Autopanne, was nun? Die schlauen Apps für unterwegs

Bei einer Autopanne bieten viele Automobilclubs ihre eigenen kostenlosen Apps, mit denen man bei einem Notfall schnelle Hilfe bekommen kann. Hat man allerdings kein Pannendienst-Abo, kann es sehr schnell teuer werden. Dagegen gibt es aber auch einige schlaue Apps.

Über die Automobilclub-Apps kann man unter anderem seinen genauen GPS-Standort und persönliche Daten übermitteln, was besonders nachts oder in einer unbekannten Gegend sehr praktisch sein kann. Die Standortübertragung kann nur dann erfolgen, wenn man zuvor in den Einstellungen die Ortungsdienste aktiviert hat. Das Gleiche gilt für die „Wo-bin-ich“ Funktion.

Auch Nicht-Mitglieder können in sehr beschränktem Umfang auf die kostenlose Hilfe der Automobilclub-Helfer rechnen. Um die Pannen-App im In- oder Ausland uneingeschränkt nutzen zu können, braucht man auf jeden Fall eine Mitgliedsnummer. Was man auch bedenken muss: Bei Nutzung der Apps im Ausland können zusätzliche, teilweise sehr hohe Roaming-Gebühren anfallen, sofern in den Einstellungen Datenroaming aktiviert wurde.

Autopanne

Helfer dringend gesucht!

Seit kurzem gibt es auf dem Markt unabhängige Pannenhilfe-Apps, die auf dem Community-Prinzip basieren. Die Funktionsweise ist sehr einfach:

Hat ein angemeldeter App-Nutzer Probleme mit seinem Auto, sendet er/sie einen Hilferuf aus, der von anderen Nutzern der App als Push-Mail empfangen wird, die sich gerade in einem Umkreis von ca. 30 km vom Pannenfahrzeug aufhalten.

Ist ein Helfer mit Zeit, Know-how und dem richtigen Werkzeug in der Nähe (Reifenreparatur-Set, Starthilfekabel, Abschleppseil), kann er die Meldung aufnehmen und zur Hilfe kommen. Die Nutzer können sich auf diese Weise gegenseitig und vor allem kostenlos helfen.

Noch ist es unklar, ob sich das Prinzip dauerhaft bewährt. Solange es Autofahrer ohne jeglichen Pannenschutz gibt (Schutzbrief beim Autoversicherer, Automobilclub-Mitgliedschaft oder Herstellerpannenhilfe bei Neufahrzeugen), wäre die Nachfrage garantiert.

Wer sich die Sicherheit für unterwegs nicht leisten kann, der wird sich über eine solche App mit Sicherheit freuen, denn oft sind es die kleine Dinge, die uns auf der Straße zum Anhalten zwingen: Kraftstoffmangel, fehlendes Frostschutzmittel oder eine leere Batterie. Auf der anderen Seite macht ein Helfernetzwerk nur dann Sinn, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht.

Was haltet ihr von der Idee solcher Helfer-Netzwerke? Würdet ihr euch daran beteiligen?

 

Fotoquelle:
paolo cordoni/iStock/Thinkstock

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