Die besten Autofilme aller Zeiten

Was sind die schönsten und besten Autofilme aller Zeiten? Oder die coolsten Filmautos? Ich habe in der Redaktion eine Umfrage gestartet und was soll ich sagen: Sehr unterschiedlich sind die Geschmäcker. Doch lest selbst!

Andreas: „Die 2“

Eigentlich kein Film sondern eine ganze Serie und auch schon etwas älter, wie es bei einem Schreiber aus der Oldie-Ecke wohl nicht verwundert. „Die 2“ ist eine Krimiserie aus dem Vereinigten Königreich, die Anfang der 70er Jahre

"Die Zwei!" waren im englischen "The Persuaders!"
entstand. Drehorte waren Großbritannien und Südfrankreich. Im Original hieß die Serie „The Persuaders!“.

Was mich an dieser Serie so begeistert, sind die witzigen Dialoge der beiden Protagonisten, die Wagen, die Drehorte, die Klamotten der 70er – oder einfach alles.

Die Handlung ist ebenso simpel wie gut: Zwei recht unterschiedliche Charaktere, der lockere amerikanische Geschäftsmann Danny Wilde (gespielt von Tony Curtis) und der etwas unterkühlte englische Lord Brett Sinclair (verkörpert von Roger Moore, der nicht nur Bond kann). Was die beiden jedoch vereint, ist die Situation des gelangweilten Playboys und Privatiers. Was liegt da näher als Kriminalfälle lösen? Ihr Auftraggeber ist ein pensionierter Richter. Er bittet (mit ein wenig Druck) die Beiden um Mithilfe bei der Aufarbeitung ungelöster Kriminalfälle.

Die einzelnen Episoden leben von dem Gegen- und Miteinander der Beiden. Es gibt immer ein wenig Wettbewerb zwischen den Beiden, der dann auch mal zu einem Wettrennen auf landschaftlich tollen Strecken führt. Seine Lordschaft fuhr einen Aston Martin DBS in bahamabeige, Danny Wilde einen roten Ferrari Dino 246, Spaßautos, mit denen die beiden ihre freundschaftliche Rivalität auch auf der Straße ausleben. Ein must see!

Verena: „Speed“

Film-Poster von "Speed"

Kein klassischer Auto-Film, ich weiß, aber ein Film, der mich lange Zeit begeistert hat! Neben Keanu Reeves und Sandra Bullock spielt nämlich ein Linienbus in Los Angeles die Hauptrolle in diesem fulminanten Actionstreifen.

Zur Geschichte: Der Bösewicht des Films hat im Linienbus 2525 eine Bombe deponiert. Die wird scharf, sobald der Bus schneller als 50 Meilen pro Stunde fährt und geht hoch, wenn der Bus danach wieder unter diese magische Grenze gerät.

Gespickt mit allerlei Tohuwabohu, nervösen Businsassen, Schusswechseln, Explosionen, einer bezaubernden Sandra Bullock, die nicht nur den Bus souverän steuert, sondern nebenbei auch noch Keanu Reeves Herz im Sturm erobert, gibt es da leider auch noch ein Stück nicht fertig gebauten Freeway…

Sina: „Knight Rider“

Ich muss sagen, dass ich mich nicht mehr an alle Details der Serie erinnere. Ist ja auch schon ne ganze Weile her; Ende der 80er müsste das gewesen sein, wenn ich mich recht erinnere. Was aber sicher jedem im Gedächtnis bleibt, der in den 80ern (oder früher) geboren wurde, ist natürlich K.I.T.T. („Knight Industries Two Thousand“), das sprechende Auto und treuer Gefährte von Michael Knight, einem Polizisten, der für Recht und Gesetz kämpft. Sehr einprägsam war K.I.T.T.s auffälliger leuchtender Scanner in der Fahrzeugfront.

Das Fahrzeug konnte einfach alles und war unbesiegbar. K.I.T.T. war „Held meiner Kindheit“! Unbedingt wollte ich später auch mal so ein Auto fahren, das sprechen kann und mich überall hin fährt. Für mich der beste Auto-Film (bzw. die Auto-Serie), den (bzw. die) es gibt!

Eröffnungssequenz von "Knight Rider"

Matthias S.: „Drive“

Film-Poster von "Drive"
Definitiv nichts für schwache Nerven! Die FSK 18-Warnung ist durchaus nachvollziehbar. Aber nicht deshalb hat mir der Film unglaublich gut gefallen.

