Vorstellung: Der neue smart fortwo & der neue smart forfour!

Der neue smart fortwo soll nicht nur durch den geringen Wendekreis von 6,95 Meter überzeugen, nein auch durch seine neue Spurweite, einem Doppelkupplungsgetriebe bzw. einem manuellen Getriebe, seinem neuen Raumgefühl und natürlich auch durch die Optik.

Bei der Optik kann ich sagen, dass der neue smart polarisiert. Lieben oder hassen, mögen oder lassen. Wer das Design nicht mag, den wird man auch nicht mit den anderen Vorzügen locken.

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Der smart fortwo ist 2,69 Meter lang geblieben, wurde aber nun 10 cm breiter. Das verspricht mehr Platz im Innenraum und das Versprechen wird auch eingehalten. Fahrer und Beifahrersitz sind nun nicht mehr versetzt angebracht und auch bei doppelter Belegung haben beide Mitfahrer noch ausreichend Platz zur Verfügung. Das Raumgefühl stimmt also im neuen smart for two und der Kofferraum? Der bietet ein Volumen von 260 Liter. Die Fahrer von aktuellen smart-Fahrzeugen wissen, dass man hier sogar zahlreiche Getränke-Kisten mit transportieren kann.

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Wer mehr Platz benötigt, z.B. zwei Sitzplätze mehr, der muss zum smart forfour greifen. Dieser ist 3,49 Meter lang und verfügt über einen Wendekreis der mit seinen 8,65 Metern immer noch City-kompatibel ist. Der Kofferraum vom neuen smart forfour schluckt übrigens 185-975 Volumen, man kann optional auch wieder den Beifahrersitz umlegen um längere Gepäckstücke einzuladen.

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Wie wird dieser kleine Wendekreis eigentlich realisiert?

Der Motor sitzt bei beiden Modellen im Heck, der Antrieb erfolgt über die Hinterachse. Das heißt: Die vorderen Räder können weiter in die Ecken wandern und der Lenkeinschlag wird nicht durch die Einbaulage des Motors begrenzt. Somit wird der smart fortwo zum vermutlich radikalsten City-Flitzer.

Direkt ab der Einführung stehen drei verschiedene 3-Zylinder Benziner zur Verfügung. Die Leistungsrange liegt zwischen 60, 71 und 90 PS. Geschaltet wird nicht mehr über die Automatik (die durch Nickbewegungen manchen smart-Fahrer zum unfreiwilligen Headbanger gemacht hat), sondern entweder über ein manuelles 5-Gang Handschaltgetriebe oder über ein neu entwickeltes 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Dank der Mitfahrt im Erlkönig kann ich jetzt schon bestätigen, dass sich diese Kombination ähnlich genial fahren lässt wie ein smart Electric Drive.

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Gutes Stichwort. Der aktuelle smart Electric Drive wird vorerst weitergebaut, das gilt auch für die Cabrio-Version, doch meiner Meinung nach können nur Monate vergehen, bis smart auch das neue smart Cabrio auf den Markt bringen wird, vermutlich zum nächste Frühjahr wird das Modell dann abgelöst.

Mit Sicherheit kann ich bestätigen, dass der Hersteller bei der Sicherheit keine Kompromisse gemacht hat: Gurtstraffer, Airbags, Isofix Halterungen, Kniebags, Seitenwindassistent, Spurhalteassistent, Abstandswarmer. Der kleine smart wird technisch auf den Stand aktueller Fahrzeuge gebracht und gerade der Seitenwindassistent macht mich neugierig auf eine ausgiebige Probefahrt.

Preislich startet der smart fortwo unter 11.000 Euro, damit ist er ein teurer Stadtflitzer, aber smart Fahrer waren und wollten schon immer etwas ganz besonderes (sein).

