Neuwagen der Woche: 2014 Mini Cooper S – Fotos & Video

Lifestyle meets Tradition. Über die Mini Ausstellung im BMW Museum hatten wir ja schon geschrieben, heute geht es um den Mini Cooper S.

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Fangen wir auch gleich mal mit den wichtigesten Werten an: Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h gelingt dem frontgetriebenen 2014 Mini Cooper S mit 6-Gang-Sport-Automatikgetriebe in nur 6,7 Sekunden, er entwickelt dabei ein maximales Drehmoment von 280 Nm bei einer Drehzahl von 1.250 bis 4.750 Umdrehungen pro Minute.

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Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 233 km/h, damit ist er einen Hauch langsamer als der Konkurrent VW Polo GTI mit 236 km/h.

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Der direkteinspritzende 4-Zylinder MINI TwinPower-Turbomotor mit 2,0 Litern Hubraum leistet 141 kW (192 PS). Der kombinierte Verbrauch liegt bei 5,4 Litern auf 100 km. Durch die serienmäßige Auto Start-Stopp-Funktion und die Bremsenergie-Rückgewinnung werden Kraftstoffverbrauch und Co2-Ausstoß gesenkt, dieser liegt bei 125 g/km. Alle neuen Mini-Motoren erfüllen die Abgasnorm EU6.

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Im manuellen Modus des Sport-Automatikgetriebes kann man über die Schaltwippen die Gänge einlegen. Über den optionalen Mini Driving Mode-Schalter kann man wählen zwischen den Fahrmodi „Sport“ und „Green“ mit unterschiedlichen Einstellungen für Ambientebeleuchtung, Lenkung und Gaspedal.

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Im „Green“-Modus wird der Energiebedarf von beispielsweise der Klimaanlage und der Außenspiegelbeheizung reduziert.

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Im „Sport“-Modus sorgt die optionale Dynamische Dämpfer Control für weniger Seitenneigung. Je nach Fahrsituation und Untergrund stehen zwei Kennlinien für die Dämpferabstimmung zur Auswahl, komfortabel und sportlich. Das System „Performance Control“ soll einem Untersteuern entgegenwirken. Übertreibt der Fahrer es, dann schiebt der Mini – vor allem bei nasser Fahrbahn – auch gerne mal über die Vorderräder. Unter uns? Wenn das passiert, hat man es so oder so übertrieben.

In puncto Sicherheit und nützliche Funktionen bietet der Mini Cooper neben den Airbags und Dreipunktgurten für die Fahrzeuginsassen auch Schutz für Fußgänger durch z.B. Stoßabsorber und eine teilaktive Motorhaube, die sich bei einem Zusammenstoß selbstständig anhebt und so das Verletzungsrisiko verringert.

Zum serienmäßigen Funktionsumfang gehört auch die geschwindigkeitsabhängige Lenkkraftunterstützung „Servotronic“. Die ebenfalls serienmäßige Fahrstabilitätsregelung „Dynamische Stabilitäts Control“ beinhaltet neben ABS, einer elektronischen Bremskraftverteilung, einer Kurvenbremsregelung und dem Bremsassistenten auch einen Anfahrassistenten, eine Trockenbremsfunktion, einen Fading-Ausgleich und eine dynamische Traktionskontrolle, die das Anfahren auf losem Untergrund erleichtern soll. Wenn die Fahrstabilitätregelung nicht in Betrieb ist, sorgt ein elektronisches Vorderachs-Sperrdifferenzial dafür, dass in engen Kurven das durchdrehende Antriebsrad abgebremst und das Antriebsmoment auf das andere Rad geleitet wird.

Der Fahreindruck? Toll! Direkte Lenkung, gute Bremskraft, das Fahrwerk so wie ich es in so einem Fahrzeug gerne mag und das Angasverhalten ist auch außerordentlich gut. Der – nicht ganz so kleine – Mini sorgt für Maxi Fahrspaß. Ich mag sogar das Rotzen der Auspuffanlage. Bei Tempo 200 wird er im Innenraum dann allerdings doch etwas laut und natürlich auch richtig durstig.

Gegen Aufpreis bekommt man den „Driving Assistant“ inklusive kamerabasierter Geschwindigkeits- und Abstandsregelung ACC, einen Fernlichtassistenten, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Personen- und Auffahrwarnung mit City-Anbremsfunktion und das Außenspiegelpaket mit Anklappen und Bordsteinautomatik.

