Das zeigen die deutschen Hersteller auf der LA Auto Show 2014!

Die Autoshow in Los Angeles ist klein und wird von einigen Herstellern auch als B-Messe bezeichnet. Zahlreiche US-Premieren gibt es bei der LA Auto Show 2014 zu sehen, doch auch unsere deutschen Hersteller haben es sich nicht nehmen lassen und Weltpremieren mitgebracht.

Audi: Seit Februar 2014 entwickelt Audi-Chef-Designer Marc Lichte an der Design-Offensive der Marke. Diese soll progressiv und hochemotional sein und gleichzeitig die technologische Kompetenz sowie den Qualitätsanspruch der Marke perfekt ausdrücken. Der Audi prologue ist nun die erste Studie, das erste Concept, das sogenannte „Signature Car“ von und für Audi.

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Das zweitürige Coupé zeigt sich durch elegante Außenformen, die gleichzeitig noch über Audi-typische sportliche Gesichtszüge und einer derartigen Linienführung verfügt. Achtung, Wortwitz auf Kosten des Designers: Im lichten Innenraum besteht die Front der Instrumententafel aus einem großem Touch-Display. Sieht so die Zukunft aus? Wir wissen es nicht. Eine Melange aus 70er Jahre Chrom und neuer OLED-Technologie.

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Unter der Motorhaube befindet sich übrigens – im Concept-Car – ein 4.0 Liter TFSI mit einer Leistung von 605 PS. Das maximale Drehmoment soll bei 750 Nm liegen und damit könnte dieses Geschoss innerhalb von 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Hätte, könnte, wenn und aber… aktuell bleibt diese Studie ein Blick in die Zukunft und daher heißt dieses Concept: „Audi proloque“. Doch sehen wir hier wirklich den designtechnischen Durchbruch von Audi oder nur einen, in die breite gezogenen Singleframe-Grill und weiterhin scharf gezeichnete Sicken und Kanten? Die Zukunft wird es zeigen.

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Mein Highlight bei dieser Studie: Die grifflosen Türen öffnen sich nach Berührung der beleuchteten Sensorflächen elektromechanisch, hier müsste meiner Meinung nach Audi aber noch eine Notöffnung einbauen, denn findige Tuner hatten die Grifflosen Türen bereits in den 90er Jahren verbaut und diese über Magnet-Schalter öffnen lassen. Der TÜV wollte damals auch weiterhin eine rein mechanische Notöffnung, aber lassen wir uns da einfach einmal überraschen.

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Audi lässt aber auch einen fahren. Besser gesagt mehrere. Auf der Messe steht der Audi A7 als h-tron, ein Fahrzeug also mit Wasserstoffantrieb welches zusätzlich noch mit einer kleinen Batterie ausgestattet ist. Auf den Straßen von Los Angeles kann das Fahrzeug derzeitig bewegt werden, es bleibt aber zunächst ein Demonstrationsfahrzeug – von daher gehen wir auch gar nicht weiter darauf ein, erst einmal müsste auch die Infrastruktur in Deutschland zu so einem Fahrzeug passen, mit ca. 20 Wasserstofftankstellen sind wir da durchaus noch ein Entwicklungsland in Sachen fortschrittlicher und zukunftsweisender Mobilität.

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BMW: Bei BMW zeigte man sich auf der LA Auto Show 2014 großartig sportlich. Der BMW X5 und auch der BMW X6 bekamen ihre M-Pakete verpasst. Kann ein SUV sportlich sein? Natürlich, bei BMW fährt man ja auch ein SAV bzw. ein SAC. Denn BMW streicht das Utility und macht daraus ein Activity und der BMW X6 ist ja auch eher ein Coupé. Machen solche Fahrzeuge Sinn?

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Nun, auf den Straßen von Los Angeles z.B. fahren a) viele deutsche Fahrzeuge und b) sind es oft die S- / AMG- / RS- Varianten. Warum dann nicht also auch die beliebten Modelle als M rausbringen, um die Zielgruppe einzufangen? Ob man unbedingt 575 PS benötigt um auf maximal 65 Meilen pro Stunde zu beschleunigen (etwas über 100 km/h), bleibt dahingestellt. Dass diese unheimlich viel Spaß machen, dürfte aber unbestritten sein.

