CES 2015: Was zeigen Audi, Ford und Volkswagen 2015?

CES 2015 – 2. Teil!

Im ersten Teil hatte ich euch ja bereits ein paar News von BMW und Mercedes-Benz vorgestellt. Doch auf der CES waren 2015 auch Audi, Ford und Volkswagen vertreten. An den Ständen habe ich mich ebenfalls umgesehen, auch wenn das teilweise gar nicht so einfach war. Die Messe war am ersten Tag richtig gut besucht und genauso voll waren die Messehallen.

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Audi

Bei Audi stand das Fahrzeug ausgestellt, welches völlig autonom über 500 Meilen zur Messehalle gefahren ist. Die „prologue piloted driving“ Studie verfügt über eine Systemleistung von 687 PS und ein maximales Drehmoment von 950 Nm sorgt dafür, dass die Audi Studie innerhalb von 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

Wie schnell musste man mit dem DeLorean noch einmal fahren, um in der Zeit reisen zu können? 2015 ist übrigens das Jahr in dem Marty McFly in der „Zukunft“ landet.

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Interessant war auch die Sitzkiste vom zukünftigen Audi Q7 und die Tatsache, dass Audi nun auch in den Gadget-Markt einsteigen möchte. Audi will ein Tablet auf den Markt bringen, um die Verkäufe der Rear-Infotainment-Systeme anzukurbeln. Verblieben bis dato die teuren Displays im Auto, so kann man das „tablet“ (Audi schreibt es klein) ausklicken und mitnehmen.

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Es verfügt über 32 GB und als Betriebssystem ist Android verbaut. Es hat wohl keine eigene SIM-Karte, denn es wird via WLAN mit dem Auto verbunden und kann darüber dann wohl ins Netz bzw. als Musikspeicher fungieren.

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Ebenfalls interessant: In der Zukunft werden auch die Audi-Fahrzeuge völlig autonom einparken. Dafür muss der Fahrer dann nicht mehr im Fahrzeug sitzen, er zückt einfach den Schlüssel oder sein Smartphone. Während BMW das ganze System über mehrere Laserscanner absichert, nutzt Audi insgesamt 12 Ultraschallsensoren, vier Kameras und einen Laserscanner für die Umfelderfassung.

Ford

Ford stellte auf der CES 2015 Sync 3 vor. Sync 3 ist das neue Infotainmentsystem und ich muss wirklich sagen, dass Ford das richtig gut hinbekommen hat. Die Partnerschaft mit Microsoft wurde beendet, QNX ist nun am Start (das ist das Unternehmen, welches zu Blackberry gehört) und das Display wurde auch durch ein Kapazitives ausgetauscht.

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Die Software zeigt sich aufgeräumt, die Menüführung ist selbsterklärend und Sync 3 kommt mir richtig schnell vor, vor allem im Vergleich zum eigenen Vorgänger. Ford hat hier wohl auf die Kunden gehört und Kundenwünsche realisiert. Die digitalen Buttons z.B. wurden größer, damit die Bedienbarkeit während der Fahrt erleichtert wird. Gut gemacht Ford, gefällt mir richtig gut!

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Volkswagen

Am Stand von VW gab es auch vieles zu sehen, mein Highlight ist ein neues Bedienkonzept. Im VW Golf R Touch zeigte der Wolfsburger Hersteller nicht nur das Active Info Display, welches wir ja bereits vom neuen Audi TT oder aus dem VW Passat kennen, sondern das neue Infotainmentsystem.

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Unter dem eigentlichen Display für das Navigationssystem findet man ein weiteres Display. Das wird nun für die Steuerung der Klimaanlage etc. genutzt – ein Display als Schalterersatz? Ja, warum denn nicht. Durch Vibrationen bekommt der Fahrer sogar ein Feedback.

In der Studie geht Volkswagen sogar noch ein Stück weiter. Eine Steuerung durch Gesten wurde gezeigt. So könnte man z.B. durch eine Handbewegung das Schiebedach öffnen oder schließen. Klingt nach Zukunftsmusik? Wird früher oder später Realität sein, das große Display habe ich bereits beim Zulieferer gesehen.

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Was wird auch Realität?

VW nutzt nun auch Apple CarPlay und Auto Android von Google. Dank der Schnittstelle kann VW zum Beispiel auch die Siri-Sprachsteuerung ins Auto bringen und auch die Navi-Funktion vom iPhone könnte in dem Fall genutzt werden. Dank der Media Control App können die Mitfahrer auf das Infotainmentsystem über ein eigenes Tablet zugreifen. Während Audi ein eigenes „tablet“ verkauft, öffnet sich VW und bietet die App für iPad / iPhone und Android an.

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Das Elektroauto ist in Deutschland ja eher das Stiefkind der Automobil-Käufer, das Ziel 2020 werden wir vermutlich nicht erreichen. Dabei geben sich die Hersteller wahrlich alle Mühe uns es so einfach zu machen wie nur möglich. Auf der CES zeigte VW das induktive Laden, das „mühevolle“ Einstecken entfällt und natürlich wird auch VW das autonome Ein- bzw. Ausparken anbieten.

Fotos: Jens Stratmann, Audi, Volkswagen

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