Kritiken / Meinungen zum Mercedes AMG GT / GTS

Deutschland, das Land der Dichter und Denker? Ja, durchaus! Allerdings ist Deutschland auch das Land der Bundestrainer, Besserwisser und Kritiker – das macht Deutschland aber so liebens- und lebenswert, denn hier darf man seine Meinung noch frei äussern. Wir haben am Dienstag hier live von der Weltpremiere des Mercedes AMG GT bzw. des AMG GTS gebloggt und zahlreiche Informationen und Fakten veröffentlicht.

Mercedes-AMG GT (C 190) 2014

In diesem Video bringen wir euch innerhalb von knapp 3 Minuten auf den aktuellsten Stand der bereits kommunizierten Informationen: wer sich also nicht erst lange einlesen möchte, der bekommt hier ein paar Fakten um die Ohren und auch ein paar bewegende Bilder zu sehen:

Nun wird es Zeit für ein paar Meinungen, Stellungnahmen, ein paar Kritiken und natürlich auch Lobeshymnen – wobei eine Kritik natürlich positiv bzw. negativ sein kann. Heute nehme ich mich selbst zurück und überlasse anderen Bloggern die große Bühne, meine Meinung findet ihr aber dennoch – ganz weit unten. Nicht alle Blogger / Online haben auch über den AMG geschrieben, dennoch habe ich Statements und Meinungen einfangen können. Los geht´s:

Thomas Gigold (autokarma.de): „GT. Allein diese zwei Buchstaben wecken Emotion. Und Mercedes hat es geschafft, diesen Emotionen eine zeitgemäße Hülle zu geben. Eine, die an den 300 SL erinnert – und leider auf dessen Flügeltüren verzichtet. Die Hülle eine Schönheit, das Herz ein von Meisterhand gefertigtes Kraftstück. Der GT ist kein neuer SLS, eigentlich nicht einmal ein Porsche-Jäger. Er ist ein neues Selbstverständnis für Mercedes. Und das hätte man schöner kaum in Form bringen können. Gratulation nach Stuttgart.“

Kai Bösel (daddylicious.de): „Üblicherweise testen wir für unser Väter-Magazin DADDYlicious ja Familienautos auf Alltagstauglichkeit. Und da fällt der Mercedes-Benz AMG GT leider recht flott durchs Raster. Es passt weder ein Kinderwagen in den Kofferraum noch ein Kindersitz auf die Rückbank. Und dann dieser Lärm. Und der Verbrauch… aber halt… Wir haben ja auch noch ein Leben ohne Kinder. Also schnell den Babysitter buchen und ab damit auf die Nordschleife. Ja, das will ich. Was für ein Geschoss. Na, man wird ja noch träumen dürfen…“

Kim Christopher Granz: (designlovr.net): „Das Exterieur des neuen GT aus dem Hause AMG besticht durch sein sportliches Design, präsentiert aber dennoch gekonnt Emotionen in Verbindung mit einer sinnlich-anmutenden Linienführung. Im Gegensatz dazu wartet im Interieur „moderner Luxus“, u.a. präsentiert durch das AMG Prägmuster in der Mittelkonsole sowie die fein verarbeiteten Nähte. Schade jedoch ist, dass die Verbindung zwischen Mensch und Maschine, das Lenkrad, von seinen gestalterischen Proportionen – im Gegensatz zu der großen Bedieneinheit in der Mittelkonsole – in den Hintergrund rückt.“

Thomas Frankenstein (mercedes-fans.de): „Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs! Der Mercedes-AMG GT kann seinen großen Bruder nicht verleugnen. Aber der neue Schwaben-Sportwagen kommt aus Affalterbach und keinesfalls aus Zuffenhausen. Bei dem neuen Mercedes-AMG GT ist der Porsche höchstens im Rückspiegel zu sehen.“

Sascha Pallenberg (mobilgeeks.de): „Der AMG GT ist für mich persönlich jetzt schon einer der schönsten Sportwagen des Jahrzehnts. Die langgezogene Motorhaube, das runde und kurze Heck mit den extrem dünnen und um die Ecke gezogenen Lauflichtblinker. Wunderschön! Und dann das ganze bitte noch in diesem matten Silber. Man müsste sich eigentlich gleich 2 holen. Einen zum Nutzen und einen Zweiten direkt irgendwo in Kalifornien für die nächsten 30 Jahre Parken, denn der AMG GT wird ein Klassiker sein, der dann sensationelle Preise auf den Auktionen erzielen wird.“

