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Mit der Standheizung gegen Eis und Kälte nachrüsten

Je kälter die Nächte im Herbst werden, desto unangenehmer wird die Vorstellung, sich früh morgens aus dem warmen Bett und ins eiskalte Auto zu quälen. Darunter leiden besonders diejenigen, die ihr Fahrzeug nicht in einer Garage unterstellen können. Glücklicherweise gibt es für solche Fälle eine einfache Lösung, und zwar: Standheizung nachrüsten. Während eine Standheizung früher noch als Luxus galt, lässt sie sich heute in fast alle Pkws problemlos einbauen. Wie Sie dabei Zeit und Geld sparen, können Sie hier nachlesen.

 

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Wie funktioniert eine Standheizung bei Pkws?

Standheizungen bieten den Vorteil, dass sie Fahrzeuge ohne den laufenden Motor aufwärmen. So müssen Sie beim Starten im Winter nicht frieren und sorgen zudem für eisfreie Autoscheiben. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Innenraum zu beheizen:

  • Luftbasiert über ein Gebläse
  • Wasserbasiert über einen Anschluss am Kühlwasserkreislauf.

Weiterhin unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Betriebsarten:

  • Elektrische Standheizungen, die einen Stromanschluss mit 230 Volt benötigen
  • Brennstoffbetriebene Standheizungen, die direkt mit dem Fahrzeugtank verbunden sind.

Der Verbrauch von Standheizungen mit Kraftstoffleitung liegt bei ca. einem halben Liter Benzin oder Diesel. Dies gleicht sich allerdings dadurch aus, dass der Motor anschließend schneller auf Betriebstemperatur kommt und keinen Kaltstart absolvieren muss.

 

Standheizung einbauen: Optionen und Kosten

Je nachdem, welchen Fahrzeugtyp Sie besitzen, sollten Sie bei der Ausstattung auf unterschiedliche Faktoren achten. Luftheizungen empfehlen sich vor allem für Lkws, Wohnmobile oder Wohnwägen.  Pkws verfügen meist über Wasserheizungen, weil diese dank ihrer kompakten Größe auch nachträglich im Motorraum angebracht werden können. Generell fällt die Nachrüstung für elektrische Standheizungen deutlich preiswerter aus als für brennstoffbetriebene Modelle. Im Folgenden finden Sie einen Überblick zu aktuellen Angeboten:

Hersteller Heizungssystem Preise
Eberspächer Brennstoffbetrieben,

wasser- und luftbasiert

Ab 1200 € inkl. Einbau
Webasto Brennstoffbetrieben,

wasser- und luftbasiert

Ab 1100 € inkl. Einbau
Defa Elektrische Motorvorwärmung Ca. 500 € inkl. Einbau
Calix Elektrische Motorvorwärmung Ab 150 € plus Einbau

 

Dabei gilt jedoch die Devise: Je größer das Auto, desto teurer das Nachrüsten.  Zudem benötigen elektrische Motorvorwärmer eine gute Stunde, um warm zu laufen. Das dauert mit brennstoffbetriebenen Standheizungen nur etwa halb so lang. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Lebenserwartung des Heizgeräts ungefähr der Lebenserwartung Ihres Fahrzeugs entspricht.

 

So nutzen Sie eine Standheizung im Winter richtig

Nicht nur der Neukauf und die Montage in der Werkstatt sind mit Kosten verbunden. Um weitere Ausgaben für Wartung oder Reparatur auf einem Minimum zu halten, sollten Sie möglichst sorgsam mit einer nachgerüsteten Standheizung umgehen. Hierzu gehören folgende Punkte:

  • Die Fahrtzeit nach dem Heizen muss mindestens so lange wie die Aufwärmzeit dauern. Da eine Standheizung die Batterie Ihres Autos zusätzlich belastet, sollten Sie den Akku anschließend wieder ausreichend aufladen. Wenn Sie bei besonders niedrigen Temperaturen häufig Kurzstrecken zurücklegen, können Sie die Starterbatterie gelegentlich auch zu Hause nachladen.
  • Ähnlich wie bei einer Klimaanlage empfiehlt es sich generell, das System auch im Sommer zumindest einmal im Monat einzuschalten.
  • Aus Sicherheitsgründen müssen Sie die Standheizung vor dem Tanken und in geschlossenen Räumen (zum Beispiel Garagen) ausschalten.

Unser Tipp: Herkömmliche Systeme lassen sich entweder über eine Funkfernbedienung oder eine Zeitschaltuhr im Wagen einstellen. Für moderne Standheizungen benötigen Sie dagegen nichts weiter als eine App auf Ihrem Smartphon. So können Sie Ihre Standheizung von überall aus aktivieren, damit Ihr Auto zum gewünschten Zeitpunkt vorgewärmt ist und maximalen Komfort bietet.

 

Der Zuheizer als günstige Alternative

Wer sich eine teure Neuanschaffung sparen möchte, kann unter Umständen auch auf einen sogenannten Zuheizer zurückgreifen. Über diese Ausstattung verfügen zahlreiche Autos ab Werk, ohne dass es ihre Besitzer wissen. Zuheizer unterscheiden sich von herkömmlichen Standheizungen insofern, als dass sie nur mit laufendem Motor arbeiten. Das können Sie aber leicht ändern: Ein regulärer Zuheizer lässt sich bereits ab 200 € zu einer Standheizung umbauen, was in der Regel nicht mehr als drei Arbeitsstunden in Anspruch nimmt. Bevor Sie mit einer neuwertigen Standheizung nachrüsten, sollten Sie sich also informieren, welche Voraussetzungen Ihr Auto bereits mitbringt.

 

 

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