Neuwagen der Woche: Der neue Skoda Fabia!

Auf die inneren Werte kommt es an, oder? Nun, dann sprechen wir beim neuen Skoda Fabia also zunächst über die inneren Werte.

Unser Testfahrzeug hatte den 1.2 Liter 4-Zylinder Benziner unter der Motorhaube. Mit seinen 90 PS bzw. seinem maximalen Drehmoment von 160 Nm, welches in einem Drehzahlband zwischen 1.400 und 3.500 Umdrehungen pro Minute an der Kurbelwelle anliegt, beschleunigt der leichtere Skoda Fabia (im Vergleich zum Vorgänger) innerhalb von 10,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

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Auch wenn das Instrument eine Skala bis 240 km/h ausweist, ist bereits bei 182 km/h Schluss mit der Beschleunigung. Nun gut, dass der Skoda Fabia mit dem kleinen 4 Zylinder keinen Hering vom Teller zieht, das war auch schon vorher klar, doch muss er das überhaupt? Ein neuer Skoda Fabia RS wird wohl nicht kommen, wer da also auf die dritte Generation wartet, den muss ich – zum aktuellen Zeitpunkt – erst einmal enttäuschen!

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Sprechen wir weiter übere innere Werte, denn im Innenraum zeigt sich der neue Fabia geräumiger als sein direkter Vorgänger und dieses neue Raumgefühl liegt an der Fahrzeugbreite. 1,96 m inkl. Aussenspiegel – ungefähr 9 cm breiter als der Vorgänger – und das merkt man im Innenraum.

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Der zeigt sich luftig, geräumig und auf den hinteren Sitzplätzen haben sogar zwei Erwachsene ausreichend Platz, wenn vorne keine Sitzriesen trohnen.

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Unser Testfahrzeug verfügte über das manuelle 5-Gang-Getriebe. Die Kraft wird über die Vorderachse abgegeben und was soll ich sagen? Ich bin beindruckt. Die Schaltwege sind kurz, das verbaute Fahrwerk komfortabel, die Lenkung direkt und leichtgängig. In die Radkästen passen Radsätze zwischen 14″ und 17″ – wir hatten mit den 16″ Felgen vermutlich die ideale Besetzung. Komfortabel und trotzdem noch ansatzweise sportlich ging es über die kurvigen Bergstraßen in Portugal.

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Bei der einbrechenden Dämmerung hätte ich mir etwas besseres Licht gewünscht, aber selbst wenn es optionale LED oder Xenon-Scheinwerfer geben würde, würden diese meiner Meinung nach nicht zu der Kostenpolitik passen, denn ein optionaler Austausch bzw. eine Reparatur wäre dann wiederum zu teuer.

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Wir Menschen reden doch ungern über das Gewicht, oder? Vor allem nicht über das eigene, aber beim Skoda Fabia müssen wir darüber reden. Er ist – im besten Fall – ca. 60 kg leichter geworden. Ein großer, renommierter Hersteller aus Deutschland wirbt damit auch zur Zeit – allerdings bei einer Mittelklasse-Limousine. Bei einem Kleinfahrzeug ist dieser Wert somit beeindruckender.

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Unser gefahrenes Modell bringt ein Leergewicht (inkl. Fahrer) von 1.109 kg auf die Waage, die Zuladung liegt bei 530 kg. Die Dachlast beträgt 75 kg, die Stützlast 50 kg und unser Fahrzeug dürfte, sofern eine Anhängerkupplung verbaut gewesen wäre, eine Tonne ziehen. Gut, er ist kein Lastenschlepper, aber der Kofferraum zeigt sich mit einem Volumen von 315-330 Liter (je nachdem ob ein Reserverad vorhanden ist oder nicht) ausreichend groß dimensioniert.

Die Gepäckstücke müssen zunächst 66 cm angehoben und anschließend wieder 15 cm abgesetzt werden, das geht in Ordnung. Klappt man die Rücksitze um, welches im Verhältnis 60:40 möglich ist, dann erhöht sich das Ladevolumen auf bis zu 1.150 Liter.