Can Struck (driversgroove.de): „Dem wunderschönen Mercedes-AMG GT fehlen zwei Dinge, um wirklich gegen den Porsche 911 anzutreten: Zwei Sitze. Nicht für den Beifahrer und den Fahrer, sondern für das Kind oder sonst wen. Er ist kein 2+2 Sitzer. Klar, es gibt auch genug leistungsstärkere 911er-Varianten die nur eine Ablagefläche im Fond haben. Aber was den Porsche 911, den Nissan GT-R, den einen oder anderen Jaguar oder Aston-Martin im Vergleich zu reinen Zweisitzern auszeichnet und mit Sicherheit auch bei der Kaufentscheidung reinspielt, sind die Notsitze.“

Markus Jordan (mbpassion.de): „Lange Motorhaube, weit nach hinten gesetztes Greenhouse“ und extrem kurzen Überhängen – Markenzeichen für den neuen AMG GT von Mercedes mit klassischen Sportwagenproportionen. Das Fahrzeug, was real noch viel besser wirkt, als auf Bildern, fasziniert… und wartet eigentlich aufs Einsteigen. Das Fahrzeug gefällt mir bis ins letzte Detail, auch wenn er sich gegen jede Konkurrenz auf der Strecke wohl nicht immer bewähren wird. Schade, dass der GT nicht über die Multibeam-LED Technik der Facelift-Variante des CLS verfügt, doch hierzu fehlte einfach der benötigte Bauraum.“

Thomas Majchrzak (autogefuehl.de): „Porsches große Dominanz bei den Full-Size-Sportwagen wird nun höchstwahrscheinlich gebrochen: War der Mercedes SLS für treue Porsche-Kunden noch ein Stück zu exotisch, bringt der neue Mercedes AMG GT die Sportlichkeit auf den Punkt. Und wird mit seiner puristischen, aber dadurch sehr emotionalen Formensprache 911er-Kunden weglocken, die damit ein AMG badge inklusive bekommen.“

Peter Atkins (sophia-sophisticated.com): „Vom andern Stern! Technisch geht Mercedes AMG GT einen ganz klaren Weg!“

Sebastian Varchim (autobild TV): „Heißeste Neuvorstellung des Herbstes. Sie fordern zwar den 911er raus, aber ich denke, dass eher Jaguar F Type R, oder Maserati GT, vielleicht auch die Corvette Z06 unter ihm „leiden“ werden.“

Sarah Sauer (ausfahrt TV): „Kein Geringerer als Nico Rosberg durfte den GT in der S-Variante aufs Podium fahren. Einen akustischen Vorgschmack lieferte der Rennfahrer gleich mit: Er klingt verheißungsvoll, der neu entwickelte AMG 4-Liter-V8-Biturbomotor.“

Johannes Schloerb (fuenfkommasechs.de): „Als Kind der Achtziger musste man schon im getarnten GT zwanghaft die Reinkarnation eines Traumwagens Porsche 928 erkennen. Doch doch, auch wir bei fünfkommasechs schielen gern mal zur drittbesten schwäbischen Weltmarke (nach Daimler und Bosch), und die Affinität liegt nicht nur am Wandlergetriebe, das sich der 928 dereinst mit unserer S-Klasse W126 teilte oder etwa der edelsten Darreichungsform des W124 als „500 E“, wie sie dereinst mit Zuffenhausener Hilfe entstand. Es liegt auch an der neidlosen Anerkennung dafür, dass Porsche etwa mit dem 911 bekanntlich den zweitbesten Sportwagen des Jahrhunderts gebaut hat – der beste ist ja der 300 SL der Baureihe W198. Wer ab hier noch weiterliest, dem sei gesagt: ich glaub‘ nicht wirklich dran, dass der AMG GT ein „Elfer-Killer“ sein soll, als der er ja von überraschend vielen Journalisten gedeutet wird. Ich will viel lieber glauben, dass er sowas wie eine Verneigung vor dem letzten, wirklich mutigen Porsche-Design ist, das ja nicht nur optisch ein Meilenstein war. Der V8-Frontmittelmotor mit Transaxle-Getriebe gehört für mich zum Sensationspotential des 928 ebenso dazu und für AMG ist das die ideale Plattform. Mit vier Jahrzehnten Abstand und dem Know How aus Affalterbach ist der C190 also tatsächlich so etwas wie ein „vergiftetes Kompliment“ nach Zuffenhausen. Ausgerechnet der Daimler lässt von seiner Sportabteilung den 928 Mark II bauen und verleiht ihm obendrein das Röhren nach Elfer-Art, voluminös angereichert durch ein sattes Achtender-Tremolo im Infraschallbereich, wie es sonst nur ein großer Sauger hinkriegen würde. Als ob er das noch bräuchte bei diesem Hinterteil, das sicher unangefochten zu den gelungeneren Sportwagendesigns dieses Jahrtausends zählen dürfte und zugleich dem C217 (S-Klasse-Coupé) zu besser erkennbarer Familienzugehörigkeit verhilft. Kurzum: es hat schon deutlich unstimmigere Neuvorstellungen im Bereich der Edel-Fahrmaschinen gegeben als den 928 aus Affalterbach! Wann dürfen wir jetzt bitte unseren Testwagen abholen?!“

