Automobil-Salon Paris 2014: Audi, BMW, Mercedes, Opel, Porsche und VW

Paris. Die Stadt der Liebe. Die Stadt der Mode und wenn der Autosalon stattfindet, dann ist Paris auch die Stadt der Neuvorstellungen und der Concept-Studien.

Ich war zwei Tage in Paris und versuche nun in den kommenden drei Beiträgen einfach mal meine – subjektiven – Highlights hier vorzustellen. In diesem ersten Beitrag gehe ich auf die deutschen Automobil-Hersteller ein bzw. stelle euch die Modelle einmal kurz vor, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen.

Audi zeigte in Paris nicht nur das Facelift vom Audi A6, sondern auch den Audi TT Roadster, den es natürlich auch als Audi TTS Roadster geben wird. Er verfügt, wen wundert es, über ein Stoffdach und dieses lässt sich innerhalb von wenigen Sekunden sogar während der Fahrt öffnen.

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Unter die Haube kommt die normale Leistungsrange, interessanter dürfte aber das Kofferraumvolumen sein. Mit 280 Liter Fassungsvermögen zeigt sich dieser Roadster doch fast sogar noch alltagstauglich.

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Neben dem Audi TT Roadster gab es noch ein Concept-Car zu sehen. Ein viertürigen Audi TT? Eventuell aber auch ein Ausblick auf den kommenden Audi A5?

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Am Stand von BMW gab es den neuen BMW X6 zu entdecken, den wir schon bald im Fahrbericht vorstellen werden. Mein persönliches Highlight? Das BMW 2er Cabrio.

Optisch wunderschön gezeichnet, kompakt, mit Stoffdach. So muss ein Cabrio aussehen und mit der notwendigen Leistung wird es wohl auch klappen, wobei muss ein Cabrio wirklich schnell sein?

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Mercedes zeigte ein schnelles Fahrzeug. Im besten Fall beschleunigt der neue Mercedes-AMG C63, der nun über einen 4,0 Liter V8 verfügt, innerhalb von 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die potente C-Klasse wird zunächst als Limousine und als T-Modell, sprich als Mercedes C-Klasse Kombi angeboten.

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Die Front zeigt sich eigenständig und wurde etwas verlängert, um Platz zu für das Aggregat zu schaffen und natürlich auch für die Kühlung. Die Turbolader liegen bei der Bauweise im Motor und müssen entsprechend mit frischer  Luft versorgt werden.

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Wir warten auf das C63 AMG Coupé und natürlich auch auf die Preise, die wurden leider noch nicht kommuniziert. Dafür gab es noch die Frankreich-Premiere zum Mercedes-AMG GT.

Auch die neue B-Klasse fand den Weg nach Paris. Optisch wirkt auch dieses Modell nun sportlicher, bietet dabei aber immer noch die gewohnte Variabilität.

Ganz persönlich? Ich mag die Mercedes-Fahrzeuge der 80er und 90er Jahre, dann kam eine Dekade, die mir gar nicht gefallen hat – Aktuell? Bin ich ein Fan der Marke, des Designs und freue mich auf weitere Probefahrten mit dem guten Stern.

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Opel präsentierte in Paris den neuen Opel Corsa. Wie die Zeit vergeht. Ich kann mich noch an den ersten Opel Corsa erinnern. Wahnsinn, oder? Inzwischen sind wir schon bei 5. Generation angekommen und der Opel Corsa wurde wirklich erwachsen.

Die Qualitätanmutung ist genauso gewachsen wie die optionalen Ausstattungsmöglichkeiten. Assistenzssysteme, die früher nur in der gehobenen Mittelklasse Einzug gehalten haben, findet man jetzt auch schon in der Kompakt- bzw. Kleinwagenklasse.

Klasse Opel, wirklich Klasse! Meiner Meinung nach befindet sich Opel auch auf dem richtigen Weg. Ein Opel Corsa E OPC ist ja quasi „bereits“ auf den Weg, denn immerhin fahren die ersten Erlkönige schon Probe.

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Probe fahren möchte ich unbedingt den Opel Adam S, der verfügt über einen 1.4 Liter Turbomotor der 150 PS leisten kann. Im Zusammenspiel mit dem sportlichen Fahrwerk, den 18″ Felgen in den Radkästen und den kompakten Abmessungen, kann dieser Opel eigentlich nur Spaß bereiten.

