Die schönsten Straßen der Welt: Highway 1

In diesem Sommer hat es mich an die US-amerikanische Westküste verschlagen. Über 4.500 km Strecke habe ich mit dem Mietwagen zurückgelegt, einmal quer durch Kalifornien, bis nach Nevada und Arizona.

Darunter 450 Meilen (ca. 725 km) auf einer der schönsten Straßen der Welt: dem Highway 1!

Wunderschöne Natur, beeindruckende Städte…

… dürre Wüstenregionen mit kilometerlangen einsamen Straßen und der Highway 1 (auch „California State Route 1“ genannt): ein einmaliges Erlebnis!

Ausgangspunkt des 655 Meilen (1.055 km) langen Highways ist die Interstate 5 in Dana Point, südlich von Los Angeles. Von dort schlängelt sich die Route 1 in Richtung Norden – immer an der Küste entlang, durch L.A., Santa Barbara, Santa Cruz und San Francisco bis sie 180 Meilen (290 km) nördlich von San Francisco in die US 101 endet.

Wird vom Highway 1 gesprochen, hört man oft auch PCH – Pacific Coast Highway, Cabrillo Highway oder Shoreline Highway: So werden bestimmte Abschnitte der Strecke genannt.

Von San Francisco nach L.A. 

Da ich in San Francisco gelandet bin, fuhr ich den Highway 1 Richtung Süden bis nach Los Angeles – natürlich mit einigen Zwischenstopps. Immerhin ist die gesamte Strecke etwa 725 km lang und man möchte ja auch was sehen.

Außerdem liegen einige der schönsten Städte Kaliforniens direkt am Highway; es lohnt sich also, kurze Pausen einzulegen und die Umgebung zu erkunden. Der mit Abstand schönste Streckenabschnitt war für mich die Steilküste des Big Sur: Dort stürzen die Felsklippen direkt neben der Fahrbahn meterweit in die Tiefe.

Big Sur

Big Sur

 Maximale Geschwindigkeit: 55 mph 

Auf den serpentinenartigen Straßen, besonders am Big Sur, gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung von max. 55 mph (knapp unter 90 km/h). Wobei die Geschwindigkeit meist weiter eingeschränkt wird, in Kurven und engeren Straßenabschnitten darf max. 15-35 mph (etwa 25-55 km/h) gefahren werden.

Auto_in_Landschaft1200x800

Ein atemberaubender Ausblick und ein super Fotomotiv! 

Überall auf der Strecke gab es in regelmäßigen Abständen kleine Parkbuchten, damit man zwischendurch auch mal anhalten und sich die Füße vertreten konnte – und ganz nebenbei natürlich auch tolle Fotos machen.

Ein besonders beliebtes Fotomotiv: Ein Strandabschnitt bei San Simeon, auf dem sich eine Kolonie von See-Elefanten tummelt.

Wer (wie ich) vorher nichts von den Tieren am Strand wusste, wird sich über die vielen Autos auf dem angrenzenden Parkplatz des abgelegenen Küstenabschnitts und die vielen Menschen, die fasziniert zum Meer blicken, wundern.

„Na, da scheint es was zu sehen zu geben, halten wir doch auch mal kurz an.“

Das dachten sich wahrscheinlich auch die anderen Besucher. Doch der Zwischenstopp hat sich tatsächlich gelohnt und es war wirklich beeindruckend, diese großen Tiere in freier Wildbahn und aus der Nähe zu sehen.

Seeloewen1067x800

See-Elefanten bei San Simeon

Highway 1 – ein Erlebnis!

Ich könnte von dieser Strecke noch viel mehr berichten – 725 km und hinter jedem einzelnen gibt es etwas Neues zu entdecken, was noch ein bisschen beeindruckender ist.

Daher mein Tipp: Einfach hinfahren und selbst erleben 🙂

 

Fotoquellen:
Big Sur: Wikimedia – Paul Lee

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: