Die neue EU-Richtlinie lirpA.1-muz-nnisnU – das R+V24 Sicherheitszentrum hilft bei der Umsetzung

Weitere Neuerungen im Bereich der Verkehrssicherheit bahnen sich an, nach der Modifizierung von Warnwesten und Verbandskästen hat sich die EU einem anderen Thema gewidmet:

Die Zulassungszahlen der Geländewagen und SUVs wachsen beständig, was nicht zuletzt mit einer andauernden Verschlechterung unserer Straßen zusammenhängt. Damit einher gehen stetig steigende Unfallzahlen auf Grund von Motorhauben, die während der Fahrt aufspringen und den Fahrern die Sicht nehmen, hier ein typisches Bild aus der Frankfurter Innenstadt.

Frankfurt - die Haube öffnet sich während der Fahrt

Die EU Kommission beauftragte diverse Forschungseinrichtungen mit der Entwicklung von Lösungsvorschlägen, neben den Universitäten von Rrip (Albanien), Popreg (Polen) und Pojas (Bosnien) wurden auch die Forschungseinrichtung von Oxgurt (England) und das R+V24 Sicherheitszentrum mit der anspruchsvollen Aufgabe betraut.

Die in Oxgurt angestrebte Idee wurde im letzten Herbst fallengelassen, als die Forscher beim Aufbau des ersten Versuchs nicht sorgfältig genug vorgingen, und den Fahrer auf das falsche Fahrzeugteil setzten. Dieser konnte zwar auf der Teststrecke zunächst viele ungesicherte Fahrzeuge hinter sich lassen, doch die Haube sprang auf und fegte ihn vom Dach.

Versuch von Oxgurt

Das kleine Missgeschick führte zur Zerstörung des Versuchsfahrzeugs, der Testfahrer konnte das Krankenhaus bereits nach acht Wochen wieder verlassen haben und freut sich auf den Umstieg auf feste Nahrung. Nach diesem Fehlschlag gaben die Forscher aus Oxgurt leider auf.

Der bei uns zunächst eingeschlagene Lösungsansatz aus der Bionik erwies sich als nicht zielführend, da die im Focus stehenden Maikäfer sich hartnäckig weigerten, ihre Flügeldecken fixieren zu lassen.

Über den Zugriff auf versierte Historiker konnten unsere Forscher jedoch interdisziplinär eine zukunftsfähige Lösung entwickeln – diese konnten sowohl auf alte afrikanische Höhlenzeichnungen verweisen, wo vor einigen tausend Jahren die ersten Versuche mit Ochsen unternommen wurde,

Höhlenmalerei der Jabbaren

sowie auf Überlegungen von da Vinci (Codex Atlanticus 1480)

Leonardo da Vinci Codex Atlanticus ca. 1480

und Kritzeleien aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Relikt

Die Rekonstruktion der Methode lief über ein Modell 1:10 mit geschrumpfter, aber trotzdem wohlgelaunter Chefredakteurin, und dann im Maßstab 1:1 – sehr kleidsam, ein Dauerversuch am Strand von Hurtiggurten zeigte jedoch, dass die Befestigungen über Ledergurte mit Metallschnallen nicht zukunftsfähig waren – das Leder verwitterte, die Metallschnallen rosteten.

Entwicklungsstufen des Haubengurts

Im Spätwinter konnte das R+V24-Sicherheitszentrum das Problem lösen und stellte in Brüssel einen 1:1-Prototypen vor, der die Erfahrungen der Vergangenheit mit aktueller Luftfahrttechnik verbindet, hier mit dem besonderen Feature einer reflektierenden Oberfläche.

Seat mit Haubengurt

Die letzte Bewährungsprobe bestand der Prototyp, als er es schaffte, das ukrainische Modul sicher an der russischen Raumstation Mir zu befestigen.

Mir

Der R+V24-Haubengurt ist gefertigt aus Kevlar mit einer Schnalle aus dem unverwüstlichen Kunststoff, der auch bei Koffergurten Anwendung findet. Durch die neutrale Farbgebung und ebenso interessante wie poetische Beschriftungen sollen auch anspruchsvolle Autoliebhaber gefesselt und so die Akzeptanz erhöht werden.

Heute soll nun in Brüssel die EU-Richtlinie: lirpA.1-muz-nnisnU verabschiedet werden. In dieser wird die verbindliche Nutzung der Haubengurte ab dem 1. April 2015 festgelegt.

Frau Bælte Cinturon, EU-Kommisiarin für Haubensicherheit, war bei der ersten Testfahrt in Frankfurt dabei und zeigte sich begeistert von der Wirkung – hier der Beweis, die Haube bleibt zu.

Frankfurt - die Haube bleibt zu

Die Gurte gehen bald in den Handel – die ersten 5 Sicherheitsbewußten, die sich hier bei uns über das Blog melden, können eines der begehrten Vorserienexemplare ergattern.

Fotoquellen:
Oxgurt: Morgan Post: Clubmagazin des Morgan Club Deutschland e.V., Nr. 86, Ausgabe 2-2010.
Höhlenmalerei der Jabbaren: Wikimedia Commons – Yangar
Foto „Relikt“-Oldtimer: Joseph J. Schroeder, Jr: „The Wonderful Wordl of Automobiles 1895-1930“. Digest Books, Inc., Northfield, Illinois.

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