Neuwagen der Woche? Der neue VW Passat Variant!

Der VW Passat geht bereits in die 8. Generation, das müssen andere Hersteller erst einmal nachmachen. Dass der VW Passat ein Erfolgsmodell ist, dürfte unbestritten sein. Wie der neue VW Passat sich fahren lässt, durften wir nun im wunderschönen Sardinien erfahren.

Gefahren sind wir direkt die aktuelle Sperrspitze, den VW Passat Variant als 2.0 TDI BMT SCR 4MOTION. Der Fachmann erkennt nun: 240 PS, 500 Nm, Allradantrieb. Serienmäßig Start-Stop und eine neuartige Technik, die die Abgase noch sauberer machen soll.

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Sauber sieht er aus, etwas mehr Chrom doch irgendwie ganz der Alte. Etwas kürzer, etwas flacher, etwas breiter und – wow – mit einem 79 mm längeren Radstand zeigt sich der neue VW Passat.

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Im Gegensatz zur siebten Generation baute VW ein komplett neues Auto auf der neuen MQB Plattform, sprich – wir sehen hier kein Facelift. 2013 war der VW Passat das zweitbeliebteste Auto nach dem VW Golf, 72.048 Stück wurden in Deutschland verkauft. Ungefähr 90 % davon als VW Passat Variant, ein guter Grund für uns also diese Variante zu wählen.

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Der neue VW Passat Variant präsentiert sich elegant und hochwertig. Volkswagen greift mit diesem Modell nach den Sternen, denn man möchte gerne im Premium-Segement mitspielen. Das merkt man allerdings auch an der Preispolitik. Während der Basis-Passat ab ca. 30.000 Euro zu haben ist, werden für die aktuelle Sperrspitze schon mindestens 44.625 Euro fällig und da sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt.

Die Verlockungen in der Ausstattungsliste sind fast so groß wie das Ladeabteil vom Variant. Dieses verfügt über ein Volumen zwischen 650 und 1.780 Litern und die Zuladung vom 1,7 Tonnen schweren VW Passat Variant liegt in unserem Fall bei 650 kg. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann.

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Der Wendekreis des VW Passat Variant beträgt 11,7m. Das Fahrzeug ist 4,77 m lang, 1,48 m hoch und 1,83 m breit (mit Außenspiegeln haben wir einen Wert von 2,08 m).

Motortechnisch ist das Spektrum groß

Erhältlich sind insgesamt zehn neue direkteinspritzende Turbomotoren mit einem Leistungsspektrum von 120 bis 240 PS. Den stärksten sind wir in Italien gefahren. Ein 2.0-Liter-BiTurbomotor mit 176 kW (240 PS), der dank dem maximalen Drehmoment von 500 Nm innerhalb von 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt maximal 238 km/h, diesen Wert konnten wir natürlich nicht erfahren, dafür muss man schon auf die Autobahn.

Aber bei Tempo 90/100 ist uns aufgefallen, dass das Fahrzeug angenehm ruhig im Innenraum ist. Laut NEFZ verbraucht der neue VW Passat Variant (mit dem großen Diesel) durchschnittlich 5,4 Liter Diesel-Kraftstoff auf 100 km, das haben wir im Sport-Modus natürlich nicht geschafft, im Schnitt lagen wir 2-3 Liter drüber.

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Geschaltet wurde in unserem Testfahrzeug vollautomatisch über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Die Kraftübertragung an die Hinterachse erfolgt über die neueste Generation der Haldex-Kupplung, inklusive der elektronischen Differentialsperre XDS. Sprich: Die Kraft wird im Bedarfsfall nach hinten geschoben, in der Regel fährt der VW Passat als Fronttriebler, das spart Kraftstoff.

Die beschriebene Motor-Getriebe-Kombination ist mit einem mehrstufigen Abgasnachbehandlungssystem ausgestattet: Einem Dieselpartikelfilter und dem SCR-Katalysator, der bei VW zu den BlueMotion-Technologien (BMT) gehört, dazu kommt noch das Start-Stop System. Der neue VW Passat macht also auch die Umweltschützer froh und natürlich erfüllt er auch die strengen EU6 Normen.