Warum es keinen Opel Adam OPC gibt? Eventuell möchte man die Opel Corsa OPC Kunden nicht verlieren, denn ich glaube, dass dieser „Pocket Rocket“ durchaus ein Erfolg werden könnte, bzw. die Zielgruppe vom Opel Adam durchaus etwas männlicher werden lässt – das versucht man ja unter anderem auch mit dem Opel Adam Rocks.

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Porsche zeigte auf dem Automobil-Salon Paris 2014 den Porsche Cayenne S als e-hybrid. Der Flottenverbrauch muss ja irgendwie reduziert werden und inzwischen habe ich das Gefühl, dass die hybridisch angetriebenen Modelle auch gut sind für das Image.

Für das Image der Firma, für das Image der Hersteller und natürlich auch für das Image der Fahrer, denn wer möchte nicht gerne einen weiteren grünen Daumen haben, bzw. ein grünes Gaspedal.

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Volkswagen legte den VW Golf etwas höher und spendierte ihm einen Offroad-Look. Alltrack heißt dieses Modell dann und soll die Zielgruppe ansprechen, die ggf. nicht in einem ganz so urbanen Umfeld zu Hause ist.

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Der VW XL Sport soll dagegen eher die Racer ansprechen. Das eigentliche ÖKO-Mobil von Volkswagen bekam einen Zweizylinder verpasst, der eigenlich in einer Ducati seine Dienste verrichtet.

Dieser Motor dreht bis 11.000 U/min und beschleunigt den kleinen VW XL Sport – der leider nur eine Studie ist – auf bis zu 270 km/h. Anstatt der Asphalttrennscheiben verrichten nun richtig breite 18 Zöller ihre Dienste in den Radkästen und sehen dabei auch noch fantastisch aus.

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Hybridisch unterwegs ist nun auch der VW Passat, den es als Passat GTE und als VW Passat Variant GTE gibt. Rein elektrisch sind Reichweiten von bis zu 50 km möglich, die Gesamtreichweite könnte bei knapp 1.000 km liegen. Aufgeladen wird entweder an der heimischen Steckdose oder halt an einer Schnellladesäule, wenn man denn eine findet.

Schade, dass diese Mobilität der Zukunft derzeitig nicht von jedermann bezahlt werden kann. Die frühen Vögel müssen hier leider den Aufpreis der kostspieligen Entwicklung und der geringen Abnahmemenge bezahlen.

Auf der anderen Seite: Stehen wirklich genug Rohstoffe zur Verfügung, um tatsächlich die komplette automobile Mobilität auf Elektrofahrzeuge bzw. hybridisch angetriebene Fahrzeuge umzustellen?

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Umstellen muss man sich nicht beim neuen VW Polo GTI. Ein roter Faden zieht sich durch die Optik, er ist kompakt und steht satt auf der Straße. Die vierte Generation des Polo GTI setzt eine 1985 mit dem Polo G40 begründete Reihe kraftvoller Kompaktwagen fort.

Mit 192 PS aus einem 1,8-Liter-TSI-Motor ist der neue Polo GTI um 12 PS stärker als sein Vorgänger. Geschaltet wird wahlweise über ein 7-Gang DSG und nun kommt es: Zum ersten Mal gibt es auch eine Variante mit einem manuellem 6-Gang Getriebe.

Beschleunigungswerte? Von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 236 km/h. Technisch auf der Höhe: Es gibt ein elektronisch verstellbares Fahrwerk.

Hier hat der Kunde die Wahl: komfortabel oder sportlich? Bei der Optik setzt der VW Polo GTI auf eigenständige Stoßstangen, geänderte Seitenschweller und ein Heckspoiler. Mit dem VW Polo GTI ziehen nun auch – optional – die LED Scheinwerfer in die VW Polo Klasse ein.

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In dem nächsten Beitrag, der am kommenden Mittwoch erscheint, zeige ich euch ein Video mit meinen Highlights und wir sprechen über die Fahrzeuge, die von Importeuren hier in Paris präsentiert wurden.

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