Autosicherheit früher und heute

Ganz begeistert darf ich euch erzählen, dass wir mit Mercedes-Benz zusammenarbeiten werden.

Dabei wird sich alles um das Thema „Sicherheit“ drehen:

Wo fängt beim Autobau eigentlich Sicherheit an? Schon der Designer muss einiges beachten, wenn er zum ersten Mal ein neues Auto skizziert.

Aber auch die Ingenieure und eigentliche alle, die irgendwie an der Entstehung eines Autos beteiligt sind, tragen zur Sicherheit bei:

Welche Materialien werden wo verbaut? Wie wird eigentlich so ein Crashtest vorbereitet und welche Erkenntnisse nimmt man daraus mit? Wie gestaltet sich die Entwicklung neuer Assistenzsysteme?

Um mal wirklich hinter die Fassade zu schauen und Sicherheit für euch erlebbar zu machen, haben wir nach einem Kooperationspartner gesucht.

Denn, wenn wir mal wir ehrlich sind, ist Sicherheit zweifellos ein sehr wichtiges, aber auch ein ziemlich abstraktes und daher eher trockenes Thema.

Sicherheit erlebbar machen

Mercedes-Benz C-Klasse

Also haben wir uns gefragt, wie wir das interessanter gestalten können.

Und da kam uns die Idee, die Entstehung eines Autos von der ersten Skizze bis hin zum Verkaufsstart zu begleiten – quasi vom Zeichenbrett bis in die Verkaufsräume.

Dafür konnten wir die neue C-Klasse von Mercedes gewinnen; einem Hersteller, der sich das Thema Sicherheit auf die Fahnen geschrieben hat.

Bevor wir demnächst mit einem Interview mit einem Designer – drückt uns die Daumen für Gorden Wagener 🙂 – in die Serie starten und erfahren, was dem Chefdesigner des Stuttgarter Autobauers in Punkto Sicherheit beim Kreieren so durch den Kopf geht, wollen wir erst einmal zurückschauen.

Sicherheit heute – kein Vergleich zu früher!

Verletzungsverteilung im Auto - 1963

Verletzungsverteilung im Auto – 1963

Was hat sich eigentlich in der Entwicklung des Automobils im Bereich Sicherheit getan?

Mein erstes Auto war ein Renault Clio aus den 90ern. Ein älteres Auto habe ich nie gefahren, daher war ich sicherheitstechnisch immer schon relativ gut ausgestattet.

Gespräche mit unserem Oldtimer-Experten Friedrich und meinen Eltern zeichneten da aber ein ganz anderes Bild:

Kopfstütze, Sicherheitsgurt, Knautschzone – alles Fehlanzeige!

Ebenso gabs im Vergleich zu heute irrsinnige Promillegrenzen, kaum Geschwindigkeitsbegrenzungen und nur selten Überholverbote.

Es ist erstaunlich, was sich in den letzten 100 Jahren so alles auf unseren Straßen getan hat!

Das 20. Jahrhundert ist in vielen Bereichen als ein Zeitalter der Um- und Durchbrüche bekannt und das gilt definitiv auch für die Automobilindustrie!

Auch wenn sonst früher „in der guten alten Zeit“ natürlich alles viel besser war als heute – beim Verkehr war fast alles schlechter, viel schlechter: Die Straßen, die Autos, die meisten Regeln und die meisten Fahrer.

1886 gabs den Benz Patent Motorwagen Nummer 1 – quasi die Geburtsstunde des modernen Autos – und dann ging es in der Entwicklung Schlag auf Schlag.

Leider war das Auto jedoch bis weit in die 50er Jahre ein Luxusgut. Die Motorisierung nahm erst richtig mit dem Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg Fahrt auf: Erst kamen die Roller und Motorräder, dann die Autos.

Massenmotorisierung führte zu vielen Unfällen

"Crashtest" mit Gurt - 1963

Im Zuge dieser beginnenden Massenmotorisierung stieg die Zahl der Verkehrstoten stetig an. Ihren Höchststand erreichte sie laut Wikipedia 1970 mit 19.193 Toten.

Auch wenn die Wagen bedeutend geringer motorisiert waren, als wir es heute gewöhnt sind, veränderten sie das Straßenbild enorm und erhöhten das Unfallrisiko.

In einer Zeit der wachsenden Hektik und steigenden Autodichte mussten Normen her, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Als Konsequenz entwickelten die Autobauer und die Industrie einige bedeutende Assistenzsysteme, ohne die ich heute in kein Auto mehr steigen würde!

Eine Übersicht über die wichtigsten Entwicklungen gibts in den nächsten zwei Wochen.

Nach dem Rückblick starten wir dann schon in die Reihe und berichten euch von unserem Besuch beim Designer. Wer weiß, vielleicht haben wir ja das Glück, dass er uns etwas zeichnet?!

Fotoquellen:
Die beiden Zeitschriftenscans entstammen der mot, Nummer 16, 02. November 1963.

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