Sommer, Sonne, Audi S3 Cabrio! Das kompakte Cabriolet mit Sucht-Faktor!

Achtung: Bei Cabrio-Modellen kann ich nicht objektiv sein. Ich liebe Stoffdächer, ich liebe den Wind um meine Nase und vor allem liebe ich es „oben ohne“ durch das Land zu fahren.

Bei der Fahrveranstaltung zum neuen Audi S1 hatte ich kurz die Gelegenheit mir das Audi S3 Cabriolet anzusehen. Die „normale“ Audi S3 Limousine hatten wir hier ja bereits vorgestellt und mit dem Cabriolet macht der Ingolstädter Hersteller die Audi A3 Familie nun komplett.

Nach 3-Türer und Sportback kam die Limousine und nun krönt die S-Version auch das Stoffdach-Cabrio und wenn wir nun mal zu den Mitbewerbern blicken, dann fehlt da genau so ein leistungsstarkes Modell. Audi nutzt die Nische und macht sich dort schon mal breit, bevor die Mitbewerber aus München und ggf. auch Stuttgart nachziehen werden – oder halt auch nicht.

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Gerade die Mischung aus sportlichem Antrieb, Allradantrieb und Freiluft-Garantie macht dieses Kompakt-Fahrzeug zur Allzweckswaffe für jedes Wetter. Ich gestehe, den Begriff „Waffe“ für ein Automobil zu nehmen, ist nun grenzwertig, aber mit den 300 PS unter der Haube beschleunigt das S3 Cabriolet innerhalb von 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Der Verbrauch soll bei 7,1 Litern liegen (gefahren unter optimalen Bedingungen). Der 2.0 Liter TFSI hat sich ja inzwischen schon in mehreren Fahrzeugen positiv bemerkbar gemacht und das Drehmoment von 380 Nm gibt er bereitwillig zwischen 1.800 und 5.500 U/min an das intelligente Allrad-System ab.

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Das mehrlagige Stoffdach macht (geschlossen) den Innenraum angenehm ruhig. Per Tastendruck öffnet es (sogar während der langsamen Fahrt ) innerhalb von 18 Sekunden. In dem Fall hat man dann nur noch ein Kofferraumvolumen von 245 Litern zur Verfügung; ist das Dach geschlossen verbleiben 320 Liter zum Beladen. Wer mit dem Audi S3 also in den Urlaub fahren möchte, sollte den Stauraum durch das Umlegen der Rückbank vergrößern und auf die hinteren Sitzplätze verzichten.

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Gegen Aufpreis kann man per Tastendruck aus dem durchaus komfortabel abgestimmten S3 Cabrio einen Kurvenräuber machen. Der 1,6 Tonnen schwere und 4,43 Meter lange Audi S3 verfügt in dem Fall dann über ein adaptives Fahrwerk.

Serienmäßig ist im Audi S3 Cabriolet das Audi Drive Select verbaut. Per Knopfdruck verändern sich die Kennlinien von Gasannahme, Lenkung und Getriebe. Dank der variablen Kraftverteilung des quattro-Antriebes kann man den Begriff „Traktionsprobleme“ aus seinem Wörterbuch streichen und sportlich ambitionierte Autofahrer freuen sich darüber, dass sich der Audi S3 im Sport-Programm wahrlich agil fahren lässt.

Die Fachpresse erwähnt beim Audi S3 Cabrio gerne noch die Maße 56:44! Damit ist die Gewichtsverteilung gemeint und die ist nahezu perfekt ausbalanciert.

Perfekt ist meiner Meinung nach auch die Haptik im Innenraum. Feinste Materialien, viele tolle Details und leider gibt es auch viele Dinge, die man sich einfach gönnen möchte, wie z.B. das unten abgeflachte Lenkrad, die S-Sportsitze oder aber das große MMI.

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Im Winter bzw. bei winterlichen Temperaturen kann man trotzdem offen fahren und zwar ohne Reue. Klimaanlage, Sitzheizung und Nackenheizung machen auch bei Temperaturen um die null Grad die Fahrt zum Open-Air Konzert auf vier Rädern, vor allem wenn über das MMI dann noch die Lieblingsmusik läuft.

Serienmäßig wird im Audi S3 Cabriolet das gut abgestufte Doppelkupplungs-Getriebe verbaut, der Fahrer kann natürlich auch selbst manuell Eingriff in die Gangwahl nehmen. Dafür stehen ihm Schaltwippen bzw. der Gangwahlhebel zur Verfügung.

