Mein schlimmstes Winterlebnis: LKW trifft Auto

Letztens haben sich bereits Sina und Matthias an ihre prägendsten Fahrerlebnisse im Winter erinnert, heute bin ich dran. Und ich nehm es gleich vorweg: Bei mir blieb es nicht bei einem knappen Davonschlingern, bei mir gabs einen richtigen Rumms. Wie der LKW in mein Auto rutschte, erzähl ich euch jetzt:

Ein krasser Wintereinfall hatte Deutschland im Februar 2010 im Griff und auch das Sauerland war mal wieder – was die Schneemassen anging – ganz vorne mit dabei. Der Trecker, der unsere Straße normalerweise schiebt, hatte zuletzt vor ein, zwei Tagen den Schnee nach links und rechts geschoben – die Fahrbahn also noch weiter verengt.

In einer Winternacht im Februar 2010 kam ich nachts vom Flughafen nach Hause. Mein Elternhaus steht an einer klassischen Spielstraße und die ist in erster Linie eng. Geformt wie ein U, verirrt sich in der Regel kaum ein Fremder zu uns.

Die letzten Tage war aber auch der Räumtrecker nicht mehr vorbeigekommen. Unsere Straße gabs nicht mehr, stattdessen nur eine dicke Eisdecke.

Eiszapfen Winterreifen

Leider hab ich in dem ganzen Chaos völlig vergessen, ein Foto zu machen.

So, ich kam also nachts vom Flughafen und der Stellplatz neben dem Haus war wegen der treckergeschaufelten Schneemassen nicht mehr zu erreichen. Ich stellte mein Auto vor unserem Weg zur Haustüre ab. Da hatte offensichtlich tagsüber jemand anderes gestanden und so war da ein bisschen Platz.

Am nächsten Morgen saß ich beim Frühstück, schaute gedankenverloren aus dem Fenster und wunderte mich über diesen gigantisch großen LKW. „So ein Riesenteil hab ich ja noch nie in unserer kleinen Straße gesehen“ und „Der ist aber verdammt nah an meinem Auto“ … Gedanken, die mir noch durch den Kopf gingen.

Das Nächste was ich hörte, war ein dickes Geschepper und Geknirsch… Dann sah ich, wie der LKW-Fahrer ausstieg, um mein Auto herumlief, es ziemlich genau inspizierte und dann zu unserem Haus schaute.

Schnell nach draußen gehuscht, zeigte sich mir ein echt schlimmer Anblick: Der LKW war in mein Auto gerauscht und das war ziemlich verbogen und eingedellt… 🙁

Wegen der durchgehenden Eisdecke griffen die Bremsen des LKW nicht mehr und der Fahrer (ein armer Auslieferer, dessen Speditionschef auf Anlieferung bis zur Haustüre bestanden hatte) musste mitansehen, wie er langsam, aber doch recht zielstrebig, auf mein Auto zuglitt und nichts dagegen tun konnte.

Leider griffen nach dem Malheur die Reifen aber auch im Rückwärtsgang nicht, so dass der LKW buchstäblich in meinem Auto feststeckte.

Mein Auto war in diesem Moment also an 2 Seiten durch Schnee und an der 3. durch den LKW eingequetscht. Vermeintliche Lösung: 4. Seite, Rückwärtsgang! Das ging aber nicht, weil der LKW auch diese Richtung blockierte.

Also blieb dem LKW-Fahrer und mir nur eins: Mit Schneeschaufeln den Schneebergen vor und neben dem Auto zu Leibe rücken und es so freilegen!

Dann konnte ich von der Beifahrerseite aus einsteigen und nach vorne wegfahren. Doch das war gar nicht so einfach, da LKW und Auto etwas ineinander verkeilt waren. Besonders unangenehm dabei war das Geräusch, welches die Autokarosserie von sich gab, als sie sich langsam vom LKW löste!

Zum Glück war es nur ein Blechschaden und alle sind mit einem Schrecken davon gekommen. Die Tatsache, dass so etwas rein theoretisch aber auch passieren kann, während man im Auto sitzt, möchte ich mir gar nicht näher ausmalen!

Aus der ganzen Episode habe ich auf jeden Fall mitgenommen, dass ich im Winter nur noch auf Seitenstreifen / Bürgersteigen parke, wenn sich keine andere Möglichkeit bietet!

Wie schauts bei euch aus? Habt ihr ähnliche Erlebnisse im Winter gemacht wie wir?

 

Fotoquelle:
jupiterimages/Stockbyte/Thinkstock

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: