Die weiteren Highlights der NAIAS 2015 – Detroit

Weitere News aus Detroit von der NAIAS 2015 und heute wird es sportlich, kurios, attraktiv, innovativ und hoffentlich auch informativ. Während wird am Mittwoch noch den Fokus auf die deutschen Hersteller gelegt hatten, werfen wir nun den Blick ins Ausland.

In Detroit wird derzeitig der „Strati“ gebaut. Das ist das erste Fahrzeug aus einem 3D-Drucker. Die Bauteile werden in der Maschine „geklebt“, anschließend werden Bohrungen hinzugefügt und gefräst. Das kann in so einer Messehalle teilweise ganz schön laut sein, aber am Ende der Messe soll der „Strati“ fertig sein. Karosserie-Bauteile aus einem 3D-Drucker – ist das die Zukunft für Bauteile, die es eigentlich schon lange nicht mehr gibt?

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Es gibt nichts, was es nicht gibt. So zeigt Volvo z.B. mit dem Volvo S60 Cross Country eine höhergelegte Limousine. Das ist nichts Neues, das gab es in den 70er / 80er Jahren bereits in den USA. Doch für unsere Gefilden ist es ungewöhnlich, waren es bis dato doch die SUVs und die Kombis, die mit einer vergrößerten Bodenfreiheit die Feldwege erobern sollten.

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Frischluft bringt der Alfa 4C Spider. Das Fahrzeug wiegt unter einer Tonne, das verspricht ja schon viel Fahrspaß. Der Innenraum zeigt sich puristisch, hier gibt es fast nichts, was man nicht braucht. Da wurde nicht nur am Gewicht gespart.

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Unter der Haube? Da werkelt ein 1.8 Liter Turbo-Benziner mit 240 PS. In 4,5 Sekunden geht es von 0-100 und die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 250 km/h liegen. Ich sehe den Spider allerdings eher auf den Landstraßen und dafür wurde er vermutlich auch gebaut: Ein Kurvenräuber mit Open-Air-Feeling.

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Für unsere Augen eventuell etwas ungewöhnlich: Der Toyota Mirai – das Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug – verkauft sich aber wie geschnitten Brot. Plante Toyota mit ca. 400 Fahrzeugen für den Start, stehen jetzt bereits schon über 1.100 Bestellungen im Auftragsbuch. Das wird die Auslieferung wohl verzögern.

Interessantes Detail im Innenraum: Das Display ist in die Mitte und der Gangwahlhebel in die Höhe gewandert. Nicht unbedingt westlich, aber das will der Toyota ja auch wahrlich nicht sein.

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Sportlich geht es bei Lexus zur Sache. Der Lexux RC-F wurde präsentiert und der beschleunigt innerhalb von 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Ende der Fahnenstange ist hier erst bei Tempo 270 km/h erreicht.

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Wie schnell der Chevrolet Bolt sein wird, ist noch ungewiss, dennoch sehen wir hier einen Ausblick auf die elektrische Zukunft, denn der Bolt soll ab dem Jahre 2017 in den USA auf den Markt kommen. Ob er es auch nach Deutschland schafft, ist derzeitig noch ungewiss.

Fest steht nur, dass die Akkus von LG kommen und dass die Reichweite bei über 300 km liegen soll. Das wäre eine Ansage, genauso wie der US-Kampfpreis von 30.000 Dollar (subventioniert). Das Design? Eine Hommage an die gute alte A-Klasse, vor allem wenn man sich die Seitenfenster, die C-Säule und das Heckfenster ansieht.

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Bei Volvo gab es nicht nur die Limousine mit mehr Bodenfreiheit, sondern auch die nachgeschärfte R-Version vom Volvo XC90. Hier warten wir derzeitig noch auf die Einladung zur Fahrveranstaltung, denn der Volvo wird die Marke revolutionieren.

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Nicht für unseren Markt ist der stark limitierte und mehr als 500 PS starke Ford Mustang Shelby GT350R. Unter der Haube sitzt ein 5,2 Liter V8 – ja, in den USA denkt man bei Spritpreisen von umgerechnet 50 Cent pro Liter nicht wirklich an die Umwelt.

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Am Stand von Ford gab es aber auch noch eine weitere Überraschung. Der Ford GT! Was für ein Fahrzeug. Was für rassige Formen. Was für Scheinwerfer und was für ein – sorry – geiles Heck. 600 PS soll er leisten, 2017 soll er sich auf der Straße befinden. Ob wir jemals einen in freier Wildbahn sehen werden?

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Das Buick Avenir Concept hat mir auch überraschend gut gefallen, mit einer Länge von 5,2 Meter kann man hier schon fast von der amerikanischen S-Klasse sprechen.

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Sportlicher ist der Cadillac CTS-V, der mit seinen 650 PS bzw. seinem maximalen Drehmoment von 850 Nm auch nach Deutschland kommen wird. In unter 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h und ich weiß, dass dieses Gefährt sich schon auf der Nordschleife bewegt hat bzw. auch hier in Deutschland abgestimmt wurde. Tolles Geschoss!

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Etwas kleiner, aber nicht weniger sportlich ist das Cadillac ATS-V Coupé, welches ebenfalls nach Deutschland kommen wird. Unter der Haube versteckt sich ein 3,6 Liter V6, der über eine Leistung von 461 PS verfügt. In 3,9 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h und damit könnte dieses exotische Fahrzeug durchaus zum M3-Konkurrenten werden.

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Pickups und SUVs gab es in Detroit wie Sand am Meer, hier z.B. den 400 PS starken Dodge Ram 1500 Rebel – 5,7 Liter HEMI V8, 555 Nm… der wühlt sich durch.

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Aufgefallen ist auch die Infiniti Q60 Coupé Studie, noch ein Concept, aber die Wahrscheinlichkeit der Realisierung ist sehr hoch. Hoffentlich bleibt Infiniti dann sehr nah an der Designstudie.

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Definitiv ein scharfes Gerät ist der Acura NSX bzw. der Honda NSX. Ich gestehe, ich hatte hier etwas mehr erhofft, aber das ist wohl so, wenn man bereits seit mehreren Jahren hervorragende Studien auf die Messestände der Welt stellt. Man munkelt etwas von über 550 PS Systemleistung, denn hier sind neben dem Verbrenner noch vier Elektroantriebe verbaut und der Preis wird wohl auch im Super-Sportwagen-Bereich liegen.

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Eher etwas für das Kuriositäten-Kabinett: Der GAC WitStar. Der hässlichste Wagen auf der Messe? Man weiß es nicht, der Preis wurde nicht verliehen, aber das hier ist der GAC WitStar. Der GAC WitStar ist eine Melange aus allen anderen Fahrzeugen die man in Detroit finden kann und darüber hinaus verfügt er auch noch über ein Aquarium, wer hat sich das nicht schon immer gewünscht?

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