Nebelschlussleuchte – was ist zu beachten?

Es ist wieder soweit: Der Winter naht mit großen Schritten, morgens und abends ist es oft neblig. Und obwohl wir es regelmäßig im Radio oder in Zeitungen erklärt bekommen, nutzen immer noch manche Autofahrer die Nebelschlussleuchte falsch und blenden. Wir erklären nochmal, worauf es bei der Benutzung der Nebelschlussleuchte zu achten gilt:

Wann sollte man die Nebelschlussleuchte nutzen?

Die Nebelschlussleuchte ist eine sehr gute Orientierungshilfe. Durch sie können wir das vor uns fahrende Auto ausmachen und uns an dessen Geschwindigkeit orientieren. Also am besten: Auf die Geschwindigkeit des Vordermannes einstellen und so sicheren Abstand halten.

Ihr dürft die Nebelschlussleuchte nur benutzen, wenn die Sichtweite bei Nebel weniger als 50 Meter beträgt, so §17 StVO. Eine gute Hilfe für die Distanzeinschätzung sind die Leitpfosten – die stehen 50 Meter auseinander. Wenn ihr also nur einen Randpfosten sehen könnt, wird es Zeit, die Nebelschlussleuchte einzustellen.

In §3 StVO ist festgelegt, dass bei Sichtweiten unter 50 Meter eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erlaubt ist. Also bei der Nutzung der Nebelschlussluchte nie schneller als 50 km/h fahren!

Und wann nicht?

Um auch durch dichtesten Nebel leuchten zu können, ist die Nebelschlussleuchte sehr grell; sie strahlt etwa 40-fach stärker als die regulären Schlussleuchten. Im Nebel also gut sichbar, blendet sie bei klaren Witterungsbedingungen. Und ist so eine Gefahr für das dahinterfahrende Fahrzeug.

Wichtig ist, dass die Nebelschlussleuchte nur bei Sichtbehinderungen durch Nebel eingeschaltet werden darf. Bei starkem Regen oder Schneefall dürft ihr sie nicht benutzen, denn auch da blendet sie die nachfahrenden Fahrzeuge zu stark.

Wie könnt ihr die richtige Nutzung sicherstellen?

Im Armaturenbrett ist eine gelbe Kontrollleuchte vorgeschrieben. Sobald ihr die Nebelbank durchfahren habt, die Kontrollleuchte kontrollieren und ausschalten. Wenn ihr das Ausschalten vergesst und so andere Autofahrer blendet oder gar einen Unfall verursacht, riskiert ihr ein Verwarnungsgeld von 15 bzw. 35 €.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Nebelschlussleuchte? Hattet ihr auch schon mal nervig blendende Fahrer vor euch? Was habt ihr gemacht?

 

Fotoquelle:
PinkBadger/iStock/Thinkstock

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