Neuwagen der Woche: Der Peugeot 108 als 1.0 l e-VTi (5 Türer)

Auf Einladung von Peugeot ging es für mich und weitere Blogger und Journalisten nach Neuss. Bei der nationalen Fahrveranstaltung hatte ich die Gelegenheit mir den neuen Peugeot 108 einmal näher anzusehen.

Unter der Haube vom 2014 Peugeot 108 1.0 l e-VTi STOP & START findet man den 1,0 Liter 3-Zylinder Benziner mit einer Leistung von 69 PS (51 kW) und einem maximalen Drehmoment von 95 Nm, welches bei 4.300 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht.

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Nun erwartet man schon bei den Werten keine Rakete, aber der Vollständigkeit halber gibt es trotzdem die Werte: Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Peugeot 108 (1.0 l e-VTi STOP & START) innerhalb von 14,6 Sekunden, der Vortrieb endet bei 160 km/h.

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Der Peugeot 108 ist 3,48 m lang, 1,46 m hoch und 1,62 Meter breit! Der Radstand beträgt 2,34 Meter, der Wendekreis liegt bei 10,00 Metern! Dieser verbessert sich übrigens, wenn man den Peugeot auf 14″ Felgen stellt, jedoch stehen dem kleinen Cityflitzer die größeren Felgen besser.

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Die maximale Zuladung liegt bei 255 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1.240 kg. Die Dachlast wird vom Hersteller mit 50 kg angegeben. Eine Anhängerkupplung ist nicht vorgesehen.

Werfen wir einen Blick in den Kofferraum! In den Kofferraum vom Peugeot 108 passt ein Volumen von 180 Litern, wenn das Fahrzeug über ein Notrad verfügt. Das Volumen erhöht sich auf 195 Liter wenn man sich für das Reifen-Reparatur-Set entscheidet.

Klappt man die Rückbank (im Verhältnis 50:50 um), steht ein Volumen von 760 Liter zur Verfügung.

Nicht Vergessen: Die Zuladung bleibt im schlimmsten Fall bei 255 kg, da ist der Cityflitzer (der übrigens über vier Sitzplätze verfügt) mit etwas Gepäck schon überladen. Er ist halt kein Nutzwagen, wobei so ein City-Flitzer doch auch ganz nützlich sein kann.

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Peugeot gibt den kombinierten NEFZ-Verbrauch mit 3,8 Liter auf 100 km an. Dank dem 35 Liter großen Tank sind rein rechnerisch Reichweiten von 920 Kilometer möglich.

Bei unserer Testfahrt haben wir ca. 2,8 Liter mehr verbraucht. Das liegt mitunter auch an der Tatsache, dass man den 3-Zylinder auf Touren bringen bzw. halten muss, wenn man etwas „flotter“ unterwegs sein möchte.

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Das manuelle 5-Gang Getriebe lässt sich natürlich nicht schaltfaul fahren. Wer häufiger über die Landstraße bzw. über die Autobahn muss, der sollte ggf. zum 1.2 Liter Motor greifen, denn dafür fehlt es dem kleinen 3-Zylinder etwas an Leistung.

Das Getriebe könnte etwas knackiger sein, die Federung ist dafür straff. Auf schnelle Lastwechsel reagiert der Peugeot 108 etwas empfindlich, aber das ESP bremst das Fahrzeug dann wieder ein. Die Bremsen sind der Klasse angemessen und lassen sich fein dosieren, die Lenkung ist – wenn Servolenkung verbaut – leichtgängig, vermittelt aber keine gute Rückmeldung, aber auch die hat man vermutlich nicht erwartet.

Der Basispreis vom Peugeot 108 liegt bei 8.990 Euro, je nach Ausstattung kann man diesen Wert natürlich auch nach oben schrauben. Unser Testmodell lag bei mindestens 13.450 Euro (Allure-Ausstattung).

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Was schreiben die anderen Blogger über den Peugeot 108?

Robert Krippgans schreibt von der Deutschland-Premiere: „Bei der Deutschlandpremiere des neuen Peugeot 108 auf der AMI 2014 in Leipzig wurden auch gleich noch die Preise für den französischen Kleinstwagen bekanntgegeben. Sie starten bei mindestens 8.890 Euro für den Dreitürer mit dem VTi68-Aggregat. Der 1,0 l-Motor leistet 68 PS und ist mit einer Fünfgang-Handschaltung, optionalem Start-Stopp-System oder auch einem automatisiertem Fünfganggetriebe lieferbar. Wer will, kann den kleinen Franzosen auch in ein echtes Cabrio verwandeln. In den Ausstattungslinien Active und Allure gibt es für mindestens 12.300 Euro ein elektrisch bedienbares Stoffverdeck.“

Das hätten wir auch gerne getestet, stand uns aber leider nicht zur Verfügung. Das Faltdach gibt es im Peugeot 108 optional, egal ob man nun einen 3- oder einen 5-Türer nimmt.