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Freuen dürften sich vermutlich auch nachfolgende Blogger, die ebenfalls bei der Weltpremiere vom neuen smart anwesend waren:

„Ich bin nicht in der Erwartung nach Berlin gefahren, dass Daimler das Rad neu erfunden hat. So ein Kleinstwagen ist vor allem eins: Kleinst. Bis auf ein Facelifting, erhöhte Sicherheit, vielleicht mehr Fahrspaß durch eine andere Motorisierung und einige neue interaktive Möglichkeiten und Assistenzsysteme bekommt man auf so kleinem Raum ja nun auch nicht viel unter. Vor allem hoffte ich tatsächlich, dass er ein wenig hübscher sein würde, als sein Vorgänger – was ja nicht allzu schwer sein sollte. Der bisherige Rollschuh ist alles andere, als chic. Deshalb freute ich mich bereits über die verhüllten Konturen des Neuen vor dem Tempodrom: Auf den ersten Blick war erkennbar, dass er breiter ist und etwas mehr Schnauze hat – und somit der Silhouette eines ernstzunehmenden Autos etwas näher kommen wird. Für mich nicht nur ein Trenddetail: Es trägt durchaus auch zu meinem Sicherheitsgefühl bei, dieses Gefühl in einem ‘richtigen’ Auto zu sitzen.“ schreibt Sandra Schink von Content is a Queen.

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Ich gebe ihr da Recht! Der neue smart verdankt dem Fußgängerschutz sein neues Gesicht, denn unter der „Schnauze“ befindet sich ja weiterhin kein Motor. Er wirkt etwas aufgeplustert, fast so als wollten die Designer sagen: „Schaut her, ich bin ein Auto!“ – Eines mit vielen technischen Hilfsmitteln sogar. Nur bei den Scheinwerfern kann der neue smart nicht glänzen, denn hier wurden „aufgrund der Bauform“ H4-Leuchtmittel eingesetzt. Rückschritt in Sachen Lichttechnik?

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Thomas Majchrzak hat sich mit viel autogefühl(.de) dem Thema Sicherheit gewidmet: „Wer solch ein kleines Auto fährt, so zumindest früher der Tenor, der hatte ggf. Angst bei einem Crash. Darum hat es Daimler darauf ankommen lassen und in Crashtests eine gewaltige S-Klasse mit dem smart fortwo krachen lassen – frontal. Die Nuss-Schale smart kam dabei gut weg. Das liegt daran, dass konstruktionsbedingt selbst bei einem Frontalaufprall auch der hintere Teil der Karosserie die Kraft mit aufnimmt.“ Hier habe ich das Crash-Video, da kommt die kleine S-Klasse Rettungskapsel doch ganz gut bei weg, oder?

Los geht es ab November 2014 und ich bin jetzt schon gespannt, wie die ersten Probefahrten verlaufen werden, nach der Mitfahrt mit dem Erlkönig, den ersten Runden auf dem Parkplatz, der statischen Präsentation und den ersten eigenen Eindrücken steht für mich fest, dass dieser smart zwar nicht das Rad neu erfindet, aber sämtliche Punkte, die man vorab bemängelte, eliminiert hat.

Er bleibt klein und wendig, wurde dabei sicherer und bietet etwas mehr Platz im Innenraum. Wo viel Licht da ist auch Schatten?

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Der Preis dürfte nach wie vor auf einem hohen Niveau sein und dann ist da ja noch die Sache mit den Scheinwerfern, die auch Bjoern Habegger von mein-auto-blog.de kritisiert hat: „LED-Technik, Projektsscheinwerfer und Xenon sind die Lichttechniken für einen smarten Kleinwagen des Jahres 2014. Die Argumente klingen “einleuchtend” – ein Stadtwagen kommt mit H4 aus, mag sein. Aber bereits der Vorgänger besaß zwei H7-Scheinwerfer und leuchtete mit getrennten Leuchtmitteln für Abblendlicht und Fernlicht. Ein klarer Rückschritt, ganz klar auch ein Kompromiss dem Partner Renault gegenüber. Dort dürfte der Erfolgsdruck des neuen Twingo nicht kleiner sein. Und in Zeiten von Tagfahrlicht-Fackeln zählen die Show-Effekte mehr, als die technischen Daten.“ Schade! Das ist die Meinung von Bjoern. Schade! Ist in dem Fall auch mein Fazit.

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Nun habe ich schon Renault erwähnt, also kann ich das auch noch kurz erzählen. Der neue Renault Twingo und der smart forfour basieren auf zahlreichen Gleichteilen. Das sieht man auch beim smart, denn da kommen einen nun einige Taster und Schalter (Griffe) sehr französisch vor. Macht aber nichts, denn der smart bleibt grundsätzlich seinem Konzept treu und der Renault Twingo wird durch den Heckantrieb nun antriebsseitig aufgewertet. Preislich gesehen startet der Twingo günstiger, das sollte noch erwähnt werden.

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