Parksharing: Mi(e)tparker gesucht & gefunden

Was früher nur mit Kleinanzeigen in der Presse oder mit Aushängen in Supermärkten möglich war, ersetzen heutzutage Online-Plattformen und diverse Handy-Apps. Einen großen Boom erleben derzeit Auto-Apps und Websites, die es zum Ziel haben, mit lokaler Suchfunktion oder aktuellen Tipps, den Geldbeutel des Fahrers und Mitfahrers zu schonen.

Nach Tankstellen-, Werkstatt-, Mitfahrer- und Mitbenutzersuche, wird besonders in den Großstädten das Parksharing immer beliebter.

Das Prinzip ist sehr einfach und nicht wirklich neu: Wer seinen Parkplatz nicht braucht oder nur für einen bestimmten Tageszeitraum anbieten möchte (z.B. von 8 bis 17 Uhr), veröffentlicht sein Angebot im Internet und findet auf diese Weise Interessenten, die genau nach einer solchen Möglichkeit einmalig oder regelmäßig suchen und bereit sind, für diesen Service zu zahlen.

Die Bezahlung unterscheidet sich natürlich deutlich von den üblichen Parkgebühren, was auch den großen Erfolg solcher Angebote erklärt. Der Anbieter und der parkplatzsuchende Autofahrer freuen sich über ihre Vorteile, die leeren Parkplätze erfüllen endlich ihren Zweck und die mühsame Suche nach einem freien Parkplatz nimmt ab (damit auch der Parksuchverkehr und die Umweltbelastung).

Leerstehende Kundenparkplätze bieten Potenzial

Die Idee ist sehr interessant, zumal es an bestimmten Orten sehr an Parkmöglichkeiten mangelt und es architektonisch oder bautechnisch nicht möglich ist, neue Parkplätze zu bauen.

Auf der anderen Seite fragen wir uns oft, warum so viele Firmen- und Kundenparkplätze an sehr begehrten Orten während der Betriebsferien, außerhalb oder sogar während der Öffnungszeiten leer stehen, während zahlreiche Autofahrer wie Geier herumkreisen und keine Parklücke finden oder hartnäckig um den frei gewordenen Parkplatz kämpfen müssen.

Besonders ärgerlich sind dabei die abschreckenden Schilder an längst nicht mehr genutzten Ausfahrten („Ausfahrt Tag und Nacht freihalten“) oder an kaum gebrauchten, privaten Stellplätzen („Unberechtigt parkende Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt“).

Parkverbots-Schild

Konkurrenz für herkömmliche Parkplätze

Genau solche Flächen werden immer häufiger erfolgreich vermietet und stellen eine ernste Konkurrenz für die herkömmlichen Parkplatzanbieter, deren Preisgestaltung aufgrund fehlender Alternativen oft nur schwer nachvollziehbar ist.

Die Registrierung und Nutzung der Parkbörsen ist in der Regel kostenlos. Parkflächen können über Apps auch von unterwegs langfristig, tage- oder sogar stundenweise angemietet werden. Die Mietprovision in Höhe von 20-30% bezahlt der Vermieter.

Matthias hat hier auch schon einige Parking-Apps wie mobileCity und EasyPark in einem Artikel näher vorgestellt.

Freie Sharing-Parkplätze in eurer Nähe finden ihr u.a. auf den folgenden Online-Plattformen:

http://www.parku.de
http://www.ampido.com
http://www.unserparkplatz.de
http://www.parkplace.de
http://www.parkonaut.de
http://www.park2gether.com
http://www.parkinglist.de
http://www.justpark.com
http://www.parkplatz-gesucht.de

Nutzt ihr noch klassische Parklpätze oder baut ihr auf die App-Unterstützung?

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