Skoda Citigo G-TEC / CNG / Erdgas – mit 68 PS zur Rallye Monte-Carlo!

„Jens, möchtest du an einer Rallye teilnehmen?“ – Ich hatte, bevor ich überhaupt nur einen Moment darüber nachgedacht hatte, zugesagt! Nach und nach erfuhr ich dann, worum es geht: „Auf originalen Wertungsprüfungen der Rallye Monte Carlo fährst du einen Skoda Citigo.“ – Na klar, mach ich!

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Unser Rallye-Fahrzeug hatte 68 PS und ein maximales Drehmoment von 90 Nm. Gefahren sind wir keinen „normalen“ Citigo, sondern die Erdgasversion. Früher hieß die beim Skoda Citigo CNG, nun nennt man das Modell Skoda Citigo G-Tec.

Die Technik ist die gleiche: Es gibt einen Gas-Tank und einen 10 Liter Benzin-Tank. Mit einem Verbrauch von 3,0-3,4 kg Gas sind wir bei der alternativen Rallye Monte-Carlo ausgekommen, das ist meiner Meinung nach ein sensationeller Wert.

Die Rallye-Meister Matthias Kahle und Peter Göbel konnten diesen Wert sogar noch unterbieten.

In Frankreich hat man allerdings das Problem, dass das Erdgas-Netz nicht „ganz so gut“ (nette Umschreibung für sehr schlecht) ausgebaut ist.

Der Skoda Citigo G-Tec lässt einem in dem Fall aber nicht im Regen stehen und fährt einfach im Benzin-Modus weiter. Mit dem 10 Liter Tank kommt man im besten Fall auch noch über 200 km weit und kann zur Not natürlich auch noch mal nachtanken.

Pro-Tip: Ein Reservekanister kann die Reichweite in dem Fall erhöhen.

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Der Skoda Citigo G-Tec überzeugte bei den Wertungsprüfungen!

Am ersten Tag der Rallye hatten mein Co-Pilot Jan Gleitsmann und ich noch den Ehrgeiz und wollten die – nicht ganz ungefährlichen – Wertungsprüfungen bestmöglich abschließen.

Dazu quälten wir uns – und den Skoda Citigo G-Tec – durch die engen Kurven, Kehren und euch kann ich es verraten – verfahren haben wir uns auch!

Ein guter Rallye-Fahrer kann sicherlich gut Auto fahren, ein „guter“ Autofahrer allerdings keine Rallye. Das mussten wir uns eingestehen.

Hart im Nehmen war der Skoda Citigo G-Tec, wer mit einem 47 km/h Schnitt den Col de Braus hochfährt, der weiß was er leisten kann – mit Gegenverkehr, Hunden, Fahrradfahrer und Fußgänger auf der Strecke – versteht sich.

Ein Fahrzeug mal nicht in seinem angestammten Revier zu fahren und an die Grenzen zu bringen, ist eine ganz andere Erfahrung. Meine eigenen Grenzen, die habe ich nun erlebt und am 2. Tag die Rallye für mich auch schon abgebrochen.

Der letzte Platz war uns somit sicher, die Rallye-Profis zeigten aber, was in dem Citigo steckt und erreichten im Gesamtklassement einen guten 28. Platz und überzeugten bei den Verbrennern auch mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß, während der Rallye.

Nur die Elektrofahrzeuge waren in dem Fall besser, wobei ich nicht die CO2-Bilanz der Orte, wo der Strom hergestellt wurde, wissen möchte.

Bei der alternativen Rallye Monte Carlo, die in diesem Jahr übrigens schon zum 15. Mal stattgefunden hat, geht es nicht nur um Schnelligkeit und um das richtige Spuren lesen, sondern auch um Verbrauchswerte. Alternative Antriebe duellieren sich, egal ob Opel Ampera, Tesla S oder Skoda Citigo mit Erdgas-Antrieb. Professionelle Rallye-Fahrer teilen sich das Feld mit Journalisten und privaten Mitfahrern, die mit ihren PKWs teilnehmen.

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Kritikpunkte, die mir während der Fahrt aufgefallen sind: Das Beifahrerfenster lässt sich von der Fahrerseite aus nicht elektrisch verstellen, das Lenkrad lässt sich ebenfalls nur in der Höhe einstellen und es gibt keine Gurthöhenverstellung. Hinten gibt es nur einen Getränkehalter.

Positiv aufgefallen: Bekommt der 68 PS-Motor Drehzahl, dann reicht die Leistung sogar aus, um gut über die Berge zu kommen. Die Lenkung und das Fahrwerk haben mich nicht nur auf den Serpentien, sondern auch später beim Slalom überzeugt.

Beim Slalom konnte ich eine ähnlich gute Zeit einfahren wie Rallye-Profis. Das spricht für eine gute Dosierbarkeit der Lenkung und natürlich auch für die kompakten Abmessungen des City-Flitzers.

Der Kofferraum ist groß genug für zwei bis drei Rucksäcke; wir hatten unser Gepäck zugänglich auf der Rückbank verstaut und natürlich angeschnallt. Das optionale Navigationsgerät macht einen guten Job und wäre meine Kaufempfehlung und inzwischen überlege ich wirklich, ob ein Gas-Antrieb nicht die klügere Wahl wäre, im Vergleich zur Elektromobilität.

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Über den Skoda Citigo findet man im Netz viele, tolle, Blog-Beiträge, einige Stimmen habe ich hier mal zusammengefasst:

Sebastian Bauer erklärt hier anschaulich die Zusammenhänge zwischen Seat Mii, VW up und dem Skoda Citigo: „Der Citigo sieht nicht nur zufällig dem VW up! oder Seat Mii in gewisser Weise ähnlich. Nein, die Konzernschwestern (oder Brüder) bauen alle auf dem VW up! auf und so gibt es von jeder Marke eine eigene Interpretation des Stadtflohs im Kleinstwagenformat. Allesamt verfolgen sie das Ziel, günstig zu habende Kleinstwagen zu sein, die im Stadtverkehr optimal mitschwimmen und auch bei gelegentlichen Überlandfahrten nicht auf die Nerven gehen. Wie üblich haben alle drei eigene Preisstrukturen, wobei ŠKODA – ebenfalls wie üblich – am günstigsten dasteht.“

Fabian Meßner schrieb: „Der Viersitzer bietet viel für wenig Geld, komischerweise sind nette Extras, wie beispielsweise ein Haken als Handtaschen-Halterung im Beifahrerfußraum nur in der höchsten Ausstattungsvariante zu haben. Hier könnte Škoda noch nachbessern und einen solchen im Prinzip einfachen Haken auch in Serie anbieten. Des Weiteren fehlt leider ein höhenverstellbare Gurt, es sollte also beim Probesitzen besonders darauf geachtet werden, ob der Gurt denn angenehm verläuft oder einem womöglich bei einem Crash den Hals abschnürt.“

…und dabei gibt er wieder das Stichwort: Sicherheit! Mit dem Thema Sicherheit werden wir uns ja zukünftig etwas mehr beschäftigen hier im Blog, darauf dürft ihr euch freuen.

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