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Mercedes-Benz: Der Mercedes-AMG C63 feierte in den USA seine US-Premiere, wir kennen das Modell ja bereits vom Automobil-Salon aus Paris:

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Natürlich war auch der neue AMG-GT (bereits gefahren) der Star auf dem Messe-Stand. Doch es ging nicht nur sportlich zu im amerikanischen Schwabenland – nein, auch das Thema Luxus wurde groß geschrieben:

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Der neue Maybach ist da! Eine noch mal um 20 cm verlängerte S-Klasse, für diejenigen die noch mehr Platz im Fahrzeug benötigen und dafür das notwenige Kleingeld bereit halten.

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Das Maybach Logo als Stern Ersatz ist verschwunden. Dieses luxuriöse Gefährt ist auch zukünftig in der Sternen-Flotte unterwegs im Auftrag des ewigen Luxus und der Glückseligkeit und wer im stressigen Trouble der Messe ein paar Minuten in dem Innenraum verbracht hat, der weiß nun auch, was eine gute Schallisolierung ist. Der mobile Ruhepol mit mehr als ausreichend Platz im Fond. Luxus ist ja schön und gut, aber die versilberten Sekt-Kelche hätte man sich doch echt schenken können, oder?

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Mein Highlight auf dem Mercedes-Stand: Das war in der Tat dieser GLA, zugegeben ein Kunstobjekt, aber es hat meine Blicke magisch angezogen. Sei es durch die auffällige Bemalung oder doch durch die Sprüche / Zitate auf dem Fahrzeug.

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Porsche: Während sich die anderen Hersteller in die zwei großen Hallen aufteilten, hatte Porsche sich in Los Angeles einen eigenen Showroom erschaffen.

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Dort feierte der nachgeschärfte Porsche 911 GTS seine Premiere. GTS? Moment mal. Was fällt uns denn da auf? Das kann doch kein Zufall sein, oder? Der Name ist Programm, bei Porsche schon seit etlichen Jahren. Trotzdem möchte man noch einmal kurz ein Statement setzen und grüßt somit die anderen schwäbischen Autobauer:

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Nun gibt es den Porsche 911 Carrera GTS (Fahrbericht von Fabian „Edelfeder“ Mechtel) als Coupé und auch als Cabrio. Unter der Haube findet man den bekannten 3,8 Liter Sauger, der in dem Fall aber 430 PS leistet und die Lücke zwischen dem normalen Carrera (400 PS als S-Version) und dem Porsche 911 GT3 (475 PS) schließt.

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Volkswagen: Lustige Anekdote. Ich stehe in Los Angeles, bin also live vor Ort, sehe auf meinem Smartphone die Pressemitteilung zum neuen VW Golf R Variant und kann dort auch schon die ersten Fotos erspähen doch in LA ist und bleibt er abgedeckt. Bis zum kurz nach 15 Uhr. Man muss sich schließlich an den Plan halten. Ich mag keine Pressekonferenzen. Anschließend müsste man mindestens eine Stunde warten bis man die Fahrzeuge vernünftig fotografieren kann. Diese Schnappschüsse konnte ich trotzdem noch erhaschen. Was bleibt ist die Frage, ob man von zu Hause – mit der Verwendung von Footage Material – nicht besser über Messen berichten könnte als vor Ort. Das war früher definitiv anders.

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Aber zurück zum Golf R Variant, denn der hat es durchaus in sich. Leistung? 300 PS – bis zu 380 Nm! Antrieb? 4MOTION – sprich Allrad und serienmäßig wird die Kraft über ein 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe an das permanente Allradsystem weitergeleitet und anschließend verteilt. Optional gibt es nun auch ein adaptives Fahrwerk, so wird aus dem familienfreundlichen Kombi ein Sportwagen, der innerhalb von 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen soll und dabei auch mit einem NEFZ-Wert von 7,0 Liter auf 100 km punkten darf. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 250 km/h. Interessant dürfte bei dem Fahrzeug auch noch das Kofferraumvolumen sein. Zwischen 605 und 1620 Liter passen hinein, einzig der Preis – der ist noch geheim.la-auto-show-2014-audi-bmw-porsche-mercedes-vw-25

Am kommenden Mittwoch zeige ich euch dann hier noch ein paar Kuriositäten aus LA und natürlich auch, was wir zukünftig von den Importeuren zu erwarten haben.

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