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Der Wendekreis des Münchners liegt bei 10,80 m und das bei einer Breite von 1,73 m (mit Außenspiegeln 1,93 m) und einer Länge von jetzt 3,85 m. Die Höhe liegt bei 1,41 m und der Radstand bei 2,50 m. Insgesamt ist er also in alle Richtungen ein paar Zentimeter gewachsen. Leer wiegt der Mini Cooper S 1.175 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1.655 kg. Zuladen darf man 480 kg, der Kofferraum fasst zu diesem Zweck 211 Liter, das sind zwar 51 Liter mehr als beim Vorgänger, aber trotzdem nicht berauschend.

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Im Innenraum finden sich Sportsitze bezogen mit dem Stoff „Double Stripe“, optional auch in einer Stoff/Leder-Kombination oder in Volleder wie bei unserem Fahrzeug zu sehen. Die Sitze haben eine ausziehbare Oberschenkelauflage für größere Fahrer und auf Wunsch auch eine Sitzheizung.

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Die Höhe der Gurte ist nicht einstellbar und auch das Lenkrad lässt sich in der Höhe verstellen. Das Sport-Lederlenkrad im 3-Speichen-Design gibt es gegen Aufpreis mit Multifunktion. Darüber lässt sich dann das Infotainmentsystem steuern, welches BMW-Fahrern durchaus vertraut sein dürfte.

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Ein Head-up-Display in Form einer Plexiglasscheibe spiegelt die wichtigsten Infos wie Geschwindigkeit und Route wieder.

Dekorative Elemente sind zum Beispiel der die Farbe wechselnde LED-Ring um das Mini Centre Instrument, das Herzstück des Cockpits und viel, viel Chrom. Irgendwie ist auch fast alles rund, sowohl innen als auch außen. Mit den diversen Ausstattungspaketen für Interieur und Exterieur und den vielen Möglichkeiten, den Innenraum mit verschiedenen Farben und Oberflächen zu gestalten, kann man sich seinen individuellen Wunsch-Mini zusammenstellen.

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Unser Testwagen ist schwarz mit weißem Dach. Auch außen findet sich viel Chrom beispielsweise an der Tankklappe, den Side Scuttles und den Endrohren der 2-Rohr-Auspuffanlage. Ansonsten ist die gewachsene Karosserie mit ziemlich großen Scheinwerfern und Rückleuchten bestückt, diese auch wieder in Chrom eingefasst. Vorne findet sich sonst noch der Kühlergrill im Wabendesign und eine Lufthutze in der Motorhaube, rundherum 16″-Räder.

Noch dynamischer geht’s mit dem „John Cooper Works Exterieur Paket“ mit größeren Rädern, sportlichem Heckstoßfänger, Seitenschwellern und Frontschürze mit integrierten Luftkanälen. In der langen Aufpreisliste stehen unter anderem noch ein Heckspoiler, ein Aerodynamik-Kit und eine Einparkhilfe für vorne und hinten.

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Den dreitürigen Mini Cooper S mit dem 6-stufigen Sport-Automatikgetriebe kann man zu einem Basispreis von 25.980 Euro bekommen. Die Aufpreisliste lässt natürlich noch reichlich Luft nach oben, wenn man beispielsweise LED-Scheinwerfer, eine Rückfahrkamera oder eine Klimaautomatik möchte. Bei der Preisfrage langt der kleine sportliche Mini eben auch ganz groß hin.

Fazit: Er macht Spaß, Spaß kostet Geld, nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch, wenn man den 44 Liter Tank mal wieder etwas schneller leert. Ist das ein Kritikpunkt? Nein, denn man kann den Mini Cooper S auch sparsam fahren, aber will man das?

„Ich nicht!“ sagt mir mein Rennfahrer-Teufel auf der linken Schulter, während der Umwelt-Engel auf der rechten Schulter mir ins Gewissen redet. Kennt ihr noch Markus? „Ich will Spaß, ich geb Gas?“ Das Lied passt zum Mini Cooper S, auch wenn der nun schneller ist als der Maserati und der Sprit inzwischen auch teurer geworden ist.

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