Auf dem Weg zum H-Kennzeichen – Teil 3: Zulassung

Das Wichtigste gleich am Anfang: Ich habe endlich mein H-Kennzeichen!

Am Dienstag bin ich zur Zulassungstelle nach Hofheim gepilgert. Im Gepäck waren neben dem druckfrischen Gutachten die Zulassungsbescheinigung (Teil 1 und 2), Personalausweis und eVB. Die eVB (früher war das die Doppelkarte) hatte mir die Versicherung schon per E-Mail zugeschickt.

Nach nur 10 Minuten Wartezeit kam ich an die Reihe und durfte mein Anliegen vortragen. Die Änderung benötigte ein wenig Zeit, da geklärt werden musste, ob ich mein altes Kennzeichen aus Frankfurt in ein H-Kennzeichen umwandeln kann. Leider geht dies nicht, da ich jetzt im Taunus wohne. Aber MTK ist auch in Ordnung.

Der Rest ging sehr schnell. Die Gebühren am Automaten bezahlt, die Schilder machen lassen, die alten Kennzeichen entstempeln, mit den Neuen zur Dame, die die Plaketten klebt und angeschraubt. Das wars. Eigentlich unspektakulär…

H-Gutachten

Ausschnitt aus H-Gutachten

Die Kosten

Versicherung
Bisher habe ich für die Versicherung (Haftpflicht) 170,07 Euro für den Saison-Zeitraum April bis September gezahlt. Jetzt zahle ich rund 100 Euro für das ganze Jahr. Ich spare also circa 70 Euro. Wenn man den Zeitraum berücksichtigt noch mehr. Zukünftig wird die Haftpflicht durch eine Kasko ergänzt. Das lohnt sich, da die Oldtimer-Preise immer noch anziehen und die guten 6er seltener werden.

Steuer
Vorher habe ich 310 Euro für den Saison-Zeitraum gezahlt. Jetzt zahle ich 191,73 Euro für das ganze Jahr. Hier spare ich circa 120 Euro, wenn man den Zeitraum berücksichtigt noch mehr.

Gutachten
Für die Erstellung des Gutachtens nach §23 inklusive Hauptuntersuchung (HU) habe ich 92 Euro bezahlt. Dazu kamen noch die Kosten für die Abgasuntersuchung (AU) in Höhe von 29 Euro. Insgesamt 121 Euro. Die Kosten für die TÜV-Vorbereitung der Werkstatt habe ich bei den Kosten für die Reparatur der Bremsen verbucht.

Zulassung
Auf der Zulassungsstelle durfte ich 36,50 Euro Gebühren zahlen, 10,20 Euro davon für mein Wunschkennzeichen. Die Kosten für das Kennzeichen nach Wunsch kann man sich natürlich sparen, bei mir musste es einfach sein. Die neuen Schilder haben mich 16 Euro gekostet.

Fazit

Für mich lohnt sich das H! Der Aufwand war gering und das Sparpotential ist groß.

Die einmaligen Kosten für Gutachten und Zulassung in Höhe von 173,50 Euro stehen jährlichen Einsparungen von 120 Euro gegenüber. Nach 1,5 Jahren haben sich die Kosten also schon wieder amortisiert. Und dabei habe ich die Tatsache, dass ich zukünftig das ganze Jahr über fahren darf noch nicht berücksichtigt.

Ich finde den Aufwand für das H-Kennzeichen überschaubar und würde es allen empfehlen, die einen Oldtimer mit größerem Hubraum fahren. Das gesparte Geld wandert sowieso in die Pflege des automobilen Kulturgutes.

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