24h Rennen Nürburgring 2014 – Frauen, Fakten, Fahrzeuge & Livestream

Das 24 Stunden Rennen auf der Norschleife gilt als das größte Rennen der Welt! 175 Fahrzeuge, ca. 650 Rennfahrer, eine ca. 25 km lange Strecke (Grand-Prix Kurs inkl. Nürburgring-Nordschleife), 200.000 Zuschauer und alleine 2.000 Mitarbeiter, die für die Organisation verantwortlich sind.

Alleine diese Fakten machen das 24h Rennen am Nürburgring schon einmalig, doch werfen wir ein Blick auf das Starterfeld, dann reift der Mythos zum Superlativ. Denn hier treffen Le Mans Helden und ehemalige Formel 1 Piloten auf Sänger, Skater und Weltraum-Springer.

Das Starterfeld

Gleich acht verschiedene Fabrikate treten in diesem Jahr in den potenziellen Siegerklassen an.

Das Team Black Falcon darf auf einem seiner Mercedes-Benz SLS AMG GT3 die Startnummer 1 des Vorjahressiegers aufkleben und führt damit auch die Flügeltürer-Fraktion an, zu der zum Beispiel auch das ROWE Team und das HTP Team gehören.

Das Team Black Falcon sorgte im vergangenen Jahr für den ersten Mercedes-Sieg beim ADAC Zurich 24h-Rennen. Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards, Bernd Schneider und Nicki Thiim gewannen damals im Mercedes-Benz SLS AMG.

Neben den Flügeltürern mit Stern, sollte man auch ein Auge auf die Audi R8 LMS Ultra Rennfahrzeuge haben, die z.B. von den Teams Phoenix, Abt und Audi Race experience eingesetzt werden. Fünf Audi-Teams mit acht Audi R8 LMS ultra kämpfen beim Eifel-Marathon um den Sieg.

Mit dem aktuellen Le-Mans-Sieger Marcel Fässler sowie Pierre Kaffer, René Rast, Nicki Thiim, Richard Westbrook und Roman Rusinov bestreiten sechs Fahrer sogar beide wichtigen 24-Stunden-Rennen.

BMW Fans freuen sich auf die BMW Z4 GT3 Modelle und das Starterfeld wird durch weitere Fahrzeuge von Nissan, Toyota, Porsche, McLaren, Ferrari, Lexus oder aber auch Aston Martin abgerundet.

Um Chancengleichheit zu gewährleisten, gibt eine Balance of Performance wichtige Eckpunkten für viele Fahrzeugmodelle der leistungsstärksten Fahrzeugklassen vor. Dazu gehören etwa Gewicht, Airrestriktor-Größe und Tankinhalt.

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Das Fahrzeug ist beim 24h Rennen aber nur Mittel zum Zweck, denn wie auch schon in Le Mans gilt: Wer die 24 Stunden übersteht – ist ein Gewinner!

Dieses Jahr treten wieder zahlreiche prominente Fahrer an; neben vielen 24h- und VLN-Piloten gibt es auch „Promis“, die sich hinter das Lenkrad wagen. Einige mit viel Rennsporterfahrung wie z.B. „Smudo“ von den Fantastischen 4 oder Titus Dittmann von der Skater-Schmiede Titus aus Münster. Hoffen wir mal, dass die Viper dieses Jahr durchhält. skate-aid sei hier noch mal ausdrücklich erwähnt, denn Titus hat nicht nur ein Faible für Autos, sondern auch für Kinder.

Neben den „alten Hasen“ zeigen sich auch Newbies hinter den Lenkrädern, so z.B. wird sich Red-Bull Felix hinter ein Lenkrad setzen. Felix? Felix Baumgartner! Der Stratosphärenspringer muss nun auf dem Boden bleiben und sollte mit seinem Audi besser nicht abfliegen.

Rennsport ist Männersache?

Mitnichten! Beim 24h Rennen am Nürburgring sind Frauen nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ernstzunehmende Gegner, wenn es um den Gesamtsieg geht. Sabine Schmitz fährt zum Beispiel für Frikadelli-Racing in einem Porsche 911 GT3-R, Claudia Hürtgen sitzt neben Martin Tomczyk im BMW Z4 GT3 und Chantal Kroll wird man in einem BMW M3 GTR sehen können.

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Für das Team pro handicap e.V. geht Jutta Kleinschmidt an den Start. Sie startet in der SP 4 T Klasse in einem Audi TTS, Daniela Schmid sitzt in einem Audi TT RS und spätestens jetzt sollte jeder verstanden haben, dass Frauen im Motorsport nicht nur als Grid-Girls eine gute Figur machen.

Im Starterfeld entdeckt man auch ein paar Exoten, wie wäre es z.B. mit dem Kult-Manta? Hinterm Lenkrad wie gehabt: Volker Strycek! Ich kann euch versichern, dass jede Manta-Runde von den Fans mit viel Applaus belohnt wird und der ca. 250 PS starke Opel Manta B fährt auch heute noch den modernen Fahrzeugen „um die Ohren“.

Live dabei sein? Kein Problem!

Es gibt einen Livestream vom 24 Stunden Rennen und natürlich auch einen Live-Ticker mit den aktuellen Daten / Platzierungen und auch wenn beim 24 Stunden Rennen erst am Schluss abgerechnet wird, können manche Zeiten schon mal einen Ausblick auf die Fähigkeiten von Mensch und Maschine geben.

Nichts ist so berühmt und berüchtigt wie die Strecke und das Wetter. Wie immer muss man sich hier am Nürburgring Gedanken über das Wetter machen. Darf man den Wetterfröschen glauben, dann soll es am Rennwochenende in der Eifel trocken bleiben und die Fans dürfen sogar mal die Sonne sehen. Ideale Voraussetzungen also für ein gelungenes Rennwochenende, doch Eifel-Fans wissen, dass sich das Wetter dort oft nicht an die Vorhersagen hält.

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Wann startet das 24h Rennen am Nürburgring?

In die Startaufstellung geht es am 21.06. ab ca. 14.10 und um 16 Uhr startet dann das 42. 24 Stunden Rennen auf der Gesamtstrecke, bestehend aus dem Grand-Prix-Kurs und der legendären Nordschleife (auch grüne Hölle genannt). Der Zieleinlauf ist somit am 22.06 um 16 Uhr.

Wer gewinnt?

Das Team, das bis dahin die meisten Runden abgespult hat, klingt einfach oder? Ist es aber nicht, denn der Nürburgring stellt nicht nur höchste Ansprüche an Fahrer und Fahrzeug, sondern hat immer ein paar Überraschungen parat. Daher ist es gar nicht so einfach, jetzt schon einen Sieger oder gar einen Favoriten auszumachen.

Die Top-Teams aus der SP 9 GT3 Klasse werden sicherlich vorne dabei sein, sofern sie nicht wegen eines technischen Defekts oder eines Unfalls (dem wir keinem wünschen) ausscheiden. Ich kann euch aber jetzt schon sagen, dass es beim ersten Training schon einige Dreher und Einschläge gab. Es wird also heiß…

…und wenn es dunkel wird, dann wird es erst recht spannend. Zur Einstimmung habe ich hier schon mal eine Runde Nordschleife bei Nacht. Hier sitzt ihr nun in einem Audi R8 GT3 LMS und werdet von Marco Seefried chauffiert:

Wie sich ein Porsche-Pilot tagsüber fühlt kann ich euch auch noch zeigen, denn hier gibt es vom Qualifikationsrennen eine Runde mit Richard Westbrook, der euch in einem Porsche 911 GT3 R mitnimmt:

 

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