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Klein und wendig? Nicht ganz. Der Wendekreis des neuen Fabia liegt bei 10,4 Metern und das liegt natürlich auch an dem Radstand von 2,47 m, der durchaus den Insassen und dem Fahrverhalten zu Gute kommt, aber halt den Wendekreis wachsen lässt. In der Länge ist der neue Skoda Fabia mit 3,99 m übrigens bescheiden geblieben und durch das etwas flachere Dach, wirkt er sehr kompakt. Die Höhe wird von Skoda mit 1,47 m angegeben.

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Den Skoda Fabia wird es in den Austattungslinien Active, Ambition und Style geben. Was Farbwahl und Ausstattung angeht, kann man sich beim Kauf austoben: Es stehen viele Außenfarben, verschiedene Sitzbezüge, Sportsitze und dekorative Elemente für die Amaturentafel, zum Teil gegen Aufpreis, zur Auswahl. Indiviualisierung um jeden Preis bietet das Ausstattungspaket „ColourConcept“.

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125 verschiedene Varianten warten quasi auf den Besitzer. Das Dach, die beiden A-Säulen, die Kappen der Außenspiegel und die 16″ Leichtmetallfelgen könnt ihr wahlweise in schwarz, weiß oder silber bekommen und dazu dann eine der 14 Karosseriefarben auswählen. Wer jetzt noch das Dekor im Innenraum nach eigenem Gusto wählt, der fährt vermutlich zunächst ein Skoda Fabia Unikat.

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Das Thema Sicherheit wird bei dem Hersteller natürlich groß geschrieben. Alle Varianten des Skoda Fabia verfügen mit diversen Assistenzsystemen und 6 Airbags über eine recht umfassende serienmäßige Sicherheitsausstattung und gegen Aufpreis gibt’s da, wie gewohnt, noch mehr.

Im Bereich Komfortausstattung sind beispielsweise die Start-Stopp-Automatik, getönte Scheiben und mehrere Ablagefächer serienmäßig. Optional bekommt ihr zum Beispiel Sitzheizung, ein Panoramaglasdach oder Parksensoren für vorne und hinten. Das Panormaglasdach wäre übrigens meine Empfehlung, es macht den Innenraum so schön hell.

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Das optionale Infotainmentsystem „Bolero“ mit dem Drei-Speichen-Multifunktionslederlenkrad beinhaltet unter anderem Radio, MP3, Bluetooth, Anzeige von Fahrzeuginformationen im 6,5″ TFT-Display. Was fehlt? Richtig! Das Navigationssystem. Dafür muss man die „MirrorLink-Funktion“ nutzen. Ausgewählte Apps können vom Smartphone (derzeitig nur Android, iPhones sollen ab nächstem Jahr funktionieren) auf dem Display vom Fahrzeug gespiegelt werden.

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Wie bei einem Tablet werden diese dann bedient. Aktuell scheitert es nicht an der Technik, sondern eher an den Apps. Da dürften die Early-Adaptor jetzt noch die Beta-Tester spielen, aber so ist das nun mal, wenn man die Welt verändern will. Ich sehe in diesem günstigen System zahlreiche Vorteile, denn die Apps können einfach geupdatet werden, ich kann auch selber aussuchen was ich für Apps haben möchte und natürlich kann ich auch das Smartphone selbst upgraden.

Noch läuft da nicht alles rund, aber immerhin traut sich Skoda das System auch auf der Pressefahrveranstaltung zu zeigen – da passt der Titel „Dancing on the Ceiling“ dann übrigens ganz gut, wehe wenn das Smartphone abstürzt, dann steht man ohne Netz und doppelten Boden da…

Was bleibt? Die Preisfrage? Wie heiß ist der Preis? Los geht es ab 11.790 Euro. Mit unserer Motor-Getriebe Kombination (es gibt übrigens auch noch ein DSG zur Wahl) fängt der Basispreis bei 13.740 Euro an. Unser Testwagen dürfte ca. 20.000 Euro gekostet haben, damit ist er zwar nicht mehr so richtig günstig, aber meiner Meinung nach richtig gut. Ein richtiger Volkswagen halt.

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