Automuseum Dortmund – das Oldtimer Museum im Ruhrgebiet!

Es regnet? Es ist ungemütlich? Was kann man nur tun? Wie wäre es mit einem Museums-Besuch? Ein Auto-Museum? Keines von einem Hersteller, wo man nur eine Marke hat? Dann habe ich hier ein „Geheimtipp“ für euch: Das Oldtimer-Museum in Dortmund!

Das Automobil-Museum in Dortmund hat eine ganz besondere Oldtimer-Ausstellung. Der Grund? Die ständig wechselnde Ausstellung mit zahlreichen hochwertigen Exponaten. Besonders Fans der Marken Jaguar, Ferrari, Horch, MG, Alfa Romeo, Volkswagen und Mercedes-Benz kommen auf ihre Kosten.

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Aber auch die Sammlung der historischen Motorräder wird die Augen zum Strahlen bringen.

Das Museum ist Mittwochs bis Montags von 12-18 Uhr geöffnet, die Eintrittspreise liegen aktuell bei 5 Euro für einen Erwachsenen, 2,50 Euro für Kinder bis zu einem Alter von 12 Jahren. Schüler, Studenten, Rentner und Mitmenschen mit Behinderung zahlen 4 Euro.

Beim Gang durch die Halle ist mir aufgefallen, dass zahlreiche Exponate angemeldet sind. Die Fahrzeuge stehen also nicht immer an der gleichen Stelle, sondern werden auch noch zu Oldtimer Ausfahrten benutzt. Das hat einen ganz besonderen Reiz, denn die Fahrzeuge wirken nicht nur wie aus dem Ei gepellt, sondern man weiß, dass man diese Geschichte auch erleben könnte.

Auch Autos prominenter Personen stehen zeitweise in der Ausstellung. So gibt es hin und wieder den Jaguar MK V von Mr. Rockefeller zu sehen oder aber auch den Jaguar MK I, der damals von Heinz Rühmann gelenkt wurde.

Das Museum ist einfach zu finden, es liegt in der Brandisstraße 50 in Dortmund-Wellinghofen. Parken kann man direkt vor der Tür (wenn das Fahrzeug nicht zu tief ist für den doch sehr hohen Bordstein).

Wie in fast jedem Museum ist es natürlich nicht gestattet hinter die Absperrung zu treten und die Fahrzeuge dürfen auch nicht angefasst werden. Ein Einsteigen ist somit natürlich auch nicht gestattet. Einige Fahrzeuge stehen aber schön frei, dass man sich wirklich ein gutes Bild machen kann.

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Besonders gut haben mir die Mercedes-Benz Fahrzeuge gefallen, denn neben zahlreichen Sternen gibt es auch meinen Liebling: Einen Mercedes-Benz 300SL als Cabriolet.

Ich liebe den 300SL, egal ob als Cabrio oder als Flügeltürer. Für mich ist es „DER“ Mercedes und das seitdem ich als kleines Kind ein Siku-Auto von genau diesem Fahrzeug bekommen habe. Daher bin ich sehr dankbar, dass ich in dem Fahrzeug schon mal ein paar Runden drehen durfte und schwelge stets noch in der Erinnerung. Doch zurück zum Museum, denn neben dem 300SL steht derzeitig ein weiterer Stern:

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Der Mercedes-Benz 190 SL ist ebenfalls ein Sportwagen von Mercedes-Benz, allerdings hatte er damals nur 1,9 Liter Hubraum und 105 PS. Das reichte immerhin für eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Zwischen den Jahren 1955 und 1963 wurden insgesamt 25.881 190 SL gebaut.

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Mit dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 fing die automobile Geschichte von Mercedes-Benz an. 1886 führte Benz die erste öffentliche Probefahrt mit diesem Fahrzeug durch. Es gilt als der erste praxistaugliche Kraftwagen der Welt und somit als Geburtsstunde des modernen Automobils. Kurz vorher dachte man noch, dass wir auch heute noch mit Pferdefuhrwerken und Kutschen Güter und vor allem uns transportieren würden.

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Was hat drei Räder und vorne eine Tür? Klar, die BMW Isetta. Von April 1955 bis März 1956 wurde die erste Version der Isetta gebaut. Im Oktober 1956 kam die zweite Version, Export 250 und 300 in den Handel. Die Modelle unterscheiden sich z.B. durch eine Schiebefensterkonstruktion an den Seiten und die Heckscheibe ist auch etwas kleiner. Die Ausstellfenster fielen der neuen BMW Isetta auch zum Opfer. Der 1-Zylinder 4-Taktmotor hatte einen Hubraum von 0,3 Liter und leistete 13 PS. Das Modell im Museum ist aus dem Jahre 1961.

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Kein Ruhrgebiets-Museum ohne Opel! Der Opel GT 1900 hat – natürlich – einen 1,9 Liter Motor unter der Haube. Die 90 PS wollen unweigerlich über die Hinterachse auf die Straße. „Nur fliegen ist schöner…“ so bewarb man damals den Opel GT und inzwischen ist es wahrlich selten, ein unverbasteltes Modell im Originalzustand und gutem Zustand zu finden. Dieses Fahrzeug hier stammt aus dem Jahre 1971 und zeigt sich so, wie Opel ihn damals zusammengebaut hatte. Die Blechteile kamen aus Frankreich, Fahrwerk und Motor-Technik vom Opel Kadett B und zusammengeschraubt wurde er im Ruhrgebiet. In Bochum. Zwischen 1968 und 1973 verließen über 103.000 Modelle das Werk. Die Produktion in Bochum ist auch bald Geschichte, leider nicht mit einem Happy End.

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Bei anderen Fahrzeugherstellern läuft es besser und auch er läuft und läuft und läuft. Der VW Käfer. Dieses Fahrzeug ist nicht mehr angemeldet, hat aber noch die alten Kennzeichen ohne Eurobalken. Wer genau hinsieht, erkennt auf diesem Foto übrigens noch ein ganz anderes „automobiles Tier“.

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Was für ein Jaguar, oder? Das hier ist ein Jaguar E-Type Coupe! Unter der langen Haube versteckt sich ein 3,8 Liter 6-Zylinder Reihenmotor. Die Leistung? 260 PS! Die Höchstgeschwindigkeit? 240 km/h und das für ein Fahrzeug aus dem Jahre 1963! Vorgestellt wurde das Modell zwei Jahre zuvor auf dem Genfer Automobil-Salon wo auch heute noch automobile Geschichte geschrieben wird. Zwischen den Jahren 1961 und 1974 verließen 72.535 Jaguar E-Type Fahrzeuge das Werk. Den E-Type gab es so wie hier zu sehen als Fixed-Head Coupé (mit 2+2 Sitzplätzen), sowie also zweisitzigen Roadster. (OTS / Open Tow Seater).

Hach, ich könnte wirklich ins Schwärmen kommen, ich mag alte Autos, die haben noch ein Herz, eine Seele, eine Geschichte.

Das Schöne bei Neuwagen: Die werden früher oder später auch in die Geschichte eingehen, die einen bleiben in positiver Erinnerung, die anderen halt nicht.

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Positiv in Erinnerung bleibt mir das Museum in Dortmund, daher für mich ein Veranstaltungs-Tipp für Regentage,. Für das leibliche Wohl ist vor Ort natürlich auch gesorgt. Ein kühles Blondes trinkt man frisch gezapft aus einem Jaguar-Zylinderblock…

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