Der sonore Klang der Auspuffanlage wird im Sport-Modus noch mal erhöht. Sind die Klappen erst einmal geöffnet, dann wummert es nicht nur tief – nein, dann brodelt es quasi im Gebälk und wenn der Fahrer es so richtig krachen lässt, dann hinterlässt das Audi S3 Cabriolet, nicht nur bei den Zwischengasstößen, einen bleibenden Eindruck.

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In den Radkästen drehen sich serienmäßig 18″ Alufelgen, dahinter müssen sich die 340er Bremsscheiben nicht verstecken. Optional gibt es 19″ Felgen und die Bremssättel selbst zeigen sich in sportlich rot lackiert.

Optisch bekommt das S3 Cabrio natürlich auch noch die notwendige Portion „Sportlichkeit“ verpasst: Die Lufteinlässe wurden verändert, der Single-Frame Kühlergrill bekommt Doppelquerstreben, die Seitenschweller wurden breiter und in die Heckklappe wurde die Abrisskante integriert. Die Heckstoßstange verfügt über einen Diffusor und umfasst die vier Endrohre. Im Innenraum dominieren die Sportsitze, das Sportlenkrad und die Pedalerie aus Edelstahl.

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Beste Sicht und gut gesehen werden! LED Rückleuchten und Xenon-Plus Scheinwerfer gehören beim Audi S3 Cabrio zur serienmäßigen Ausstattung.

Mein Fazit? Cabrio fahren macht süchtig, wer dieser Sucht einmal erlegen ist, wird sie nicht mehr los.

Mit dem Audi S3 Cabriolet fängt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe, denn man kann das Fahrzeug sportlich, aber auch komfortabel bewegen und wer es langsam angeht, der hält auch den Verbrauch in Grenzen. Im Vergleich zum serienmäßigen Audi A3 Cabriolet ist dieses sportliche Modell um 25 mm tiefer gelegt, etwas höher gelegt wurde allerdings der Kaufpreis.

Los geht es ab 48.500 Euro! Bestellbar ist es ab dem 2. Quartal 2014, wir müssen uns also noch etwas gedulden. Was sagen die anderen Blogger zum Audi S3 Cabrio? Schauen wir es uns doch einfach mal gemeinsam an:

Thomas von Autogefühl schreibt z.B.: „Der 2-Liter-Turbo beschleunigt mit seinen 300 PS das Audi S3 Cabriolet in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, so die offizielle Angabe, im konkreten Test landen wir sogar etwas darunter. Immerhin müssen gerade mal 1.620 kg Gewicht bewegt werden. Zwar besteht die Karosserie vorwiegend aus Stahl, die Motorhaube ist allerdings aus Aluminium. Ein weiteres pfiffiges Detail, nämlich die clevere Positionierung des Abgaskrümmers, führt zu einer Effizienzsteigerung und auch zu einer schnelleren Erwärmung des Motors beim Kaltstart – was der Langlebigkeit des Motors zugute kommen sollte. Der Verbrauch soll bei gut 7 Liter / 100 km liegen, was wir bisher noch nicht testen konnten. Realistisch ist dieser Wert aber eher nicht.“

Arild von Autorild schwärmt zunächst über die schwedische Location und bringt es dann auf den Punkt: „Die rasch folgenden Serpentinen krönen unseren Audi S3 Test unter der Sonne – links, rechts, Haarnadel rauf, Kuppe runter. Dank der präzisen wie direkten Lenkung, einer Achslastverteilung von 56:44 Prozent  und den vier angetriebenen Rädern das reinste Vergnügen, der Ingolstädter zieht auf der geschlossenen Schneedecke unbeirrbar seine Bahnen und ist nicht aus dem Konzept zu bringen. Es sei denn, das Verlangen nach einer spontanen Drifteinlage in nordischer Idylle wird zu groß. Lenkwinkel steigern, ein Gasstoß, schon macht das Audi S3 Cabrio 2014 im März das, was ihm in den Wintermonaten hierzulande aus Witterungsgründen verwehrt gewesen wäre: ein tadelloser Drift auf verschneiter Straße, jederzeit bestens beherrschbar. Sensationell, das S-Sportfahrwerk! “

 

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