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Durch die in diesem Fahrzeug serienmäßige adaptive Fahrwerksregelung DCC ist der Passat 10mm tiefer gelegt und bietet euch eine Auswahl an verschiedenen Fahrprofilen. Er ist zum Beispiel im Komfort-Modus angenehm gefedert, dafür im Sport-Modus sehr dynamisch unterwegs. Auf den teilweise sehr kariösen Straßenbelägen in Sardinien war dann aber auch das Fahrwerk vom VW Passat etwas zu straff, wobei das auch an den schmalen Reifen gelegen haben kann, denn wir hatten die Rad-Reifen-Kombination in 18″ verbaut.

Mit der Fahrprofilauswahl könnt ihr viele Fahrzeugsysteme wie die Klimaautomatik, das Getriebe, die Lenkung, den Motor und das oben beschriebene DCC per Knopfdruck einstellen bzw. die Kennlinien verändern. Das Doppelkupplungsgetriebe lässt sich ebenfalls in einen sportiven Modus versetzen. Die Lenkung ist direkt und auch die Bremsen verzögern den VW Passat Variant sehr gut. Die Bremskraft lässt sich fein dosieren.

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Der hochwertige Innenraum bietet euch viel Platz, die Sitze sind bequem und lassen sich gut verstellen. Das Lenkrad ist axial und vertikal verstellbar, eine gute Sitzpostion ist schnell gefunden.

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In unserem Fahrzeug hatten wir das neue digitale „Active-Info-Display“ verbaut. Dieses besitzt einen hochauflösenden, farbigen 12″ Bildschirm und zeigt einem zum Beispiel bei Bedarf alle Fahrdaten und die Navigationskarte.

Was ist geblieben?

Beim VW Passat gibt es immer noch die Ausstattungsvarianten Trendline, Comfortline und Highline, erweiterbar mit diversen Sonderausstattungs-Paketen. Hier ermöglichen euch wenig Bauteile nahezu endlos viele Ausstattungsmöglichkeiten. Viele intelligente Assistenz- und Komfortsysteme sind serienmäßig oder als Sonderausstattung erhältlich.

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Im von uns getesteten Fahrzeug ermöglicht zum Beispiel der „Area View“ eine 360° Rundumsicht beim Ein- und Ausparken, der „Trailer Assist“ hilft beim Rangieren mit Hänger, so dass man nur noch die Fahrtrichtung einstellen, Gas geben und bremsen muss.

Fazit

Der neue Passat muss sich definitiv nicht vor seinen Mitbewerbern wie dem 3er von BMW, der C-Klasse oder dem Audi A4 Avant verstecken.

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Was sagen die anderen?

Thomas Majchrzak (autogefühl.de): „Meiner Meinung nach setzt der neue VW Passat (Variant) einen neuen Standard in der Mittelklasse, wenn nicht sogar klassenübergreifend. An Anmutung, Verarbeitung und Fahrgefühl müssen sich die anderen Hersteller messen. Insbesondere die Premium-Mittelklasse-Fahrzeuge um BMW 3er, Mercedes C-Klasse und Audi A4 / A5 werden die Kunden verlieren, die nicht markenfixiert sind und gerne dasselbe oder sogar bessere Ergebnis zum niedrigen Preis bekommen. Der Passat ist ab sofort zweifelsohne Premium.

Das Mirror-Link-System ist der verzweifelte Versuch, mit Smartphone-Kompatibilität Marketing zu betreiben, obwohl diese unausgereifte Funktion niemand gebrauchen kann. Dadurch, dass das System nur über Apps funktioniert, die auch Mirror-Link unterstützen, ist das Ganz im Alltag völlig unbrauchbar. Die von VW entwickelten Apps liefern auch keinen wirklichen Mehrwert. Die ignorante Haltung von Apple tut sein übrigens, so dass die Apfel-Geräte von Mirror-Link nicht unterstützt werden.“

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Sarah Sauer (Ausfahrt.TV): „Der Passat Variant ist das perfekte Auto für Familien und / oder Kilometerabreißer. Platz, Komfort, Leistung – alles da. Unaufgeregt, solide, vielleicht sogar mit einem Hauch Spießigkeit. Aufregend wird dann der Griff ins Portemonnaie. Unser Testwagen startet (!) bei über 46.000 Euro – und ehe man sich versieht, sind in Wirklichkeit locker 60.000 Euro weg. Welches „Volk“ hat so viel Geld mal eben übrig?“

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