Zum einen habe ich zum ersten Mal Ryan Gosling als Schauspieler wahrgenommen, weil er seinen Charakter unglaublich gut spielt, ruhig und in sich gekehrt. Als „Driver“ ist es sein Job verschiedene zwielichtige Gestalten zu einem Ort des Verbrechens zu fahren und/oder abzuholen. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Film mutet fast wie das Gegenteil moderner Actionstreifen an: Relativ wenige Schnitte, langsame und lange Kamerafahrten. Allerdings ist der Film mit „Störern“ gespickt, die die Ruhe immer wieder deutlich unterbrechen und letzten Endes sicher den Ausschlag zu der FSK 18-Warnung gegeben haben.

Mathhias E.: James Bond 007

Die meisten James Bond-Filme präsentieren jeweils das zum Zeitpunkt der Filmherstellung aktuelle Top-Fahrzeug (aus Sicht der Filmemacher). Ob Aston Martin, BMW, Audi oder Bentley (nur um Einige zu nennen), das Auto selbst bekommt Kultstatus nur wegen seines Auftritts in einem James Bond-Film.

Nicht nur der Darsteller macht hier eine gute Figur, auch die Dienstwagen des Topspions des britischen Geheimdienstes sehen einfach nur geil aus. „Haben will“ ist jeweils die erste Reaktion eines Zuschauers, wenn 007 durch die Kante heizt. Mein Favorit ist der Aston Martin DB5, welcher in einigen James Bond-Filmen, zuletzt in Casino Royale mitwirken durfte.

Film-Poster von "Casino Royale"

In Skyfall spielte das Auto und die obligatorische Jagdszene selbst keine so tragende Rolle. Jeder erinnert sich aber trotzdem gern an die geniale Szene im Parkrondell,an deren Ende sich Bond angeschnallt mit einem BMW in die Tiefe stürzt. Die Airbags von BMW sind schon toll…

Friedrich: Gran Torino

Film-Poster von "Gran Turino"
Schwierige Frage, es gibt so viele.. Zuerst fallen mir die coolen Bond-Autos ein, der wunderschöne Aston-Martin DB5 und der drahtige Lotus Esprit, Chitty Chitty Bang Bang (übrigens auch eine Idee von Ian Fleming, dem Bond-Erfinder) oder das erste Batmobil. Die Heldenfahrzeuge meiner Kindheit, ich hatte sie beide als Matchbox-Autos… zu lang her.

Die Citroen DS von Fantomas? Ach, hatte ich auch zu Hause. Der mir schon in meiner Kindheit höchst verzichtbare Herbie? Sicher nicht! Der weiße Gangster-Citroen aus Diva – nein, weiß steht dem 11CV nicht so gut, ich mag ihn lieber in gedeckten Farben (Nachtblau – bleu de nuit zum Beispiel!). Der Leichenwagen-E-Type von Harold? Nein, skurril, aber welch ein bedauerlicher Umbau!

Wenn man weiter sinniert, kommen immer mehr vorbei, parken mal, fahren wieder und machen Platz für andere, aber dann bleibt einer stehen, und fährt nicht weg.  Der soll es sein: So, ladies and gentlemen, the winner is….

Der Ford Gran Torino aus dem Film – na welchem wohl – „Gran Torino“.

Das Auto selbst finde ich wie die meisten amerikanischen Kisten der 70er bis 90er Jahre weder schön, noch gut gebaut, hier trafen meist peinliche Motoren ein peinliches Fahrwerk und wurden mit peinlichem Blech verpackt.

Der Wagen ist im Film ein echtes Denkmal für den selbstgemachten Niedergang des alten Detroit, dem einst so reichen Weltzentrum des Autobaus zu einer zerfallenden, bankrotten Stadt wie auch der früher stolzen, fortschrittlichen und effizienten amerikanischen Autoindustrie zu einer Trauerbude.

Und Kowalski, in Szene gesetzt und verkörpert durch Clint Eastwood, nimmt den Gran Torino als Symbol der vermeintlich „guten alten Zeit“ mit in die Jetzt-Zeit und lernt einiges über sich und seine Umgebung.

To be continued…

Und es gibt noch so viele Filme unterschiedlicher Güte, die man sich auch noch anschauen könnte: Bullit, Le Mans, Car-Napping, Auf dem Highway ist die Hölle los, Manta Manta, Go Trabbi Go, Ein toller Käfer, Rush, Taxi, etc.

Fotoquellen:
Die Zwei! – Wikimedia
Speed – Wikimedia
Knight Rider – Wikimedia
Drive – Wikimedia
Casino Royale – Wikimedia
Gran Turino – Wikimedia

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