Auf dem Weg zum H-Kennzeichen – Teil 1: Die Voraussetzungen

2014 ist für mich ein besonderes Jahr. Mein Youngtimer wird per Definition zum Oldtimer, denn er wird 30 Jahre alt. Eigentlich nix besonderes. Er fährt genau wie vorher, verbraucht nicht weniger und sieht auch nicht älter aus.

Aber: Mit 30 kann er ein H-Kennzeichen erhalten. Warum ein H-Kennzeichen Sinn macht, was man tun muß, um eines zu bekommen und ob es einfach oder schwer ist, erzähl ich euch.

Im ersten Teil geht es um die Voraussetzungen, die ein Auto erfüllen muss, damit es ein Kennzeichen für historische Fahrzeuge bekommt.

Die zentrale Frage: Warum?

Warum braucht man ein H-Kennzeichen? Für mich ist das wichtigste Argument die Kraftfahrzeugsteuer. Mit H-Kennzeichen fallen pauschal pro Jahr 191,73 Euro Kfz-Steuer an.

Heute zahle ich mit Saisonkennzeichen mehr und darf nur von April bis Oktober fahren. Ich kann also zukünftig das ganze Jahr für weniger Geld unterwegs sein und muss nicht bis April warten, um die erste Ausfahrt zu machen.

Ein weiterer Aspekt sind die Umweltzonen. Mein Fast-Oldtimer hat einen nachgerüsteten Kat und ich darf damit auch in Umweltzonen einfahren. Hätte ich aber keinen, wäre dies ein weiteres Argument fürs H-Kennzeichen, denn Oldtimer dürfen in die Zonen.

Der dritte Punkt: Die Versicherung. Auch hier wird sich was ändern. Bliebe ich nur bei der Haftpflicht, wäre der Beitrag zukünftig niedriger. Da ich aber auch eine Kasko dazunehmen will, wird der Beitrag wohl geringfügig höher. Dann bin ich aber mit Kasko und für das ganze Jahr versichert.

BMW 635csi

BMW 635csi

Die Voraussetzungen

Allgemein können Oldtimerkennzeichen für Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und vornehmlich „zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes“ eingesetzt werden, beantragt werden.

Ich fahre einen 1984er BMW 635 Csi. Da der Wagen weitestgehend original ist, sehe ich erstmal keine Schwierigkeiten. Nur die TRX-Felgen wurden von mir gegen zeitgenössische 16-Zoll Alus getauscht, ansonsten ist alles wie früher.

Die Erstzulassung erfolgte am 2.4.1984. Das ist wichtig, da in meinem Zulassungsbezirk (MTK) ab dem Tag der ersten Zulassung gerechnet wird und nicht allein das Jahr betrachtet wird. Sonst hätte ich schon im Januar mein historisches Kennzeichen beantragen können.

Für den Gang zur Zulassungstelle brauche ich folgende Unterlagen:

  • Fahrzeugbrief/ Zulassungsbescheinigung Teil 2
  • Fahrzeugschein/ Zulassungsbescheinigung Teil 1
  • Versicherungsbestätigungsnummer (eVB)
  • gültigen Personalausweis
  • Gutachten nach § 23 StVZO

Bis auf das Gutachten sind alle Dinge vorhanden. Also muss ich mich zu TÜV, Dekra, GTÜ oder einer anderen Prüforganisation bemühen, um den Wagen durchchecken zu lassen.

Wie das geht und ob es geklappt hat, erfahrt ihr ab April an dieser Stelle.

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