Ist Pendeln nervtötend?

Pendler im Bus

Pendeln macht angeblich krank, dick, unproduktiv, einsam, unglücklich und müde. Nur selten trifft man Menschen, die sich als glückliche Pendler bezeichnen. Ist Pendeln wirklich nervtötend oder alles nur eine Frage der sinnvollen Organisation?

Das Auto ist nach wie vor unser wichtigstes Verkehrsmittel für den Weg von Zuhause zur Arbeit, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Nur 14% aller Erwerbstätigen in Deutschland nutzten 2012 für ihren Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel. 65% der Berufspendler fuhren regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit.

In den letzten Jahren haben sich diese Anteile kaum verändert:  Im Jahr 2000 lag bei den Berufspendlern der Anteil der Autofahrer bei ca. 66 %, während nur 13 % öffentliche Verkehrsmittel nutzte.

Wer mit dem Auto pendelt, ärgert sich sehr, wenn der Verkehr plötzlich stockt oder ganz zum Stehen kommt. Ob bei freier Fahrt oder mitten im Stau, immer hat man die Möglichkeit, die Zeit besser zu nutzen.

Wem Radio auf die Dauer zu langweilig ist, der kann sich Bücher und Fremdsprachenkurse auf CDs oder als Audiodateien zum Herunterladen besorgen. Auch Mitfahrer, mit denen man unterwegs über Privates oder Geschäftliches sprechen kann, sind auf jeden Fall eine gute Idee.

Eins steht fest: Es ist sehr komfortabel, jeden Morgen vor der Wahl zu stehen, mit dem eigenen Fahrzeug oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Wer die Möglichkeit hat, ein Jobticket zu beantragen, soll sich diese günstige Alternative auf jeden Fall gut überlegen.

Es ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen, sich nach exzessivem Alkoholgenuß am Vortag in den Morgenstunden hinter das Steuer zu setzen.

Restalkohol im Blut, Schlafentzug, seelische und körperliche Erschöpfung sowie die Einnahme bestimmter Medikamente sind definitiv Gründe, warum man auf gar keinen Fall Auto fahren sollte. Viele überschätzen sich dabei sehr stark und bedenken keine Konsequenzen oder Gefahren.

Oft hat man aber auch ganz einfach keine Lust auf vorprogrammierte Staus in der Rush-Hour, Scheiben kratzen in der Dunkelheit und Kälte oder auf eine Klimaanlage, die erst nach 15 Minuten so richtig kühlt.

Da kann die Bus- oder Bahnfahrt eine willkommene Abwechslung sein, die unseren routinierten, monotonen Alltag ein wenig aus den Fugen geraten lässt, was uns mit Sicherheit nicht schaden kann.

Wer auf dem Weg zur Schule oder Arbeit auf ein öffentliches Verkehrsmittel angewiesen ist, stellt sich die Fragen nicht so oft, ob Pendeln mit Bus und Bahn pure Lebensverschwendung oder eine durchaus zumutbare Maßnahme ist, mit der man sich abfinden soll.

Dennoch lohnt es, sich darüber Gedanken zu machen, wie man im Zeitalter der tragbaren Elektronik und des mobilen Internets die in öffentlichen Verkehrsmitteln verbrachte Zeit sinnvoller nutzen kann.

Dass diese Pendelform umweltfreundlicher und (meistens) günstiger als Auto/Motorrad ist, steht außer Frage, aber wie verkürzt Ihr euch die Zeit während der täglichen oder auch gelegentlichen Zug- und Busfahren?

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Fotoquelle:
monkeybusinessimages/iStock/Thinkstock

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