Der VW Polo und sein verdientes Facelift 2014!

Der VW Polo wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Kaum zu glauben, oder? Von der kleinen, spartanisch ausgestatteten Kiste bis hin zu einem Fahrzeug mit hochwertiger Verarbeitung und Ausstattung hat er sich gemausert.

Immer größer ist er auch geworden, so groß das Volkswagen zwischendurch mit dem VW Lupo und dem VW up! noch weitere Kleinstfahrzeuge auf den Markt bringen mussten. Der kleinste VW ist der Polo schon lange nicht mehr, doch was steckt unter dem Blechkleid?

Bei einer Probefahrt rund um den Tegernsee haben wir uns gleich zwei Modelle angesehen. Das „normale“ Facelift vom VW Polo (in der Sonderedition Fresh) und den neuen VW CrossPolo, denn an beiden Modellen hat Volkswagen Hand angelegt.

Weitere Blogger waren ebenfalls vor Ort und dieses Mal starten wir mit den anderen Meinungen:

Larissa von Autophorie wartet lieber noch auf den GTI – der jungen Dame kann es scheinbar nicht flott genug gehen, doch auch sie findet Positives über den neuen VW Polo zu berichten: „Rein optisch hat der Kleine an der Schnute und am Popo ein neues Facelift bekommen und dazu LED-Scheinwerfer, die ihm einen markanteren Blick verschaffen. Apropos: Als hätte der Schönheitsdoc nicht schon genug getan: 27% weniger Gewicht bringt der Polo nun dank einer Fettabsaugung auf die Waage. In Kombination mit „Sunset Red Metallic“ als meinen Favoriten der 15 Farbmöglichkeiten, wirkt der Polo sportlich-schlicht. Dazu passt die Highline-Ausstattung selbstverständlich am besten.“

Dazu muss man sagen, dass man demnächst den VW Polo optional mit LED-Scheinwerfern bekommen kann, die Testfahrzeuge aber noch nicht mit der modernen Technik ausgestattet waren. Wir waren mit Vorserienmodellen unterwegs, die anderen sind noch nicht rechtzeitig fertig geworden.

Das von uns gefahrene Fahrzeug war übrigens in einem markanten „Kornblumen-Blau“ lackiert, eine Farbe an der man sich sicherlich nicht so schnell satt sehen kann.

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Mikhail von NewCarz hat sich auch das Infotainmentsystem angesehen: „Im Interieur erwarten die Passagiere neue Infotainment-Systeme sowie ein neues Layout der Instrumentierung. Die Armaturen, das Lenkrad sowie die Radio-Navigations-Einheiten ähneln derer des aktuellen Golf, basieren jedoch auf einer weiterentwickelten zweiten Modellgeneration. Ausgestattet sind die Systeme mit allerhand Schnittstellen: Ob SD-Karten-Steckplatz, Bluetooth-Media-Streaming oder USB-Anschluss, hier ist man bei Volkswagen auf dem neuesten Stand. Die höchste Ausbaustufe, die auf den Namen „Composition Media“ hört, beinhaltet ein Farbdisplay mit Annäherungssensorik inklusive JPEG-Viewer, der es ermöglicht Bilder einzuspielen.“

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Dazu kommt noch das Mirror-Link für Smartphones, die auf Android basieren. Damit zieht das Smartphone quasi in das Fahrzeug ein und einige Apps lassen sich dann über das Display vom Fahrzeug aus bedienen. Internet-Radio, Spotify, Navigation, Facebook, Foursquare… ich hätte mehr als nur eine Verwendung für so ein System – besitze aber (leider) ein iPhone. Da muss ich wohl auf Apple-Car-Play warten, doch das ist derzeitig für den VW Polo noch nicht vorgesehen.

Mario Lehmann schreibt auf Driversgroove: „Ein Ruck zieht sich plötzlich durchs Auto und reißt mich aus meiner Unaufmerksamkeit. Eilig geht mein Blick zurück auf die Straße – erst jetzt sah ich die rot aufflammenden Bremsleuchten des Autos vor mir. Die Adaptive Cruise Control (ACC) registrierte zu meinem Glück jedoch den sich verkürzenden Sicherheitsabstand und bremste selbstständig unseren Polo runter.“

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Ja, das sind die neuen Assistenzsysteme, die ebenfalls eingezogen sind. Der VW Polo bekam also nicht nur ein optisches Facelift und neue Motoren, nein nun ist der VW Polo auch der Kleinwagen mit den meisten Assistenzsystemen:

Müdigkeitserkennung, Rückfahrkamera (nicht ganz so scharf, dafür aber mit 270 Euro günstig), Umfeldbeobachtung, Front Assist, adaptiver Tempomat, City-Notbremsfunktion und und und… da werden nun einige VW Golf Besitzer neidisch schauen, denn „ihre Technik“ gibt es nun auch im kleinen Bruder, der sich damit ganz schön gemausert hat.

