoto aus einem damaligen Opel Prospekt

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