Jan Gleitsmann (auto-geil.de): „Ich mag den 2014 Mercedes-AMG GT. Ich bedauere, dass man die Flügeltüren nicht übernommen hat, weil ich sie einfach unglaublich lässig (wenn auch ein wenig unpraktisch) fand. Aber ich verstehe das selbstredend. Ich mag die Form und finde, dass das Team um Chef Designer Gorden Wagener wirklich ein sehr schönes Auto gezaubert hat, was nicht nur klar macht, dass es der kleine Bruder vom SLS ist, sondern eben auch ein Mercedes der neuen Generation – wie die beiden neuen S-Klasse (Limousine und Coupe) oder auch die neue C-Klasse.“

Marc J. Christiansen (5komma6.de): „Sein Leistungsgewicht beträgt nur 3,3 Kilogramm pro PS – so kann er völlig entspannt seinen Konkurrenten die Stirn bieten. Ein echter Sportwagen eben!“

Mario-Roman Lambrecht: (fanaticar.de): „Keine Frage, der SLS war ein nettes Auto, aber bisher schien es eher, als wären Sportwagen eine Spielerei im Hause Mercedes-AMG gewesen. Der GT wirkt wie ein sehr ehrgeiziges Projekt, der es durchaus schaffen könnte, einen festen Platz in der Modelpallette der Schwaben zu bekommen. Und da kann man sich auch gleich die Frage stellen, ob da neben der Roadster Variante, dem Black Series und dem GT3 nicht noch ein, zwei andere Varianten realisiert werden könnten. Durchaus vorstellbar wäre auch eine Basis V6 Variante, ähnlich wie beim Jaguar F-Type. Man darf gespannt sein.“

Tom Schwede (1300ccm.de): „„Handcrafted By Racers“ – lautet der Claim zum Mercedes AMG GT. Das ist das Bekenntnis zu Luxus, Exklusivität und Sportlichkeit. Optisch erfüllt der Nachfolger des SLS das Versprechen auch ohne Flügeltüren mit Leichtigkeit. Es wird spannend, ob der GT das auch der Strecke und – für Mercedes noch wichtiger – beim Kunden beweisen kann.“

Christian Sauer (driversclubgermany.de): „Man sollte den neuen Mercedes-AMG GT nicht mit dem SLS vergleichen, aber sein Design gefällt mir, das Interieur wirkt hochwertig und sportlich. Wenn sich der Wagen dann auch noch so fährt wie versprochen, bekommt der Porsche 911 einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten.“

Jens Stratmann (rad-ab.com): Das Rezept passt! Lecker sieht er auch aus, nun möchte ich ihn probieren, hören und spüren. Die Nase ist mir persönlich etwas zu lieb, zu rund – die Türgriffe zu weit mittig. Das war es mit der negativen Kritik, denn die lange Haube, die Form, das Heck, der Innenraum und sogar die verbaute Technik lässt mich jauchzen. Ja! So muss ein Sportwagen aussehen. Ich spüre in mir das „Muss ich fahren“-Gefühl… und das schaffen in letzter Zeit nicht mehr viele Hersteller.

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