Thomas von Autogefühl weiß: „Die größten Veränderungen stecken unter der Haube: Alle Motoren sind komplett neu und versprechen einen geringeren Verbrauch. Die so genannte BlueMotion Technology wird nun noch mehr hervorgehoben, sie bietet grundsätzlich Reifen mit wenig Rollwiderstand und Stop/Start-System. Eine Variante, die man nun für alle Motoren bekommt.“

Gefahren sind  wir den VW Polo mit dem 90 PS starken TSI. Der 1.2 Liter Turbo Benziner, der vorher über 4 PS weniger verfügte, erfüllt nun auch die EU 6 Norm und beschleunigt den VW Polo innerhalb von 10,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Vortrieb endet bei Autobahntauglichen 184 km/h und bis dahin ist er wirklich „ruhig“ unterwegs.

Das Fahrwerk überzeugt, die Lenkung auch, die Haptik und das Fahrgefühl selbst ist für die Klasse herausragend.  Gibt es überhaupt etwas zu kritisieren? Natürlich! Die Sport-Select Taste vom optionalen Sportfahrwerk ist nicht adaptiv, kann also das harte Fahrwerk nur noch härter machen. Da hat der größere Konzernbruder mit dem adaptiven Fahrwerk dann doch noch die Nase vorn.

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Beim VW CrossPolo bekommt man auch weiterhin nur den Cross-Look, VW verzichtet auf einen Allradantrieb und spendiert dem Möchtegern-Offroader lieber ein paar optische Veränderungen.

Schwarze Radläufe und Seitenbeplankungen, silbere Dachreiling, spezielle Stoßstangen vorne und hinten, ein Unterfahrschutz und ein ca. 15 mm höher gelegtes Fahrwerk. In den Radkästen drehen sich in dem Fall 17″ Felgen, die vermutlich dafür sorgen, dass der VW CrossPolo sich auf der Straße wie ein ganz normaler VW Polo verhält, also sehr gutmütig.

Auch den CrossPolo sind wir mit dem 90 PS TSI gefahren, dieses Mal allerdings mit einem DSG. Wer also nicht gerne schaltet, der kann zum DSG greifen. Sparen kann man sich meiner Meinung nach den Diesel, denn der 90 PS TSI ist mit einem NEFZ-Verbrauch von 4,9 Litern auch schon sparsam unterwegs und günstiger in Anschaffung und Steuern.

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Vier Personen können bequem sitzen, der Kofferaum bietet ein Volumen zwischen 280 und 951 Liter. Der doppelte Ladeboden sorgt im Bedarfsfall für eine fast ebene Ladefläche. Die Rücksitzelehnen können vom Kofferraum aus umgelegt werden. Kindersitze lassen sich einfach positionieren und via ISOFix oder die ausreichende Gurtlänge befestigen.

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Gut und günstig?

Ab 12.450 Euro geht es los. Unser Testfahrzeug (also der normale VW Polo) hatte einen Preis von ca. 20.000 Euro und war mit Klimaanlage, Sitzheizung, Mittelarmlehne, schönen Felgen, getönten Scheiben usw. sehr gut ausgestattet. Sicherlich gibt es günstigere Kleinfahrzeuge, doch gibt es auch bessere?

Den direkten Vorgänger vom neuen VW Polo hatten wir hier ja schon einmal kurz vorgestellt, mit dem Facelift legt Volkswagen noch einmal eine Schüppe drauf.

Dieses Mal haben wir kein eigenes Video für euch, aber wie wäre es denn mit diesen hier:

VW Polo 2014 Facelift Fahrbericht deutsch:

VW CrossPolo 2014 Facelift Vorstellung deutsch:

…und wie Nicole Männl das Fahrzeug getestet hat, das seht ihr hier in dem VW Promo-Video:

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