Wie eine App mein Tankverhalten änderte

Es ist schon etwas länger her, deswegen weiß ich nicht ganz genau, wie ich auf die App gestoßen bin. Aber eins weiß ich noch: Ich dachte mir „Was für ein bescheuerter Name!“ Es geht um die App namens „Mehr Tanken“.

Der Name klingt auf den ersten Blick ziemlich absurd, in diesem Beitrag soll es aber auch um mein geändertes Tankverhalten gehen. Im Nachhinein macht die Benennung für mich nämlich durchaus Sinn.

Tankpreise_gross

Aber mal ganz von vorne: Was macht die App überhaupt? Sie zeigt mir Benzinpreise an. Das geht z. B. entweder in einem Umkreis um den eigenen Standort oder über eine Favoritenliste, die man sich selbst anlegt. In einem früheren Stadium konnten die Anwender selbst Preise melden. Deshalb waren meine „Favoriten“ nicht immer auf dem aktuellsten Stand.

Ich nutze nahezu ausschließlich die Favoriten, sehr selten die Umkreissuche. Dort sind die Tankstellen abgelegt, an denen ich regelmäßig vorbeifahre. Seit geraumer Zeit kommen die Informationen über die Preise von der sogenannten Markentransparenzstelle, der behördlichen Einrichtung an die die Tankstellen ihre Preise melden müssen. D. h. die Preise sind immer aktuell.

Wie nutze ich die App?

Ich schaue immer mal wieder nach den Preisen, vielleicht nicht kurz nachdem ich getankt habe, aber spätestens, wenn der Tank halb leer ist, habe ich die Preise im Blick. Und selbst dann tanke ich nicht sofort bei der günstigsten Tankstelle, sondern versuche ein Gespür für die Preise zu entwickeln.

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Wenn ich denke, dass es momentan günstig ist, dann tanke ich auch wenn der Spritspeicher noch halb voll ist. Manchmal sticht eine Tankstelle positiv hervor, dann geht es direkt dort an die Säule.

Außerdem tanke ich sehr oft an freien Tankstellen. Nicht nur, dass die oft auf gleichen Niveau oder sogar günstiger wie die „Großen“ sind, mir geht es hierbei auch ein wenig um das Prinzip, David gegen Goliath.

Sollte ich mal zu lange warten oder die Preise sind konstant hoch, kann es natürlich sein, dass ich tanken muss, weil schlicht und ergreifend der Tank leer ist. Dann tanke ich nicht voll und hoffe, dass ein paar Tage später der Sprit wieder billiger ist.

Natürlich lässt sich der Vorteil nicht einfach bemessen. Ich kann nicht sagen, ob ich gegenüber dem „normalen“ Tankverhalten „Tank leer > Nächste Tankstelle anfahren, volltanken > Über den Preis ärgern“ signifikant Geld einspare. Es kann natürlich auch sein, dass das Benzin kurz nachdem ich volltanke wieder günstiger wird.

Wenn ich bei meinem 45-Liter-Tank 2 Cent pro Liter spare, ist das bei einer ganzen Tankfüllung kein ganzer Euro. Das ist nicht viel, das weiß ich. Auf Dauer ist es aber auch nicht so wenig, dass man es einfach so ignorieren sollte.

Darüber hinaus gibt es einen schönen Nebeneffekt: Ich ärgere mich kaum noch über hohe Spritpreise, weil ich einigermaßen sicher bin, in einer günstigen Phase getankt zu haben!

 

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