Studien, Sportwagen und Exoten auf dem Pariser Automobilsalon 2014

Im ersten Messe-Beitrag drehte sich alles um die Hersteller aus Deutschland, im zweiten haben die Importeure zugeschlagen und jetzt kommen noch ein paar Exoten, Studien und Sportwagen vom Pariser Automobilsalon 2014.

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Am Stand von Renault z.B. fand man den Eolab! Die Studie soll zeigen, was in den nächsten zehn Jahren so alles möglich sein soll. Unter der Haube? Ein 1.0 Liter 3-Zylinder, der zusammen mit einem 50 kW starken Elektromotor den Erlab hybridisch antreibt. Rein elektrisch sollen Höchstgeschwindigkeiten von 120 km/h und eine Reichweite von 60 km möglich sein, anschließend muss halt der Benziner übernehmen. Nimmt man den NEFZ-Wert, dann kommt dieses Fahrzeug auf einen Verbrauch von einem Liter Kraftstoff auf den ersten 100 km, wenn man die ersten 60 km rein elektrisch fährt. Tja, wenn hier nur das Wörtchen wenn nicht wär, oder?

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2013 zeigte Suzuki auf der IAA das Concept-Car iV-4 und sehr nah an der Studie präsentiert sich nun auch der fertige Suzuki Vitara, der 2015 in den Handel kommen wird.

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Leichter soll er sein, sparsamer und in Paris wurde das Thema Effizienz wirklich groß geschrieben. Aus Spritvernichtern wurden Spardosen, aus Sportfahrzeugen mit Charakter und freidrehendem V8 nun Turbo-Sparbüchsen und die Motoren werden gefühlt – vom Hubraum her – immer kleiner – und die Leistung immer höher.

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Ferrari brachte den auf 499 Stück limitierten Ferrari 458 Speciale A mit an die Seine. Blau eingefärbte Carbon-Bauteile und ein Cabrio-Dach! Das 4,5 Liter große Agreggat erreicht 445 kW bzw. 605 PS und diese Leistung soll ausreichen, diesen Open-Air-Sportler innerhalb von nur 3 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Eine Höchstgeschwindigkeit wurde nicht genannt und über Geld spricht man sowieso nicht.

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Darf es etwas mehr sein? Wie wäre es mit einem Bentley Mulsanne Speed? Innerhalb von 4,9 Sekunden wird dieses Gefährt, welches ja schon fast eine eigene Postleitzahl bekommen müsste, von 0 auf 100 km/h beschleunigt und kann dann schnell den Wohnort wechseln.

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Unter der Haube? Ein 6,75 Liter großer V8 Bi-Turbo Benziner mit einer Leistung von 537 PS und einem maximalen Drehmoment von – und nun haltet euch fest – 1.020 Nm. Ob ein Bentley Mulsanne Speed wirklich eine Sportabstimmung für die Servolenkung und das Fahrwerk braucht? Vermutlich. Knapp 2,7 Tonnen werden hier bewegt und das bis zu Geschwindigkeiten von 305 km/h. Das ist dann vermutlich auch der Grund, warum der Mulsanne keine eigene Postleitzahl hat, so schnell ist ja kein Postbote.

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Schnell weg? Bei der Citroen DS Devine Studie war mir ehrlich gesagt etwas zum Weinen zumute. Ist das Kunst oder kann das Weg? Ich lobe ja in der Regel jeden Mutigen, der gegen den Strom schwimmt, aber was soll das? Ein runder Popo, keine Heckscheibe? Baut doch lieber wieder eine Göttin, bitte. Bitte! Ich hab „bitte“ gesagt!

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Optisch gesehen eher mein Ding: Die Nissan iDX Studien. Zugegeben, die sind nicht ganz neu, aber im Muscle-Car-Design doch trotzdem richtig stark. Da würde ich mich wahrlich freuen, wenn man hier den Mut beweist und mal wieder ein richtiges Fahrzeug mit Ecken und Kanten auf die Straße bringt und ich glaube mit dem Wunsch bin ich nicht so ganz allein.

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Die Marke smart präsentierte den neuen smart, der ja nun endlich mit einem DCT (also einem Doppelkupplungsgetriebe) oder einer herkömmlichen Handschaltung um die Ecke kommt. Ganz nebenbei zeigte man auch die smart Brabus Tailor Made-Edition. Hier schön zu erkennen an der knalligen Farbe. Der Tuner Brabus hat sich im Innenraum noch ausgetobt, man darf also gespannt sein auf die erste richtige Brabus Edition vom neuen smart.

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Meine Tops und Flops:

Top: Mercedes-Benz C63 AMG S als T-Modell, damit fährt der sportliche Familienpapa.

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Der sparsamer Familienpapa fährt dann wohl eher mit dem Dacia Dokker Stepway, der nun mit einer Kunststoffverkleidung und etwas mehr Bodenfreiheit um die Ecke kommt. Ein Knaller ist der Nissan Pulsar Nismo und natürlich der VW XL Sport, den es so hoffentlich auch in einer Kleinserie geben wird, damit ich das Fahrgefühl einmal erleben darf. Ich freue mich auf das neue BMW 2er Cabrio, den neuen Opel Corsa und auch auf den VW Passat, den wir euch bald schon vorstellen werden.

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Flop: Der Fiat 500X, sorry Fiat, man muss nicht für jede Nische ein Fahrzeug bauen, aber das ist vermutlich nur meine Meinung und ihr werdet mit dem Xten 500er Modell nun den Erfolg des Jahrzehnts einfahren. Warum muss ein niedliches Fahrzeug nun große Räder und viel Platz im Radkasten bekommen? Mit dem Ding kann man sich doch nicht ins Gelände wagen und für den Großstadt-Dschungel gibt es mit dem normalen Fiat 500 doch schon das richtige Gefährt. Es sei denn man möchte die männliche Zielgruppe erreichen, da hätte man aber meine Meinung nach das Happy Face verschwinden lassen müssen, denn so wirkt er wie ein aufgeblasener Fiat 500, irgendwie niedlich und abschreckend zu gleich.

Hier gibt es dann auch noch ein kleines Video aus Paris. Sorry für das Flimmern direkt am Anfang, da hatten wohl einige Scheinwerfer die gleiche Hz-Einstellung wie unsere Kamera und wir haben es auf dem kleinen Display nicht gesehen. Im Video seht ihr ebenfalls meine subjektiven Highlights.

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