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Mikhail Bievetsky ist den Peugeot 108 bereits in Frankreich gefahren: „Enge, Tristesse und billigste Materialien: Das ist es, was man von einem günstigen Kleinstwagen erwartet. Doch nicht so im 108. Der Klavierlack in Hülle und Fülle erzeugt ein hochwertiges Erscheinungsbild und passt ebenfalls zum Charakter, in einer höheren Fahrzeugklasse unterwegs zu sein. Hinzu kommen Extras, die man in einem kleinen Stadtauto bislang vergebens suchte. Klimaautomatik, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer oder aber eine Rückfahrkamera stehen in der Optionsliste. Auch ist ein beheizbares Lenkrad verfügbar, das kalte Frauenhände erfreuen wird, aber schon aus Opels Adam bekannt ist.“

Da möchte ich in einigen Punkten widersprechen. Die Optik vom Innenraum ist zwar nett, die Materialien fühlen sich aber leider nicht hochwertig an. Der Einsatz von Soft-Touch Materialien hätte hier Abhilfe schaffen können.

Optional gibt es zwar tatsächlich einen Tempomaten und eine Rückfahrkamera, aber an Basics wie eine Beleuchtung hinten oder Griffe, die das Einsteigen erleichtern könnten, mangelt es im Peugeot 108.

Die Sitze hinten lassen eine Kontur vermissen und auch die Sitze vorne bieten etwas wenig Seitenhalt.

Das Lenkrad lässt sich nur in der Höhe verstellen und eine Gurthöhenverstellung vermisst man ebenfalls.

Dafür gibt es im Peugeot 108 elektrische Fensterheber. Man kann von der Fahrerseite sogar das Beifahrerfenster öffnen. Warum ich das so lobe? Das kann der direkte Mitbewerber (der VW up!“) z.B. nicht!

Fabian Messner schreibt: „Toyota, Citroen und Peugeot. Sie alle haben eines gemein: den Kleinwagen und dieselbe Plattform. Toyota Aygo, Citroen C1 und Peugeot 108 basieren alle auf demselben Grundgerüst. Da heißt es viel individualisieren, um die Kunden, bevorzugt die Frauen, für sich zu gewinnen. Der zuletzt genannte Franzose bringt dabei gleich sieben verschiedene Dekors, die sich nicht nur außen wiederfinden, sondern auch im Innenraum dezent auftragen.“

…und es geht natürlich weiter, jedes Fahrzeug lässt sich individualisieren – andere Farben, andere Felgen, andere Aufkleber – kein Problem!

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Probleme gibt es aber scheinbar beim Mirror-Link-Infotainmentsystem. Auch hier bringt es Fabian Messner in einem anderen Beitrag auf den Punkt: „Ich bin ohnehin kein Freund des “wir nutzen ein Smartphone zur Navigation“-Systems. Zuerst hat es zuverlässig funktioniert, war schnell und flüssig, auch Neuberechnungen gingen zackig. Doch gegen später offenbarte sich alle Negativpunkte von MirrorLink. Dabei wird der Touchscreen in der Mittelkonsole als externer Bildschirm benutzt. Mit anderen Worten ohne Smartphone geht nichts außer Radio!“

Stimmt! Mit Smartphone funktionierte auch das Musik-Streaming. Egal ob von iTunes oder Spotify, die Songs wurden abgespielt und selbst die Cover wurden angezeigt.

Fazit: Gestern wurde der neue Smart vorgestellt. Der ist durch den geringen Wendekreis von unter 7 Metern in der Disziplin natürlich um eine Nasenlänge voraus und qualifiziert sich eher als Cityflitzer. Der Peugeot 108 überzeugt durch seine eigenständige Optik, lässt es aber etwas an der Qualität mangeln.

Die Tatsache, dass Peugeot selbst an Farbe (unlackierter Motorraum) gespart hat, lässt da doch tief blicken. Sparfüchse müssen kräftig kurbeln, die Basis-Version vom Peugeot 108 kommt ohne Servolenkung! Die Optik hingegen, die könnte überzeugen und ich habe mir sagen lassen, dass dann oft andere Beweggründe in den Hintergrund rücken.

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