Heißer Mokka oder kalter Kaffee? Kaufberatung / Fahrbericht Opel Mokka!

Wenn ich den Opel Mokka nun als „Opel-Retter“ tituliere übertreibe ich zwar etwas, aber in Europa konnten nun bereits 240.000 Fahrzeuge abgesetzt werden. Der kompakte Opel Mokka war sowohl im Mai als auch in den ersten fünf Monaten des Jahres 2014 die unangefochtene Nummer eins im SUV-Segment – wenn man sich die Zulassungszahlen in Deutschland anschaut. Ein guter Grund also, sich das Fahrzeug einmal näher anzusehen, oder?

Auf die Länge kommt es an?

Mit einer Gesamtlänge von 4,27 Meter und einer Höhe von 1,65 Meter gehört der 2,03 Meter breite (gemessen inkl. Außenspiegel) Opel Mokka also zur Klasse der kompakten SUVs. Der Radstand beträgt 2,55 Meter, der Wendekreis liegt mit 10,9 Metern noch im Rahmen.

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Heißer Opel Mokka oder kalter Kaffee?

Unter der Motorhaube, da versteckt sich hier (wortwörtlich genommen) ein kleiner 1.4 Liter 4-Zylinder. Dank Turboaufladung bringt er immerhin 140 PS auf die Räder bzw. auf den Leistungsprüfstand. In dem Drehzahlband zwischen 1850 und 4900 U/min liegt ein Drehmoment von 200 Nm an der Kurbelwelle an. Innerhalb von 9,8 Sekunden beschleunigt der 140 PS starke Opel Mokka von 0 auf 100 km/h und der Vortrieb endet erst bei 186 km/h.

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Die Opel Mokka Experten wissen nun:

Wir haben hier die Allrad-Version. Das intelligente System wiegt gerade einmal 60 kg mehr und leitet im Bedarfsfall die Kraft von der Vorderachse auf die Hinterachse. Um Kraftstoff zu sparen wird der Opel Mokka – im Normalfall – aber fast ausschließlich über die Vorderachse angetrieben. Der NEFZ-Verbrauch liegt kombiniert bei 6,4 Liter auf 100 km – jetzt nach ein paar Kilometern Testfahrt kann ich bestätigen, dass man auch 8,4 Liter verbrauchen kann, vor allem wenn der städtische Anteil höher liegt. Eventuell sollte man sich in dem Fall eher für den Diesel entscheiden.

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Optisch gesehen ist der Opel Mokka meiner Meinung nach gelungen, die SUV typischen Radläufe sind dezent gehalten. Der kompakte Opel Mokka wirkt bullig und elegant zugleich, die Front wirkt alles andere als aggresiv. Er sieht freundlich aus und wer hat nicht gerne einen freundlichen Gefährten?

In den Radkästen, da drehen sich hier bei unserem Testfahrzeug 18″ Felgen. Optional sind auch 19″ Felgen erhältlich und ich darf bestätigen, dass die großen Schuhe dem Opel Mokka ausgesprochen gut stehen. Wer übrigens Angst hat, dass er nun mit den „breiten Reifen“ schlechter Einparken könnte, den kann ich beruhigen: Die Servolenkung vom Opel Mokka ist so leichtgängig, dass man das Fahrzeug mit dem kleinen Finger lenken kann. Da sich die Leichtgängigkeit – allerdings nicht wirklich – bei zügiger Fahrt verändert, kann das auch zum Teil negativ ausgelegt werden.

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Im Innenraum gibt es zahlreiche Ablageflächen, Staufächer und in die Tür-Taschen passen ohne Probleme 1,5 Liter Flaschen. Die Sitze sind straff und eine gute Sitzposition ist schnell gefunden. Ausreichend Kopf- und Beinfreiheit finden vorne auch größere Personen, hinten kann man bis zu einer Körperlänge von 1,75 bequem sitzen.

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Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, die 6-Gang Schaltung knackig und somit lässt sich am Fahrverhalten in der Stadt und auch auf der Landstraße nichts aussetzen. Auf der Autobahn, da wird es dann im Innenraum gerne auch etwas lauter, aber das bringt die Form halt so mit sich.

