Sportlicher Kleinwagen? Ford Fiesta ST!

Der Ford Fiesta ST ist klein, sportlich und inzwischen als junger Gebrauchtwagen sogar schon günstig. Der Flitzer beschleunigt von 0 auf 100 in 6,9 Sekunden, schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h und überzeugt durch ein Drehmoment von 240 Nm (kurzzeitig stehen dank Overboost Funktion sogar 290 Nm zur Verfügung).

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Der 1,6 Liter Ecoboost-Benziner leistet 182 PS und gibt sich laut NEFZ mit 5,9 Liter auf 100 km zufrieden. Beim Tankvorgang kommt dann etwas Boxen-Stopp Feeling auf, denn um den Ford Fiesta ST zu betanken, muss man nicht erst noch einen weiteren Tankdeckel entfernen. Einfach Tankrüssel rein und auftanken.

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Unser Testfahrzeug war mit dem manuellem 6-Gang Getriebe ausgestattet. Kurz und knackig sind die Schaltwege, das Fahrwerk ist sportlich straff und die Lenkung äusserst direkt.

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Große Lüftungsöffnungen vorne, ein attraktiver Heckspoiler, sportlich kontierte Seitenschweller, eine doppelte Auspuffanlage und rote Bremssättel hinter den 7,5 x 17″ Alufelgen runden den sportlichen Auftritt des ST-Sondermodells ab, der trotz der Sportlichkeit seinen Tugenden treu geblieben ist.

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Der Kofferraum schluckt immer noch ein Volumen von 281 Liter, ausreichend für so ein Fahrzeug in der Klasse. Zwei kleine Reisekoffer bzw. 2-3 Getränkekisten kann man auch mit dem sportlichsten Ford Fiesta „aller Zeiten“ transportieren.

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In der Fahrgastzelle geht es sportlich zu Sache, der Fahrer behält dank der Klimaanlage selbst dann einen kühlen Kopf, auch wenn er auf den beheizten Recaro-Sportsitzen sitzt und das Lenkrad fest in der Hand hält. Der Ford Fiesta ST hängt gut am Gas und bringt die Leistung, dank elektronischer Differenzialsperre, auch ohne Probleme über die Vorderachse auf die Straße.

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Als Neuwagen startet der Ford Fiesta ST ab ca. 20.000 Euro, unser Testwagen hatte inkl. Lederpakete, beheizter Frontscheibe, Tempomat und Keyless-Go System einen Preis von 23.370 Euro. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind gute Modelle bereits ab 12.000 Euro zu bekommen.

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ST = Spaßiger Tag! Der Ford Fiesta ST ist ein kleiner Kurvenräuber. Er schiebt selten über die Vorderachse und bereitet wirklich Fahrfreude. Sein Revier sind die Serpentinen, die Landstraße, ständig auf der Suche nach der nächsten Kurve. Die verbaute Bremsanlage hat keinerlei Probleme das Fahrzeug zu verzögern, das liegt sicherlich auch am geringen Leergewicht von geradeeinmal 1.160 kg. Kritik? Der Klang! Trotz Sound-Composer im Innenraum klingt der Ford Fiesta ST nicht sportlich und die Tastatur des Infotainmentsystems ist einfach überfrachtet.

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Was schreiben die anderen Blogger über den Ford Fiesta ST?

Arild von Autorild: „Die Sportlichkeit, die der Ford Fiesta ST 2013 mit weit aufgerissenem Kühler, wuchtigem Dachspoiler und Doppelendrohr äußerlich versprüht, wird auch im Innenraum aufgegriffen: Zahlreiche Alu-Applikationen, das griffige Sportlenkrad, gut ablesbare Armaturen und die Aluminium-Pedalerie wissen zu gefallen. Die beheizbaren Fiesta ST-Sitze steuerte Recaro bei und meinte es mit dem Seitenhalt im Schulterbereich offenbar besonders gut.“

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Dietmar von Fanaticar:  „Das Drehmoment von 240 Nm steht dank der Aufladung von 1.600 bis 5.000 Umdrehungen zur Verfügung. Mit Hilfe eines künstlich erzeugten Sounds dringt das reduzierte Motorengeräusch kernig in den Innenraum, ohne jemals nervig zu werden. Schade nur, dass die natürlich entstehenden Ansauggeräusche heutzutage nicht mehr ungefiltert aus dem Auspuff dröhnen dürfen.“

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Moritz vom Automobil-Blog: „Auch sonst geht es sportlich im Cockpit zu. Die Sitzposition könnte etwas tiefer sein, dafür bieten die Recaro-Sportsitze guten Seitenhalt. Das Mäusekino, das offensichtlich tatsächlich ein Navigationssystem/Infotainmentsystem sein soll, ist aber viel zu klein und verschwindet in einem Schacht in der weit entfernten Mittelkonsole.“

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Fabian von Autophorie:  „Gleich wie auch der Corsa, ist er strikt auf Beschleunigung ausgerichtet. Bei 223 km/h Höchstgeschwindigkeit fühlst du dich nicht mehr so wirklich wohl im 1 163 Kilogramm leichten Zwerg, denn was anfangs nur leicht holpert, poltert und springt, ist bei über 200 km/h noch etwas deutlicher zu merken. Die Gänge eins bis drei sind eng aufeinander abgestuft und decken den Bereich bis etwa 100 km/h ab. Die Beschleunigungsorgie geht in diesem Bereich auch am schnellsten vonstatten, bis eben knapp 160 km/h, dann braucht er wiederum etwas länger.“

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Mario von Autoaid: „Einen Wermutstropfen gibt es aber: öffnet der Fahrer die Seitenscheibe, um auch die Klangkulisse draußen einzufangen, bleibt der Fiesta ST ernüchternd unspektakulär. Weder das Doppelendrohr noch der Motor selbst geben auch nur annähernd den Klang wieder, den ich im Innenraum wahrnehme. Der „Sound Symposer“ ist eben ein Poser allein für den Innenraum.“

Wer sich den Ford Fiesta ST als Gebrauchtwagen zulegen möchte, der sollte bei der Probefahrt einen Blick auf die Reifen werfen. Sind diese gleichmäßig abgefahren, wie sieht es mit dem Restprofil aus? Wie stark sind die Bremsscheiben / Bremsbeläge verschlissen und wann wurde die letzte Inspektion durchgeführt? Passt der Kilometerstand zum Fahrzeug, zu den Angaben im Scheckheft und zum allgemeinen Zustand? Sind eventuelle bauartliche Veränderungen eingetragen bzw. Eintragungsfrei?

Ich empfehle bei Fahrzeugen in der Kaufpreisregion die Fahrt zu einem amtlich anerkannten Sachverständigen, der für wenig Geld einen geübten Blick auf die Karosserie und die Technik wirft.

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