Der Kofferraum verfügt über eine 73 cm hohe Ladekante und ist selbst auch eher etwas zerklüftet, so dass man beim normalen Wochenend-Einkauf schon mal mit den Getränke- und Klappkisten Tetris spielen muss. Mit einem Volumen von 356-1372 Liter ist der Platz allerdings ausreichend, um größere Gegenstände wie z. B. ein kleines zweisitziges Sofa zu transportieren. 1,40 Meter lang und ca. 85 cm breit können die Gegenstände sein. Durch den doppelten Boden gibt es in der Reservadmulde noch mal Platz, denn unser Opel Mokka verfügt über das Tyre-Fit System. Die Heckklappe schwingt weit hoch und selbst 1,90 Meter große Personen können noch unter dieser aufrecht stehen.

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Die Preisfrage:

Preislich startet der Opel Mokka ab 18.990 Euro, unsere Testversion hatte einen Basispreis von 26.705 Euro und natürlich gibt es dann noch die optionalen Wünsche, die Aufpreis kosten. Eine klare Kaufempfehlung gibt es für die Rückfahrkamera, die das Einparken ungemein erleichtert und ich persönlich bin ja ein Fan von Glasdächern, somit würde ich mich auch für ein Schiebedach begeistern können. Inkl. Lederausstattung und Anhängerkupplung (man darf übrigens nur 700 kg – 1,2 Tonnen ziehen) läge mein Opel Mokka dann bei knapp 30.000 Euro. Viel Holz für einen kleinen SUV, mit dem man sich gar nicht ins richtige Gelände wagen kann, oder? Aber jetzt mal unter uns: Wann habt ihr denn einen von den großen SUVs schon mal so richtig im Schlamm und Matsch spielen gesehen?

Der Opel Mokka im Zielgruppen-Check:

Opel Mokka Kaufberatung für Singles / Paare: Sportlich unterwegs?
Dann vergesst nicht die Anhängerkupplung bzw. den Flex-Ride Fahrrad-Halter, denn in so einen Opel Mokka bekommt ihr die Bikes nicht. Wohl aber an das Heck bzw. aufs Dach.

Opel Mokka Kaufberatung für junge Familien mit 1 Kind: Funktioniert!
Selbst ein Kinderwagen passt in den Kofferraum, die Gurtlängen hinten sind ausreichend dimensioniert um z.B. auch Maxi-Cosi Sitze zu installieren und natürlich gibt es hinten links und rechts auch ISO-Fix-Halterungen. Kritikpunkt: Die Gurtpeitschen sind nicht wirklich fest angebracht, diese können durchrutschen und somit kleinen Kindern das anschnallen (lernen) erschweren.

Opel Mokka Kaufberatung für junge Familien mit 2 Kindern: Vergesst es!
Der Kofferraum ist für zwei Kinder einfach zu klein, wenn noch ein Kinderwagen transportiert werden muss. Sind die Kinder im Kindergarten-Alter bzw. schon in der Schule, dann klappt es, wenn man sich beim Wochenendeinkauf etwas einschränkt.

Opel Mokka Kaufberatung für die Best Ager:
Eine gute Sitzpostion ist gewährleistet und um den Kofferraum zu beladen muss man sich auch nicht mehr bücken. Die Sitze lassen sich gut einstellen und schnell ist eine gute Sitzposition gefunden. Wenn nun die Tasten-Flut im Innenraum die Fahrer nicht überfordert, ist der Opel Mokka durchaus eine Empfehlung für die Generation 50+.

Fazit: Umparken im Kopf?
Dank der breiten C-Säule und der etwas unübersichtlichen Form, gelingt das Umparken mit der Rückfahrkamera. Ist die vorhanden, dann ist der Opel Mokka ein gutes, kompaktes, modernes Fahrzeug – welches sogar optional mit einigen Sicherheitsassistenz-Systemen ausgestattet werden kann. Wenn man einmal den Tasten-Schock vom Innenraum überwunden hat, dann gewöhnt man sich schnell an die Vorzüge, dass es für fast jede Funktion eine Taste gibt.

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